21/05/2026
Offizielle Berufsbezeichnung: Fachkraft für Nachschub, Getränke-Management und Rückführung hochwertiger Mehrwegverpackungen
Im Volksmund: Schlepper.
Ihr seid die Menschen, die schon arbeiten, wenn andere noch fragen: „Ist der Tresen schon auf?“
Ihr seid die Ersten, die Kisten schleppen, Tresen einräumen, Gläser verteilen und dafür sorgen, dass aus einem leeren Zelt ein funktionierender Ausschank wird.
Während andere gemütlich feiern, bewegt ihr an einem Abend gefühlt mehrere Tonnen Material. Bierkisten, Wasserkisten, Gläserkörbe, Leergut, volle Fässer, leere Fässer, Dinge mit Rollen, Dinge ohne Rollen und Dinge, die eigentlich Rollen haben sollten.
Ihr seid die stillen Helden mit Sackkarre.
Ihr bleibt freundlich, auch wenn ihr zum fünften Mal mit 80 Kilo Getränken vor einer Menschentraube steht, die offenbar gerade beschlossen hat, den Hauptverkehrsweg zum gemütlichen Stammtisch zu erklären.
Ihr lächelt noch, wenn wieder jemand im Treseneingang steht und denkt: „Ach, hier störe ich bestimmt niemanden.“
Doch innerlich wisst ihr: Dieser Eingang ist kein Aussichtspunkt. Dieser Eingang ist eine Lebensader.
Ihr seid die, die dafür sorgen, dass am Tresen kein Glas fehlt, keine Kiste leer bleibt und niemand verzweifelt ruft: „Wir brauchen Nachschub!“
Denn meistens seid ihr schon unterwegs, bevor der Satz überhaupt zu Ende gesprochen wurde.
Ihr haltet Ordnung im Zelt, sortiert Leergut, räumt Wege frei und seid immer genau dann da, wenn man euch braucht. Und wenn alle anderen nach der letzten Runde schon gedanklich im Bett liegen, steht ihr noch zwischen Gläserkörben, Kisten und Leergut und bringt das Chaos wieder in eine Form, die man am nächsten Tag einigermaßen erklären kann.
Kurz gesagt:
Ohne euch läuft nichts.
Mit euch läuft alles.
Und meistens läuft ihr auch noch den ganzen Abend.
Vielen lieben Dank für euren Einsatz, eure Geduld, eure Kraft, euren Humor und dafür, dass ihr bei unseren Volksfesten den Laden im Hintergrund am Laufen haltet.
Ihr seid nicht nur Schlepper.
Ihr seid die Logistik-Abteilung, die Feuerwehr, der Nachschubdienst, die Gläserrettung und die wandelnde Verkehrsordnung des Festzeltes.
Danke, dass ihr da seid. Danke, dass ihr anpackt. Und danke, dass ihr auch dann noch freundlich bleibt, wenn die Sackkarre eigentlich schon längst Vorfahrt verdient hätte.