Musik Installationen Nürnberg

Musik Installationen Nürnberg Festival für RaumZeitKörper-Musiken
23.5.-1.6 2025, versch. Orte in Nürnberg

Mit großer Bestürzung haben wir in dieser Woche vom plötzlichen Tod von 𝗛𝗮𝗻𝘀-𝗝𝗼𝗮𝗰𝗵𝗶𝗺 “𝗛𝗮𝗷𝗼” 𝗪𝗮𝗴𝗻𝗲𝗿 erfahren. Als einer d...
24/10/2025

Mit großer Bestürzung haben wir in dieser Woche vom plötzlichen Tod von 𝗛𝗮𝗻𝘀-𝗝𝗼𝗮𝗰𝗵𝗶𝗺 “𝗛𝗮𝗷𝗼” 𝗪𝗮𝗴𝗻𝗲𝗿 erfahren. Als einer der größten Unterstützer der Musik Installationen von Seiten der Stadt Nürnberg haben wir ihn als einen warmherzigen, offenen und humorvollen Menschen kennenlernen dürfen. Sein Tod ist ein großer Verlust für uns alle.
Kennengelernt haben ihn die beiden MIN-Gründer 𝗟𝗮𝘂𝗿𝗲 𝗠. 𝗛𝗶𝗲𝗻𝗱𝗹 und 𝗕𝗮𝘀𝘁𝗶𝗮𝗻 𝗭𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿𝗺𝗮𝗻𝗻 im Jahr 2020, als sie mit der Idee des Festivals an die Stadt Nürnberg herantraten. Hajo konnte sich schnell dafür begeistern und war von da an ein unermüdlicher Wegbereiter, Begleiter und Berater des Vorhabens. Mit seiner Bedachtheit und seinem Glauben an die Idee hat er entscheidend dazu beigetragen, dass das Festival heute existiert.
Im Laufe der vielen Nürnberg-Jahre durfte auch das gesamte 𝗠𝗜𝗡-𝗧𝗲𝗮𝗺 Hajo kennenlernen – seine ruhige, kluge und zugewandte Art, in Gesprächen sich Zeit zu nehmen, gemeinsam nachzudenken, seine feine Aufmerksamkeit und sein Vertrauen in die künstlerische Arbeit. Jede*r, die ihn erlebt hat, erinnert sich an diese stillen, zugleich inspirierenden Momente, in denen er so viel Raum für Gedanken und Entwicklung geschaffen hat.
Hajo Wagner hat als Leiter des Stabs für das Ehemalige Reichsparteitagsgelände im Geschäftsbereich Kultur wichtige Impulse in die Stadt Nürnberg gegeben, im Umgang mit der eigenen Geschichte und der Rolle von Kunst darin. Die Arbeit mit der Kongresshalle von 𝗪𝗼𝗷𝘁𝗲𝗸 𝗕𝗹𝗲𝗰𝗵𝗮𝗿𝘇 und 𝗩𝗮𝗹𝗮 𝗧. 𝗙𝗼𝗹𝘁𝘆𝗻 (2022) ebenso wie die jüngste Auseinandersetzung im Mai 2025 mit dem Luitpoldhain von 𝗔𝗺𝗶𝗿 𝗦𝗵𝗽𝗶𝗹𝗺𝗮𝗻 sowie mit dem Dutzendteich von 𝗔𝗻𝗸𝗲 𝗘𝗰𝗸𝗵𝗮𝗿𝗱𝘁 waren Projekte, die er mit ganzer Kraft wollte und unterstützte.
Wir – das gesamte Team der 𝗠𝘂𝘀𝗶𝗸 𝗜𝗻𝘀𝘁𝗮𝗹𝗹𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝗡ü𝗿𝗻𝗯𝗲𝗿𝗴 – sind Dir tief verbunden, lieber Hajo. Wir tragen Dich im Herzen, in unseren Gesprächen, in unserer Arbeit. Unsere Gedanken sind bei Dir, Deinen Freunden und Deiner Familie.

Foto: Michael Lyra

Festivaltrailer is online, long duration deep insight into each music installation...enjoy!
15/09/2025

Festivaltrailer is online, long duration deep insight into each music installation...enjoy!

