16/06/2026
Am vergangenen Sonntag, den 7.6.26 kamen im Fotografie Forum Frankfurt über der Innenstadt gut vierzig Fotograf*innen und Brancheninteressierte zusammen, um über ein unausweichlich wichtiges Thema zu sprechen: Was bleibt von der Fotografie übrig, wenn Algorithmen Bilder generieren, Dokumentationen frei erfunden werden können und jede Marke ihren Content längst selbst produziert.
Das Symposium FRAME/WORK der BFF Akademie bot dafür einen dichten Rahmen. Agnieszka Doroszewicz sprach über eine feste eigene Bildsprache zwischen Fashion und Automotive, hinter der sie sie unabhängig von etablierten und neueren Tools sicher steht. Stephan Riediger von Leica Camera AG stellte Content Credentials vor: den technischen Echtheitsnachweis, der direkt in die Kamera integriert ist mit dem sich die gesamte Historie der Bearbeitung zurückverfolgen lässt.
Gabo saß im Interviewformat mit Moderatorin Mareen Fischinger auf der Bühne und sprach über vier Jahrzehnte Portraitfotografie, über Vertrauen und das, was kein Algorithmus ersetzen kann vs. den schnellen und sich unkontrolliert verbreitenden Content der Jetzt-Zeit. Stefan Neumann von Hahnemühle FineArt zeigte, wie digitale Infrastruktur Provenienz und kontrollierte Edition in die weltweite Zukunft trägt.
Nina Mößle, Inhaberin der Galerie Anita Beckers in Frankfurt, brachte die Perspektive des Marktes in den Paneltalk am Nachmittag. Das Publikum beteiligte sich in der Fachdiskussion eigenen Stellungnahmen zu aktuellen Fragestellungen, die zeigten, dass die Unsicherheit über die Zukunft des Berufs keine abstrakte ist — sondern eine, die sich durchaus greifen und in Form ziehen lässt.
FRAME/WORK wurde von der BFF-Akademieleiterin Mareen Fischinger konzipiert und moderiert, organisiert gemeinsam mit Ilan Hamra, Co-Vorstand des BFF e.V.
Fotocredit: Nikša Kaven-Moser