29/11/2025
Murnau – Eine halbe Stunde. Das war Michael Montags Plan. Doch beim Treffen der Vereinsgemeinschaft, bei dem es um die wichtigsten Informationen zum Christkindlmarkt ging, konnte der Vorsitzende dieses Ziel nicht ganz halten. Obwohl vieles bewährt ist, gab es doch das eine oder andere Neue zu erzählen – und manches nochmal zu betonen. Was die zweite Bürgermeisterin Dr. Julia Stewens (Freie Wähler) betonte: „Es ist ein wichtiger Markt für Murnau.“ Am 13. und 14. Dezember ist es wieder so weit.
Im Grunde genommen bleibt fast alles beim Alten. Das verwundert nicht, trägt Tradition doch immer ein gewisses Maß an Bewährtem in sich. Aktuell seien 53 Stände angemeldet, sagte Montag beim Treffen der Vereinsgemeinschaft im Offiziersheim an der Barbarastraße. So viele seien es eigentlich immer. 19 Stände von Vereinen, 34 aus dem Gewerbe, darunter acht neue. Generell seien „viele Leute dabei, die uns die Stange halten“. Bahnhofstraße, Ödön-von-Horváth-Platz, Burggraben – das Terrain ist bekannt. Der Mittelpunkt sei wie gewohnt rund um den Christbaum. Das sei heuer „ein richtig schöner Baum“, schwärmte Montag.
Was das Thema Sicherheit angeht: Der Vorsitzende verwies nicht nur auf die Fluchtwege, etwa die Postgasse hinunter oder gen Bahnhof, er informierte auch, dass an jedem befahrbaren Zugang ein Fahrzeug geparkt sein soll, quasi als Blockade. Und „die Polizei wird sicher auftreten – uniformiert und zivil. Für Sicherheit und öffentliche Ordnung ist gesorgt“.
Ordnung muss sein
Apropos Ordnung: Von Behördenseite sei ihm mitgeteilt worden, dass der Boden der Stände abwischbar sein müsse. Montag hatte da gleich Rutschpartien bei winterlichen Temperaturen vor seinem geistigen Auge. Betonierte oder geteerte Böden seien kein Problem. Aber Kopfsteinpflaster müsse bedeckt werden. Das behördliche Schreiben möchte Montag allen Beteiligten weiterleiten. „Am liebsten würde ich Landrat Anton Speer einschalten.“ Dafür sprachen sich mehrere in der Runde aus. Das nahm der Vorsitzende als Auftrag mit. „Ich rufe den Toni an.“ Er erinnerte alle, die Speisen oder Getränke verkaufen, aber noch daran, bei der Gemeinde eine vorübergehende Gaststättenerlaubnis zu beantragen.
Auch über die Diensteinteilung informierte der Vorsitzende. Insgesamt sind mehr als 560 Stunden verteilt auf gut 20 Vereine und Organisationen von B wie Bergwacht – neu in der Vereinsgemeinschaft – über D wie die Riegseefischer bis T wie Trachtler eingeplant. „Ich glaube, dass es fair aufgeteilt ist“, meinte Montag. Das Markttreiben sei am Samstag von 11 bis 20 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Sonntagnacht sei dann „ein richtiges Ramadama“ angesagt. Ziel: „Dass wir um halb neun unseren Markt abgeräumt haben, aufgeräumt haben, eingelagert haben.“
Neben Ständen möchte der Christkindlmarkt der Murnauer Vereine mit einem Rahmenprogramm begeistern. Aktuell ist da noch Spielraum für Ergänzungen, vor allem am Sonntag. Einige Punkte sind aber schon fix. Als Beispiele nannte Montag das Jugendblasorchester, das mehrmals täglich spielt, der Familienverein Murmel lädt an beiden Tagen Kinder zum Basteln ins KTM-Foyer ein (14 bis 16 Uhr), am Samstag sind die Jagdhornbläser Murnau Werdenfels (13.45 Uhr), Cantamus (14.45 Uhr) und der Staffelseechor (17 Uhr) zu hören, obendrein gibt’s eine Feuershow (18 Uhr). Die Perchten kommen am Samstag um 18.45 Uhr sowie am Sonntag um 17.15 Uhr, und der Nikolaus schaut auch vorbei (Sonntag um 16 Uhr).
Die lebende Krippe „werden wir wieder aktivieren“, sagte Montag. Rund zehn Kinder konnte man dafür schon gewinnen, doch es werden mehr gebraucht. Die Krippe sei „ein Pol, der anzieht“, meinte Montag. Vorfreude zeigte er mit Blick auf die bevorstehende Aufgabe. „Unser Christkindlmarkt ist einfach was Tolles.“ Er sei eine große Gemeinschaftsleistung.
ANTONIA REINDL