Created 2025 by TUCANfilm / Johannes Felder01:01 Bastard Assignments / Former Kaufhof02:09 Isabel Lewis & Beat Furrer / Parkhaus Sterntor03:19 Anke Eckardt /...

On the outskirts of Nuremberg, in an old factory, heavy and vibrant creatures came to rest for Musik Installationen. May...
05/07/2025

On the outskirts of Nuremberg, in an old factory, heavy and vibrant creatures came to rest for Musik Installationen. Maya Dunietz’s “Chilling Mammoths” filled the vast industrial space with rumbling hums, while their human counterparts, the Solistenensemble Kaleidoskop, began to fill the air with reverberating string sounds – at times battling against, at times melting into the growling pianos.

The audience, too, came to rest, some lying directly on the Chilling Mammoths, feeling the vibrations with their entire bodies. Then, the musicians led the crowd into a disused silo, where their resounding voices echoed the pianos, which continued to play, even without anyone present in the factory hall. The silo, momentarily transformed into something resembling a place of worship when the audience joined in, held the final note long after it had been sung. 

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Am Stadtrand von Nürnberg, in einer alten Fabrik, ließen sich für die Musik Installationen imposante Kreaturen nieder. Maya Dunietz‘ „Chilling Mammoths“ füllten den riesigen Industrieraum mit leisem Dröhnen. Die Musiker*innen vom Solistenensemble Kaleidoskop entlockten ihren Streichinstrumenten Töne, die mal im Widerstreit, mal im Einklang mit den schwingenden Klavieren waren.

Auch das Publikum ließ sich nieder: Einige lagen direkt auf den Chilling Mammoths und spürten die Vibrationen mit dem ganzen Körper. Die Klaviere spielten auch dann weiter, als das Publikum den Musiker*innen in ein stillgelegtes Silo folgte. Dort füllten ihre Stimmen den runden Raum und das Silo schien sich für einen Moment in einen Andachtsraum zu verwandeln. Der letzte Ton, den das Solistenensembe Kaleidoskop und das Publikum gemeinsam sangen, klang noch lange nach.

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The chanting voices that seemed to emerge from nowhere on the top deck of the Sterntor car park felt almost otherworldly...
02/07/2025

The chanting voices that seemed to emerge from nowhere on the top deck of the Sterntor car park felt almost otherworldly. This impression was heightened by choreographer Isabel Lewis moving among the audience, her face illuminated by the evening sun like a spotlight. When the four singers of Cantando Admont finally stepped out of the stairwell, the source of the sound was revealed – yet the atmosphere remained spiritual. The audience followed the singers in what felt like a procession across the parking lot as they performed Beat Furrer’s music, at times arranged in a double-choir formation.

In contrast, grounding moments were not absent: some unfolded gently, as when the saxophone, played by Gerald Preinfalk, took over from the voices. Others were more abrupt – but no less compelling – such as when the roar of engines from the level below blended with the soundscape, turning the music installation into a conversation with the city of Nuremberg itself.
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Die singenden Stimmen, die auf dem obersten Deck des Parkhauses Sterntor wie aus dem Nichts zu kommen scheinen, wirken fast überirdisch. Dieser Eindruck wird verstärkt durch die Choreografin Isabel Lewis, die sich zwischen den Zuschauer*innen bewegt, ihr Gesicht durch die Abendsonne wie von einem Spot beleuchtet. Als schließlich die vier Sänger*innen von Cantando Admont aus dem Treppenhaus aufs Dach treten und als Ursprung des Gesangs sichtbar werden, bleibt die Atmosphäre dennoch von einer eigentümlichen Spiritualität geprägt. Das Publikum folgt den Sänger*innen in einer Art Prozession über das Parkdeck, während sie Beat Furrers Musik teils in doppelchörischer Aufstellung aufführen.

Dem stehen erdende Momente gegenüber: Manche entfalten sich sanft, etwa wenn das Saxophon – gespielt von Gerald Preinfalk – die Stimmen ablöst. Andere sind rauer, aber nicht weniger eindrücklich, etwa wenn Motoren aufheulen und die Musikinstallation sich mit den Klängen Nürnbergs mischt.

