Usedomer Literaturtage

Usedomer Literaturtage Die Usedomer Literaturtage wollen durch Literatur Geschichte und Gegenwart Europas verstehen, ungekannte Sichtweisen entdecken und Vorurteile überwinden.

Das motiviert seit 2009 renommierte Autoren wie Martin Walser, Hans Magnus-Enzensberger, Christoph Hein, Martin Pollack, Hellmuth Karasek (†), Andreas Kossert, Stefan Chwin, Arno Surminski und Marek Krajewski auf die Sonneninsel Usedom zu kommen – einem Ort, der bereits in der Vergangenheit von Theodor Fontane, Maxim Gorki und Thomas Mann geschätzt wurde.

„Ab diesem Jahr werden die Usedomer Literaturtage grenzübergreifend und umfassen nicht nur den deutschen, sondern auch d...
19/04/2026

„Ab diesem Jahr werden die Usedomer Literaturtage grenzübergreifend und umfassen nicht nur den deutschen, sondern auch den polnischen Teil der Insel und setzen somit neue europäische Maßstäbe der Zusammenarbeit.“ Zum Abschluss der Usedomer Literaturtage betonten die Jury um Olga Tokarczuk (leider konnte die Literaturnobelpreisträgerin nicht anwesend sein) sowie Intendant Thomas Hummel die länderübergreifende Dimension des Festivals und vergaben zwei Preise.

🇩🇪🇵🇱Nachdem der Usedomer Literaturpreis in Ahlbeck an Clemens J. Setz verliehen wurde, überschritten die Usedomer Literaturtage wortwörtlich die Grenze:

📖 Im polnischen Teil der Insel ging der mit 3000 Euro dotierte Usedomer Übersetzerpreis an Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein. Das Übersetzerduo erhielt den Preis in Swinemünde für die „meisterliche“ Neuübersetzung des polnischen Romans „Die Puppe“ von Bolesław Prus. Der Übersetzerpreis wurde unter Anwesenheit von Stadtpräsidentin Joanna Agatowska und Cornelius Ochmann zum ersten Mal vergeben.

Beide Preisverleihungen fanden in deutscher und polnischer Sprache statt. Es dolmetschte .

🏆Die Preise selbst wurden von der in Heringsdorf geborenen Künstlerin Astrid Wölk und ihrer Tochter Ellen Wölk gestaltet: Auf einem Stück Schwemmholz sind Metall-Buchstaben aufgebracht. Holz und Lettern symbolisieren Ursprung und Werkzeug der literarischen Idee.

Foto:

Vielen Dank für die Unterstützung an und an Hotel Ewerdin für die Stiftung des Preises.


Die Preisverleihung des Usedomer Literaturpreises an Clemens J. Setz, moderiert von Agnieszka Kowaluk, war eine der Ster...
19/04/2026

Die Preisverleihung des Usedomer Literaturpreises an Clemens J. Setz, moderiert von Agnieszka Kowaluk, war eine der Sternstunden der diesjährigen Usedomer Literaturtage.

Eingangs ging es um so seltsame Dinge wie „Otterwechsel“ und dicke Möwen mit „Pestarztschnäbeln“, die der österreichische Autor bei seiner Ankunft auf Usedom entdeckt hat. Er könne sich keine Architektur merken, meinte er, er sei da fast vollkommen orientierungslos, dafür gerate sein Fokus auf kleine Dinge, die er mit einem besonderen Blick wahrnehme.

Setz freue sich sehr über die Verbindung zu Olga Tokarczuk, Juryvorsitzende und Literaturnobelpreisträgerin, denn er bewundere sie schon seit über einem Vierteljahrhundert. Als er in ihrem Werk las, dass man die Welt aus der Sicht eines Pilzmyzels betrachten könne, habe das für ihn eine Welt zum Schreiben geöffnet.

Es war ein so anregender Vormittag mit Clemens J. Setz, dass der eine oder andere gern mehr daraus mitnehmen wollte. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, von der Strandbuchhandlung Ahlbeck die Bücher von Setz gleich nach Hause zu tragen. Natürlich nicht ohne sie vorher vom Usedomer Literaturpreisträger signieren zu lassen.

Foto:

Herzlichen Dank an
für die Stiftung des Preises
die Gestalterinnen des Usedomer Literaturpreises Astrid und
für die Simultanübersetzung ins Polnische und an die in Ahlbeck



Durs Grünbein hatte seinen Roman „Der Komet“, der das Schicksal seiner Großmutter vor und während der Zerstörung Dresden...
18/04/2026

Durs Grünbein hatte seinen Roman „Der Komet“, der das Schicksal seiner Großmutter vor und während der Zerstörung Dresden zeigt, nach Heringsdorf mitgebracht. Wie ein roter Faden zieht sich die Vorahnung der Großmutter durch das Buch, in dem sich Durs Grünbein ganz bewusst zurückhält.

