14/09/2026
Man kann es ohne Übertreibung als eine Weltpremiere bezeichnen, was sich am Sonntagabend auf der Bühne des Deutsches Schallplattenmuseum zugetragen hat. Der Berliner Musiker und Sänger Christian Schönecker präsentierte auf Einladung der Nortorfer Kramer-Scheune erstmals vor Publikum sein Bühnenprogramm "Heinzigartig" - eine Hommage an Heinz Erhardt. Und am Flügel saß kein Geringerer als Robert Kreis - seines Zeichens einer der größten Kabarettisten unserer Republik.
Dass die Premiere hier stattfand, hat einen banalen Hintergrund. Denn entstanden ist die Idee zu dem Programm an selber Stelle vor eineinhalb Jahren, als Robert Kreis - ebenfalls auf Einladung der Kramer-Scheune - an zwei Abenden am Stück je ein umjubeltes Konzert gab. Bei einer gemütlichen Aftershow-Party mit allen Beteiligten, legte Kreis´ Begleiter Schönecker plötzlich los und kalauerte einen Heinz-Erhardt-Gag nach dem anderen zum allgemeinen Gelächter aller. Kramer-Scheune-Betreiber Holger Bauer ermunterte Schönecker daraus ein Programm zu machen und lud ihn zur Premiere nach Nortorf ein. Gesagt, getan. Nun war es soweit und das Museum war mal wieder ausverkauft. Zwei Stunden spielte und kalauerte der Entertainer ähnlich schlagkräftig wie sein Vorbild mit den Sätzen und Wörtern dass es eine wahre Freude war. Dicht am Original - stimmlich, inhaltlich und optisch bis hin zum typischen grauen Anzug, wie man ihn von Heinz Erhardt kannte.
Nach kaum enden wollendem Schlussapplaus verkündete Robert Kreis, dass er nach über 50 Jahren auf der Bühne demnächst seinen Abschied plane - nicht aber, ohne vorher nochmal am Flügel im Deutschen Schallplattenmusem sitzen zu wollen. "Das ist so eine tolle Location und ein solch tolles Team. Hier will ich einmal noch ein Konzert spielen", so der Niederländer.
Handschlag! Abgemacht!
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