Mit
Isabel Lewis
Beat Furrer
Cantando Admont (Elina Viluma-Helling, Hugo Paulsson-Stove, Thomas Köll, Uli Staber)
Cordula Bürgi
Gerald Preinfalk

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In “BANKing”, dancers, musicians and spatial interventions created a choreographic composition of interdependence – betw...
01/07/2025

In “BANKing”, dancers, musicians and spatial interventions created a choreographic composition of interdependence – between body parts, individuals and modes of being. Every movement, sound, and gesture became part of a shared experience.

Outside, passers-by paused in front of the windows of the former bank – now the independent art space MAXI.kunst – while people at the still operating ATMs pressed their hands against the glass, trying to catch a glimpse of what was unfolding inside.
With time, the action moved up a spiral staircase as the audience followed the performers into a labyrinth of postmodern architecture.
In a choreography oscillating between struggle and tenderness, the dancers as a collective huddle made their way back downstairs, before the bodies, in dialogue with the string musicians, gently parted. What remained were questions – about the human condition and its wondrous, strange, and fragile complexities.

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Bei „BANKing“ erzeugten Tänzer*innen, Musiker*innen und räumliche Interventionen eine choreografische Komposition aus Abhängigkeiten – von Körperteilen, Individuen, und Seinsformen. Alle Bewegungen, Geräusche und Gesten wurden Teil einer gemeinsamen Erfahrung. 

Draußen blieben Passant*innen vor den Fenstern der ehemaligen Sparkasse – heute MAXI.kunst – stehen, während Menschen an den Geldautomaten im SB-Bereich versuchten, einen Blick auf das zu erhaschen, was sich hinter den Trennwänden abspielte.
Mit der Zeit verlagerte sich das Geschehen über eine Wendeltreppe nach oben und das Publikum folgte den Performer*innen in ein Labyrinth postmoderner Architektur.

In einer Choreographie zwischen Kampf und Zärtlichkeit bahnten die Tänzer*innen sich im kollektiven  Verbund den Weg nach unten. Zurück blieben am Ende Fragen – über die menschliche Existenz und ihre wunderbaren, rätselhaften und zerbrechlichen Facetten.

Mit
Cyril Baldy
Malcolm-x Betts 
Doris Dziersk 
Moriah Evans 
Lizzie Feidelson
Judith Hamann 
Kaspar Kleinhenz 
Catherine Lamb
Dina Maccabee 
João dos Santos Martins 
Sarah Beth Percival 

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The upper balconies of the Kunstverein atrium may seem distant from the activity on the ground floor, but during the mus...
21/06/2025

The upper balconies of the Kunstverein atrium may seem distant from the activity on the ground floor, but during the music installation, Moor Mother, together with trumpeter Aquiles Navarro, multi-instrumentalist Simon Sieger, soprano Alya Al-Sultani, bassist Farida Amadou, percussionist Dudù Kouate, and videographer Jon-Carlos Evans, connected the entire space, seemingly dissolving distances both spatial and temporal.

In what felt like a ritual that was at once soothing and invigorating, Moor Mother brought offerings to every spot on an evolving “sonic map” – weaved together through voices, sounds, and ultimately Moor Mothers urging words.

This music installation was part of a collaboration with Kunstverein Nürnberg – ADG, where the exhibition “Bending the Arrow of Time into a Circle” by Black Quantum Futurism is on view until July 31. Black Quantum Futurism is an interdisciplinary artist duo composed of Rasheedah Phillips and Camae Ayewa, also known as Moor Mother.

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Eigentlich wirken die oberen Mezzanine im Atrium des Kunstvereins so, als wären sie weit weg von dem, was unten passiert, aber zusammen mit dem Trompeter Aquiles Navarro, dem Multiinstrumentalisten Simon Sieger, der Sopran-Sängerin Alya Al-Sultani, der Bassistin Farida Amadou, dem Perkussionisten Dudù Kouate und dem Videographen Jon-Carlos Evans schaffte es Moor Mother bei ihrer Musikinstallation, den ganzen Raum zusammenzubringen. Alle Distanzen, sowohl räumlich als auch zeitlich, schienen aufgelöst.

Wie in einem Ritual, das zugleich beruhigend und belebend wirkte, brachte Moor Mother Gaben an jeden Ort dieser „klanglichen Landkarte“, geknüpft aus Stimmen, Tönen und Moor Mothers dringlichen Worten. 