„Das habe ich von Historikern gelernt, erst einmal darzustellen ohne zu werten.“ Der Roman sei zum Teil aus Oral History entstanden, seine Großmutter habe im Gegensatz zu anderen immer wieder kleine Puzzleteile erzählt, die er sich notiert oder gemerkt habe. Plastisch beschreibt er auch ein Bild des damaligen Dresdens, einer flirrenden Stadt, in die Dora von Schlesien aus zieht und in der es sich gut leben lässt bis es zum Inferno kommt.

Ein Gesprächsabend, an dem am Ende erneut die Frage steht: Wieviel kann Geschichte lehren? Der Abend im Kaiserbädersaal Heringsdorf mit Manfred Osten und Durs Grünbein wird nachklingen.

Foto:

18/04/2026

Kurz nach der Preisverleihung …

Papst-Kenner Andreas Englisch war zum wiederholten Male bei den Usedomer Literaturtagen zu Gast. Das Publikum strömte na...
17/04/2026

Papst-Kenner Andreas Englisch war zum wiederholten Male bei den Usedomer Literaturtagen zu Gast. Das Publikum strömte nach Zinnowitz und lauschte seinen abenteuerlichen Geschichten.

Der Abend begann mit der Geschichte von Englischs Privataudienz bei Leo XIV., gefolgt von der nächsten Episode, wie es eigentlich dazu kam, dass Leo XIV., vormals Bettelmönch und arm wie eine Kirchenmaus, „aus der Kreisliga gleich in die Champions League“ aufsteigen konnte. Der Papstkenner hätte noch ewig weiter mit Manfred Osten plaudern können …

Das Publikum wird nach diesem sprudelnden Gesprächsabend ganz bestimmt weiter hören: Andreas Englisch veröffentlicht jeden Donnerstag eine neue Episode in seinem Podcast „Vatikan Geflüster“. Herzlichen Dank an !

Foto:

Englisch

Die wilde Geschichte eines Bankraubs, eine Erzählung über eine Autofahrt über die Grenze nach Polen, Zeilen über die wun...
17/04/2026

Die wilde Geschichte eines Bankraubs, eine Erzählung über eine Autofahrt über die Grenze nach Polen, Zeilen über die wundersame Verwandlung eines Hasen …

Gestern wurden die Ergebnisse der Schreibwerktstatt mit Schülerinnen und Schülern der Ostseeschule Ückeritz präsentiert.

Geleitet hat sie Autorin und Schauspielerin Julia Malik: „So unglaublich ehrliche und aufregende Texte über Grenzen und ihr Überschreiten sind hier entstanden. Ich bin sehr beseelt und dankbar.“ Wir freuen uns auf ein nächstes Mal!

Fotos: Geert Maciejewski

Mit Steffen Kopetzkys Spionagethriller „Atom“ eröffneten die  Usedomer Literaturtage am 15. April im Seebad Heringsdorf....
16/04/2026

Mit Steffen Kopetzkys Spionagethriller „Atom“ eröffneten die Usedomer Literaturtage am 15. April im Seebad Heringsdorf. Ein furioser Abend, der eine Frage nicht überspringen konnte: Gibt es eine Moral in der Wissenschaft?

Steffen Kopetzky las aus seinem Roman, der sich um reale Personen und Orten entspinnt und auch nach Peenemünde blickt, zum Schauplatz der V1- und V2-Waffenproduktion. Ein spannender Abend zwischen Lesung und Gespräch mit Manfred Osten und Steffen Kopetzky, an dem zum Schluss ein Zitat in der Luft hing: „Die Geschichte lehrt dauernd, aber findet keine Schüler“ …

Im Anschluss gab es nicht nur Gelegenheit zum Kauf und Signieren, sondern auch zu weiteren Gesprächen zwischen Autor und Publikum.
Übrigens: Gerade ist Kopetzkys neuestes Buch erschienen: Die Harzreise.

Foto: Geert Maciejweski

Die Ausstellung „Gestaltwandel“ von Denise Kretzschmar und Astrid Wölk (K&W) ist während der Usedomer Literaturtage im F...
16/04/2026

Die Ausstellung „Gestaltwandel“ von Denise Kretzschmar und Astrid Wölk (K&W) ist während der Usedomer Literaturtage im Foyer des Kaiserbädersaals noch bis einschließlich Samstag, den 18. April zu erleben.

