04/05/2026
ETS 2 ab 2027: Das neue EU-Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr.
In zwei Jahren wird CO₂ im Gebäude- und Wärmesektor europaweit eingepreist. Das Europäische Emissionshandelssystem 2 (EU-ETS 2) ist ein neues eigenständiges System für Gebäude, Straßenverkehr und weitere Sektoren – ergänzend zum bestehenden EU-ETS 1, das bisher Energieerzeugung und Industrie abdeckt.
Ein überfälliger Schritt – aber kein Selbstläufer. Der Erfolg hängt davon ab, ob Deutschland den Kurs konsequent mitträgt und wie der soziale Ausgleich gelingt.
Prof. Dr. Sonja Peterson, Klimaökonomin am Kiel Institut für Weltwirtschaft, bringt ihre Perspektive auf der CONBAU Nord 2026 ein:
„Die EU setzt mit der CO₂-Bepreisung auf das richtige Leitinstrument der Klimapolitik – es ist wirksam, effizient und minimiert fehleranfällige, kleinteilige Regulierung. Diesen Kurs gilt es konsequent fortzuführen."
„Deutschland muss sich auf EU-Ebene klar dafür einsetzen, dass das ETS 2 nicht erneut verschoben wird – und als größter Emittent Europas durch ambitionierte komplementäre Maßnahmen dazu beitragen, den Preisdruck zu dämpfen. Gerade im Gebäudebereich sind flankierende Maßnahmen für den sozialen Ausgleich unverzichtbar. Höchste Zeit, dass Deutschland endlich seinen Klimasozialplan vorlegt."
Wie EU-Klimapolitik, Bundesinstrumente und sozialer Ausgleich ineinandergreifen, ist Thema der Session „Wohnraumförderung schafft Akzeptanz" am Donnerstag, 10.09.2026, von 09:20 bis 11:00 Uhr.
Speaker:
Prof. Dr. Sonja Peterson (Kiel Institut für Weltwirtschaft), Dr. Maik Krüger (Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport SH), Jörg Bierbass (Investitionsbank Schleswig-Holstein),
Moderation:
Dr. Christine Bertram (Investitionsbank Schleswig-Holstein).
CONBAU Nord 2026
Am 09. + 10. September 2026
Im Holstenhallen Congress Center Neumünster
Tickets: https://conbau-nord.de/de/tickets?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=conbau-nord-2026&utm_content=peterson-0526