31/05/2026
„Ich bedanke mich bei allen Beschickern, den Behörden, Sanitäts- und Sicherheitsdiensten, dass sie mit soviel Herzblut unsere Dult zu einem besonderen Erlebnis für die Gäste aus der Region, aber auch von weiter her gemacht haben, besonders auch bei all denen, die im Hintergrund zum Gelingen beigetragen haben“, drückt Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger seine Wertschätzung aus und lädt schon jetzt zur Herbstdult ein, die am Freitag, 28. August, ihre Pforten öffnen wird.
Durchwegs positive Bilanz nach 18 Maidult-Tagen
Beteiligte sprechen von erfolgreichem, friedlichem Familienvolksfest
„Wir freuen uns, dass die Regensburger Maidult weiterhin zu den stärksten Volksfesten in Bayern zählt und dem Namen Familiendult alle Ehre macht“, bilanziert Marktmeister Stephan Koppmann seitens des Veranstalters, der Stadt Regensburg, am 18. Tag. Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger, nach eigenem Bekunden seit Kindheit bekennender Dultfan, hatte nicht nur das Anzapfen zum Start übernommen, sondern machte sich regelmäßig ein Bild vom Geschehen. Durchweg Positives kommt aus den Festzelten und vom gesamten Platz. Die durch den frühen Start an Christi Himmelfahrt ausgeweitete Dult hatte hinsichtlich des Wetters alles zu bieten, was die Gäste aber nicht abhielt, den bunten Mix aus Gastronomie, Entertainment, Fahr- und Laufgeschäften sowie verschiedenen Handelsgeschäften auf der Warendult Tag für Tag zu besuchen. Aus Sicht der Polizei verlief die Maidult insgesamt ruhig und weitgehend störungsfrei.
Optisch wurde die Maidult durch mehrere Attraktionen geprägt, die die Menschen schon von weitem sehen konnten: Der XXL-Racer garantierte Beschleunigung pur, der Freefall-Tower, mit 80 Metern der höchste Europas „auf der Reise“, und das obligatorische Riesenrad der Familie Willenborg gaben die Möglichkeit, die Dult aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die größte mobile Wildwasserbahn hatte die Erfahrung der Platzmeister auf die Probe gestellt, die aber wieder alles in perfekte Korrespondenz setzten. Hinsichtlich der Sichtbarkeit setzte auch das zertifizierte Höhenfeuerwerk am mittleren Dult-Freitag echte Akzente. Ein lokales Schifffahrtsunternehmen hatte dazu erstmals eine Feuerwerks-Fahrt auf der Donau angeboten.
Im Hintergrund war das Familienvolksfest von zahlreichen Kooperationen geprägt, die den Gästen das Ankommen erleichterten. Allen voran sei der Dult-Bus des Regensburger Verkehrsverbund genannt, der kostenlos für die Besucherinnen und Besucher eine optimale Verbindung zwischen Bahnhof, Altstadt und Dultplatz gewährleistet. Die Aktion „Fair feiern“ hatte erstmals eine optimale Route vom Bahnhof bis zur Dult ausgeschildert. Auch das „Stadtradeln“ hatte zum „Dultradeln“ eingeladen und Menschen, die mit Fahrrad zu Dult kamen in ein Gewinnspiel eingebunden. Der lokale Energieversorger REWAG hatte erstmals mit einer eigens gestalteten Riesenradgondel und weiteren Aktionen für die Dult geworben. „Unsere Kooperation mit der Regensburger Tourismus GmbH hat auch erste Früchte gezeigt. Die eigens gestalteten Papiertüten gingen auf dem kompletten Platz weg wie warme Semmeln“, freut sich Otto Maier, Fisch Maier-Zelt-Betreiber und einer von vier Geschäftsführern der Werbegemeinschaft Regensburger Dulten, die sich um Werbung und Kommunikation im Sinne der rund 100 Beschicker kümmert.
„Abgerechnet wird zum Schluss“ sagen erfahrene Volksfest-Unternehmer wie Arnd „Andy“ Bergmann, Bezirksvorsitzender des Bayerischen Landesverbandes der Marktkaufleute und der Schausteller. „In Anbetracht der Wetter-Kapriolen von durchwachsen kühl bis sommerlich heiß und auch aufgrund der Pfingstferien war diese Maidult gut besucht – und auch die Umsätze waren zufriedenstellend.“ Seitens der Brauereien äußert sich Leonhard Resch, Geschäftsführer der Brauerei Kneitinger erfreut. Die Traditionsbrauerei war nach dem großen Festumzug am Vatertag turnusmäßig mit dem Anstich im Hahnzelt sowie beim Seniorennachmittag von Stadt und Land mit ihrem süffigen Festbier in der ersten Reihe der Publikumswahrnehmung gestanden. „Zudem gratulieren wir unsrem Partner Artmann´s Herzl zum Zehnjährigen auf der Dult“, so Resch. Die Brauerei Bischofshof belieferte das Glöckl der regensburger-Festzelt, die Regensburger Spitalbrauerei das Bierdorf und die Schirmbar. Über Ausstoßmengen wird bei den Regenburger Dulten ebenso nicht öffentlich bilanziert wie über die Besucherzahlen.