Für ihre Arbeiten nutzen Kretzschmar und Wölk vor allem sogenanntes „gelebtes Holz“ sowie Materialien von Baustellen, Trödelmärkten – Fundstücke aller Art. Aus diesen fragmentarischen Spuren von Nutzung und Zeit entstehen Kleinmöbel, Wohnaccessoires, Skulpturen und Installationen, die den ursprünglichen Charakter der Materialien nicht verleugnen, sondern bewusst sichtbar machen. Das Ergebnis sind Werke, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden - poetisch, überraschend und mit einem augenzwinkernden Hintergedanken.

Besonders passend: In der Ausstellung hängen die Entwürfe zum Usedomer Literaturpreis und zum neuen Usedomer Übersetzerpreis. Beide wurden von Astrid Wölk und ihrer Tochter Ellen Wölk entworfen.

Die Ausstellung ist noch am 17. April von 10 bis 14 Uhr und vor der Lesung mit Durs Grünbein ab 18.30 geöffnet. Am Samstag noch einmal von 10 bis 13 Uhr.

Fotos:

Literaturnobelpreisträgerin  Tokarczuk ist Juryvorsitzende für den Usedomer Literaturpreis und den Usedomer Überseterpre...
12/04/2026

Literaturnobelpreisträgerin Tokarczuk ist Juryvorsitzende für den Usedomer Literaturpreis und den Usedomer Überseterpreis. Sie wird am 18. April bei beiden Preisverleihungen anwesend sein:

Der Usedomer Literaturpreis 2026 wird an den österreichischen Schriftsteller Clemens J. Setz um 11 Uhr im Ahlbecker Hof verliehen. Die Jury unter Vorsitz von Olga Tokarczuk würdigt „seine meisterhafte Prosa, die Elemente der Groteske, des Unheimlichen und der Science-Fiction verbindet, ohne dabei auf Humor zu verzichten“. In einer Lesung aus seinem Werk „Der Trost der runden Dinge“ gibt er Einblicke in seine außergewöhnliche und grenzüberschreitende Erzählweise. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet zudem einen einmonatigen Arbeitsaufenthalt im SEETELHOTEL auf Usedom.

Erstmals findet eine Veranstaltung auch auf dem polnischen Teil der Insel in Swinemünde statt: Ebenfalls am 18. April wird dort um 17 Uhr im Interferie Hotel Medical SPA der mit 3.000 Euro dotierte Usedomer Übersetzerpreis erstmals verliehen. Er geht an Lisa Palmesund Lothar Quinkenstein für ihre Neuübersetzung von Bolesław Prus’ Roman „Die Puppe“. Die Jury hebt hervor, dass diese „meisterhafte Übertragung eines monumentalen Werks neue Maßstäbe in der Übersetzungskunst setzt und die ungebrochene Kraft literarischer Klassik eindrucksvoll sichtbar macht“. Zur Preisverleihung wird Olga Tokarczuk aus ihrem Essay über den Roman lesen. Gestiftet wurde der Preis vom Hotel Ewerdin in Swinemünde gemeinsam mit den Usedomer Literaturtagen.

Foto: Jana Karpienko

Herzlichen Dank für die Unterstützung an:

Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
SEETELHOTEL Ahlbecker Hof


Schülerinnen und Schüler der Ostseeschule Ückeritz präsentieren ihre eigenen Texte – kreativ, mutig und voller junger Pe...
12/04/2026

Schülerinnen und Schüler der Ostseeschule Ückeritz präsentieren ihre eigenen Texte – kreativ, mutig und voller junger Perspektiven. Unter der Moderation von Schauspielerin und Autorin Julia Malik wird diese Veranstaltung zu einer inspirierenden Matinee, die zeigt, wie vielfältig Stimme und Ausdruck der jungen Generation sind. Die Lesung bietet Gelegenheit, Nachwuchstalente kennenzulernen!
Eintritt frei – herzlich willkommen!

Julia Malik ist Schauspielerin und Autorin, wirkte in Kinofilmen wie „Die Sinfonie der Ungewissheit“ und „LASVEGAS“ mit. Sie spielte Geige in der Berliner Band „Hands Up – Excitement!“ und aktuell bei den „Elementarstrategien“. Ihr erster Roman „Brauch Blau“ ist im Frühjahr 2022 bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen. Der zweite Roman „Ich will dich lebend“, der 2023 mit dem Arbeitsstipendium für Literatur des Berliner Senats gefördert wurde, erscheint am 3.9.2026 bei der Frankfurter Verlagsanstalt.

Donnerstag, 16. April 2026, 12 Uhr
Haus des Gastes, Seebad Ückeritz
Frisches aus der Schreibwerkstatt
Lesung mit Schülerinnen und Schülern der Ostseeschule Ückeritz, moderiert von Julia Malik, Eintritt frei


# Usedom

Adresse

Maxim-Gorki-Straße 13
Seebad Heringsdorf
17424

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