Diese Musikinstallation war Teil einer Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Nürnberg - Albrecht Dürer Gesellschaft, wo die Ausstellung „Bending the Arrow of Time into a Circle“ von Black Quantum Futurism noch bis zum 31. Juli zu sehen ist. Black Quantum Futurism ist ein interdisziplinäres Künstler*innenduo mit Rasheedah Phillips und Camae Ayewa, auch bekannt als Moor Mother.

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In the middle of the night, flashes of lightning lit up the church windows, casting their glow across the square surroun...
18/06/2025

In the middle of the night, flashes of lightning lit up the church windows, casting their glow across the square surrounding St. Egidien. Three angels had entered the Protestant church to offer the audience a physical and psychological reorientation through their bodies and voices, the sounds of the organ, white feathers, the elemental force of wind – artificially created by bright red industrial fans –, and an intense play of light.

Those familiar with the Egidien Church could experience it in an entirely new way, if only because the pews had been removed to make space for Musik Installationen and the choral festival taking place just a week later. In the Baroque church, whose origins date back to the 12th century, past and present came into contact with each other in Lulu Obermayer’s “Kantate”, and the boundary between the human and the celestial seemed to blur.
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Mitten in der Nacht zuckten Blitze durch die Kirchenfenster und erleuchteten den Platz rund um St. Egidien. Drei Engel zogen in die protestantische Kirche ein, um mit ihren Körpern und Stimmen, den Klängen der Orgel, weißen Federn, der Naturgewalt des Windes – künstlich hergestellt durch knallrote Industrieventilatoren – und einem intensiven Lichtspiel dem Publikum eine physische und psychische Neuorientierung zu ermöglichen. 

Wer die Egidienkirche kennt, konnte sie allein dadurch neu erleben, dass ihre Bänke für die Musik Installationen und das Chorfest eine Woche später entfernt worden waren. In der Barockkirche, deren Ursprünge zurück ins 12. Jahrhundert reichen, traten bei Lulu Obermayers „Kantate“ Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Kontakt und die Grenze zwischen Menschlichem und Himmlischem schien zu verschwimmen.

Mit
Lulu Obermayer
Benjamin Röder
Roman Lemberg
Mireille Capelle
David Ristau
Marlena Fink

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4, 6, 10
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Mysterious and somewhat sinister figures roamed around and inside the Nuremberg Academy Gallery, easily visible to passe...
15/06/2025

Mysterious and somewhat sinister figures roamed around and inside the Nuremberg Academy Gallery, easily visible to passers-by through the blood splattered (or at least red-stained) windows. Things get bloody because a queen is condemned to lose her head.

Funeral doom, Renaissance lute, and drone music guided the performers in Caroline Beach’s horror-musical “In Darkness let me dwell” through shifting times and spaces. The interplay of video and live performance left them suspended between life and death.

In the end, the rebels did not achieve their goal of inventing witchcraft and therefore defeating the sun. But in this failure, there is also a moment of release: the literally headless state is free from order and control.
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Mysteriöse und ein wenig furchteinflößende Gestalten tummelten sich um und in der Nürnberger Akademie Galerie, auch für Passant*innen gut durch die blutverschmierten (oder zumindest rot-befleckten) Fenster zu sehen. Blutig wird es, weil eine Königin enthauptet werden soll.

Funeral Doom, Renaissancelaute und Drone-Musik führten die Performer*innen im Horror-Musical “In Darkness let me dwell” von Caroline Beach durch verschiedene Zeiten und Räume. Das Zusammenspiel von Video- und Live-Elementen ermöglichte ihnen, zwischen Leben und Tod zu schweben.

Das Ziel, als erste die Hexerei zu erfinden und die Sonne zu besiegen, erreichten die Widerständigen am Ende zwar nicht, aber im Scheitern steckt auch ein Moment der Befreiung: Der buchstäblich kopflose Staat ist frei von Ordnung und Kontrolle. 

