02/05/2026
Für die Kultur wird es hart.
Einschnitte und Sparzwang, nein, Sparzorn überall. In Neu-Ulm - Unsere Stadt hat man auch den Rotstift anzusetzen, aber unser kleines Literaturfestival darf weiter stattfinden. Dritte Auflage. Kommt rum - jeder Besucher ist eine kleine Rückversicherung gegen das Weggespartwerden!
Die kleine, aber feine Reihe hat sich dem Humor in der Literatur verschrieben: mal schräg, mal fein, aber nie bösartig. Lachen und Lächeln an ungewöhnlichen Orten in Neu-Ulm. Weil Lachen doch die beste Medizin ist. Auch 2026 bringt NU:LIT die Mundwinkel wieder nach oben, vertieft Lach- statt Sorgenfalten und verteilt literarische Lachanfälle im ganzen Neu-Ulmer Stadtgebiet. Die diesjährige Ausgabe findet vom 7. bis 17. Mai 2026 statt.
Mit dabei: Friederike Gräff, bei der der Alltag gern mal ein Ei legt (im wahrsten Sinne). Knut Cordsen seziert unsere Sprache. Sprachlust trifft Zeitgeist: Cordsen knackt Floskeln, feiert Wortspiele und erkundet das Deutsche ohne Geländer. Ein kluges, streitbares Kommentariat – nah dran und treffsicher.
Leo Riegel serviert Cartoon-Pointen vom Feinsten. Ole Lucoje zeigt, wie viel Witz im Alltag steckt – jung, klug und sehr lustig.
Finale mit Schmackes: Matthias Egersdörfer gibt uns die Ehre.
Er liest aus „Das Lachen des Grünspechts“ und „Rotkehlchen umschwirren mich“. Was zunächst idyllisch klingt, entpuppt sich schnell als eigenwillige Mischung aus fränkischem Grant, poetischem Wahnsinn und absurd verdrehten Alltagsbeobachtungen. Seine Geschichten taumeln zwischen Komik und Abgrund, sind mal brüllend komisch, dann wieder überraschend still und zart. Egersdörfer ist einer der eigenwilligsten Komiker und Erzähler im deutschsprachigen Raum.
Furios entwickelt er Typentheater mit liebevoll gezeichneten Cholerikern und Männern, die es im Grunde nur gut meinen. Der 1969 in Nürnberg geborene Kabarettist, Schauspieler und Autor wurde unter anderem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Bei NU:LIT erleben wir ihn in einer eher selten gesehenen Rolle: als Autor literarischer Werke, die oft genau dort hintreffen, wo es wehtut – und gut tut.
Kommt gerne vorbei. Die Eintritte sind bewusst low gehalten, jeder Abend verspricht eine qualitätvolle Ablenkung vom deprimierenden Hierundjetzt.
https://nu.neu-ulm.de/.../veranstaltungen/kulturraum/nulit