11/01/2026
Ich fange mal mit 2003 an. Wir waren im Docks in Hamburg und die Hütte war restlos ausverkauft. Bevor ich überhaupt im Backstage ankam, war ich ehrlich gesagt schon recht voll. Dass ich euch das heute überhaupt noch so erzählen kann, liegt eigentlich nur an meiner guten Freundin Antje (Aki Schröder). Die war all die Jahre immer dabei, hat alles mitgemacht und ist quasi mein externes Gedächtnis, wenn es bei mir – wie an diesem Abend – etwas nebelig wird. ;)
Jedenfalls standen Antje und ich nach dem Konzert da und plötzlich taucht Robb Flynn vor mir auf. Er hatte eine AC/DC-Cap mit diesen Hörnern auf dem Kopf. Was mir sofort auffiel: Der Typ ist echt klein. Ich musste richtig zu ihm runterschauen. Er passte auch locker durch diese winzigen Türen im Docks, bei denen ich wohl eher Probleme gehabt hätte.
Er fragte mich, wer ich bin, wusste gleich Bescheid und bot mir einen „Brown Eye“ an. Ich wusste erst gar nicht, was das sein soll. Im Grunde ist es Wodka mit sehr, sehr wenig Cola. Also „Brown“ ist da echt maßlos übertrieben, das war fast purer Sprit auf Eis. 🥃
Dann kam da diese Box angefahren – exakt so eine graue Thermo-Box, wie ich sie aus den Rotenburger Werken kenne, wo sonst das Essen drin ist. Hier waren aber nur Eiswürfel für den Wodka drin.
Das krasse Gegenteil war Adam Duce. Ein absoluter Brecher von einem Typen, aber der hat absolut nichts getrunken, egal wie sehr man ihn bedrängt hat. Da standen wir also: Ich stramm, Antje an meiner Seite, Robb mit Hörner-Cap und Adam, der eisern blieb.
Dieser Moment hat mich der Band auf jeden Fall näher gebracht, obwohl ich das nie beabsichtigt hatte. Es war der Startschuss für eine ziemlich wilde Zeit.
Wie der Abend am Ende ausging? KEINE AHNUNG. Aber Antje weiß es bestimmt noch... 😂