Mit
Caroline Beach
Elena Louise Bastert Feuerhake
Sini Pfalzer
Benno Elender
Elke Nagel
Talaj Szöke
Band LARES
Noemi Calzavara
Eva Jaekel

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Seated in pedal boats and wearing headphones, the MIN audience set off on a leisurely excursion as part of Anke Eckardt’...
08/06/2025

Seated in pedal boats and wearing headphones, the MIN audience set off on a leisurely excursion as part of Anke Eckardt’s music installation. Yet what begins as a “perfect day” quickly turns into a distorted reflection, like a mirror image on rippling water. Voices in the headphones raise
probing questions: What is leisure, really? Under what conditions, and against which backdrop, does it unfold?
Brightly colored flamingos and ducks glide across the Dutzendteich, on the banks of which stands the massive congress hall built by the N***s. Birds, undisturbed by their artificial counterparts, continue to trace calm paths across the water. Until the scent of smoke is in the air and the sound
suddenly interferes.

Will the fire be extinguished in the second part of “Moreth Anhuman” at a former fire station? Here, a pack of strange creatures looks back into the past, steps into the future, and, at Heizhaus in Nuremberg, eventually comes to rest.
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Mit Kopfhörern im Tretboot brach das MIN-Publikum bei Anke Eckardts Musikinstallation zum Freizeitspaß auf. Wie ein Spiegelbild auf bewegter Wasseroberfläche wird der „perfekte Tag“ schnell zum Zerrbild. Die Stimmen im Kopfhörer werfen Fragen auf: Was ist Freizeit überhaupt? Unter welchen Bedingungen und vor welcher Kulisse findet sie statt?
Die knallbunten Flamingos und Enten gleiten über den Dutzendteich, an dessen Ufer die wuchtige, von den Nationalsozialisten erbaute Kongresshalle steht. Vögel lassen sich durch die künstlichen Artgenossen nicht stören und ziehen unbeirrt ihre Bahnen über das Wasser. Bis der Geruch von Rauch in die Nase steigt und der Ton gestört wird.

Wird der Brand beim zweiten Teil von „Moreth Anhuman“ im ehemaligen Feuerwehrhaus gelöscht? Ein Rudel seltsamer Tiere schaut hier in die Vergangenheit, geht in die Zukunft, und lässt sich am Ende doch im Nürnberger Heizhaus nieder.

Mit
Anke Eckardt
Antuum
Laura Kerschbaumsteiner
Julia Frischmann & Ruben Trawally

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Would you jump if your smartphone told you to after a countdown? Or suddenly start chasing the people around you? Or tha...
06/06/2025

Would you jump if your smartphone told you to after a countdown? Or suddenly start chasing the people around you? Or thank them for being there? In Army of Love, composer Amir Shpilman invited participants to follow precisely such instructions via a custom-designed web app. In the heart of Nuremberg’s Luitpoldhain, they were thus encouraged to experience the ambivalence of the individual and the masses. The location was no coincidence: once the site of massive rallies during the N**i era, the former N**i Party Rally Grounds are now a public park used amongst others for concerts.

As dusk settled over the area, participants began forming groups according to the colors on their phone screens or echoed the sounds from their speakers. By the time a voice finally declared, “Welcome to the Army of Love,” night had already fallen.
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Wenn Dein Smartphone Dir sagt, Du sollst bei Ablauf eines Countdowns hochspringen, tust Du es dann? Und wenn Du plötzlich die Menschen um Dich herum jagen sollst? Oder ihnen dafür danken, dass sie da sind? In „Army of Love“ lud der Komponist Amir Shpilman die Teilnehmer*innen über eine eigens programmierte Web-App dazu ein, genau solchen Anweisungen zu folgen. Auf dem Nürnberger Luitpoldhain konnten sie so die Ambivalenz von Individuum und Masse am eigenen Körper erfahren.
Der Ort war bewusst gewählt: Zu NS-Zeiten war das ehemalige Reichsparteitagsgelände Schauplatz von Massenaufmärschen. Heute ist das Gelände ein Park, der auch für Konzerte genutzt wird.

Noch in der Dämmerung begannen die Teilnehmer*innen, sich im Park nach den Farben ihrer Smartphone-Bildschirme zu gruppieren oder die Klänge ihrer Geräte nachzusingen. Als am Ende der Musikinstallation schließlich eine Stimme aus den Lautsprechern „Welcome to the Army of Love“ sagte, war es bereits Nacht geworden.

Mit
Amir Shpilman
Timo Kleinemeier
Kjell Wistoff
Felix Willen

Credits:
1: Video mit &
2–5, 7–8, 10–13: Fotos .b.haeuser

Adresse

Bucher Hauptstraße 53
Nuremberg
90427

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