26/04/2026
Paul Reinhard ist im Alter von 87 verstorben. Durch seinen großen ehrenamtlichen Einsatz hinterlässt er auch in der märkischen Badminton-Landschaft tiefe Spuren.
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Die Badminton-Gemeinde trauert um Paul Reinhard, der im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Er hatte viele Jahrzehnte den Badmintonsport in Deutschland, Berlin-Brandenburg und beim MSV Zossen maßgeblich mitgestaltet. Auf der Seite des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) wird er mit den Worten „Paul Reinhard engagierte sich mit außergewöhnlicher Kontinuität und großer Verlässlichkeit für unseren Sport“ gewürdigt.
Christian Holzmacher, der langjährige Weggefährte und Organisator hochkarätiger Turniere in Brandenburg, sagt: „Der Badminton-Sport hat Paul viel zu verdanken. Er war der Erste, der morgens bei Veranstaltungen in der Halle war und ist abends als Letzter gegangen. Paul hat unter anderem dafür gesorgt, dass wir 2017 unser erstes Ranglistenturnier in Zossen ausgetragen haben.“
Paul Reinhard gehörte 2002 zu den Gründern der MSV-Badminton-Abteilung
Der Hintergrund: Paul Reinhard, der nach seinem Umzug im Jahr 1998 von Berlin nach Dabendorf bis zuletzt im Zossener Ortsteil im Landkreis Teltow-Fläming lebte, gehörte 2002 zu den Gründern der Badminton-Abteilung des MSV 07 und wirkte als Sektionsleiter.
Aber auch auf der überregionalen Ebene war Paul Reinhard viele Jahre im Einsatz. Bereits 1970 war er als Ersatzkassenprüfer des DBV tätig und gehörte von 1974 bis 2007 dem Spielausschuss an. In dieser Zeit war er maßgeblich an der Organisation und Durchführung der Deutschen Meisterschaften der Aktiven sowie der U22-Titelkämpfe beteiligt und prägte darüber hinaus das Ranglistenwesen des DBV nachhaltig.
Bei seinem Heimatverein, dem Märkischen Sport-Club Berlin, griff er auch selber zum Schläger und gehörte für den nationalen Verband unter anderem zum Organisationsstab von Großturnieren wie den „German Open”.
Paul Reinhard betreute viele Jahre das deutsche Nationalteam
Auf internationaler Ebene war Paul Reinhard ebenfalls im Einsatz: Er begleitete das deutsche Nationalteam zu zahlreichen Turnieren und Meisterschaften und unterstützte die Mannschaft mit großem Engagement. Von 2001 bis 2007 wirkte er zudem als Beisitzer im Bundesligaausschuss. In seinem Heimatverband Berlin übernahm er viele Jahre hinweg in unterschiedlichen Funktionen Verantwortung – beispielsweise als Jugendwart, Schatzmeister, Sportwart – und half bei der Entwicklung des Badmintonsportes.
Das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement wurde mit vielen Auszeichnungen anerkannt. Unter anderem ehrten Paul Reinhard das Internationale Olympische Komitee mit dem IOC-Diplom, der Badminton-Weltverband 2005 mit dem Meritorious Service Award sowie der Deutsche Badminton-Verband mit der Ehrennadel und der Ehrenplakette.
„Mit Paul Reinhard verlieren wir einen überaus engagierten und geschätzten Mitstreiter, der unseren Sport über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt hat. Sein Einsatz, seine Verlässlichkeit und seine Leidenschaft für Badminton werden uns in dankbarer Erinnerung bleiben“, würdigt DBV-Präsident Ralf Michaelis auf der Verbands-Homepage Paul Reinhards Verdienste.
MAZonline / Märkische Allgemeine Lars Sittig