Über eine besondere Auszeichnung konnte sich Festwirt Michael Hahn freuen, der kurz vor der Maidult als Sprecher der bayerischen Volksfestwirte bestätigt worden war. „Besonders stolz sind wir auf das vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung verliehene Prädikat ’Ausgezeichnetes Festzelt‘.“ Jugend, Senioren, Familien und insbesondere die Regensburger Sportvereine liegen der Festwirtsfamilie besonders am Herzen. „Die Jugend, die Jungen, und die jung Gebliebenen sind natürlich nicht mehr wegzudenken aus dem Festgeschehen. Speziell an den Wochenenden gab es ausgelassene Partystimmung, bei der unser bekannter Kraxelbaum ein besonderer Höhepunkt war. Bereits am ersten Festsonntag zog der von Stadtdekan Roman Gerl zelebrierte Dultgottesdienst fast 500 Gläubige ins HahnZelt-Regensburgt.
Kollege Alfred Glöckll ist begeistert, „dass sich bei uns einfach alle Generationen wohlfühlen. Gemeinsam lachen, tanzen, feiern und unvergessliche Stunden erleben – genau dafür machen wir das.“ Mit gelungenen Debüts einiger neuer Bands, dem traditionellen Dult-Boxen, dem Studenten-Dienstag und dem Handwerker-Freitag hat er einige Höhepunkte entwickelt. Auch der große, Donau-Altwasser gelegene Biergarten wurde von den Gästen besonders an den heißeren Tagen dankend angenommen. „Volles Zelt, beste Stimmung, friedliches Feiern und dazu Kaiserwetter – ehrlicherweise: Viel besser geht’s kaum“, spricht der Wirt, der zusammen mit seinen beiden im Betrieb integrierten Kindern im Herbst das 90-jährige Familienjubiläum auf der Regensburger Dult feiern wird.
„Die Regensburger Maidult verlief aus polizeilicher Sicht bislang insgesamt ruhig und weitgehend störungsfrei. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigt sich weiterhin ein insgesamt erwartbares Einsatzgeschehen. Das Sicherheitskonzept der Polizei hat sich erneut bewährt“, bilanziert Polizeihauptkommissar Thomas Hasler, Leiter des Sachbereiches Einsatz der „Dultwache“ am Protzenweiher, offiziell „Polizeiinspektion Regensburg Nord“, die an den 18 Tagen durch das Besucheraufkommen verschiedentlich gefordert. „Es wurden mehrere Körperverletzungsdelikte festgestellt. Dabei handelte es sich jedoch überwiegend um typische alkoholbedingte Streitigkeiten ohne außergewöhnliche oder besonders aufsehenerregende Sachverhalte. Das zweite Wochenende verlief dann auffallend ruhig mit einem starken Rückgang an Strafdelikten.“ Im Rahmen eines Rauschgifteinsatzes konnte eine männliche Person mit verschiedenen verbotenen Substanzen angetroffen werden. Darüber hinaus beschäftigte die Einsatzkräfte auch das Konsum-Cannabis-Gesetz. Mehrere Personen konsumierten im Außenbereich des Volksfestes, welcher dennoch dem Veranstaltungsbereich zuzurechnen ist, Cannabisprodukte. Entsprechende Verstöße wurden angezeigt und polizeilich bearbeitet.„Die angepassten polizeilichen Maßnahmen sowie die sichtbare Präsenz der Einsatzkräfte zeigen weiterhin die gewünschte Wirkung“, so Hasler. Zu Beschwerden wegen Ruhestörung kam es (bis Redaktionsschluss) nicht.
„Dank sehr gut vorbereiteter Sicherheitskonzepte und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Veranstalter und Behörden konnte ein reibungsloser und vor allem sicherer Ablauf über die gesamte Festdauer gewährleistet werden“, ergänzt Mohammad Al Halaki, der mit seinem Sicherheitsdienst erstmals die Zufahrtssituation, Platzsicherheit und Nachwachen beisteuerte.
Fotos: Hans-Christian Wagner | H.C. WAGNERs BUREAU für die Regensburger Dult