Literaturfest München

Literaturfest München Literaturfest München 2026
21. - 30.4.2026 www.blog.litmuc.de

01/05/2026

Zwei Generationen ostdeutscher Erfahrungen, zwei bedeutende literarische Stimmen. Helga Schubert und Lukas Rietzschel sprachen mit Moderatorin Marie Schoess darüber, wie Freiheit und Demokratie neu verhandelt werden müssen - und stellten ihre aktuellen Bücher vor: »Luft zum Leben« (dtv) von Schubert sowie »Sanditz« (dtv) von Rietzschel.

🎵 Jackson Merryweather (Instrumental Version) - Roy Williams

29/04/2026

Das Panel zur dramatischen Kraft der Oper. Im Gespräch waren Star-Philosoph und Kulturtheoretiker Peter Sloterdijk, Literaturfest-Kuratorin, und Opern-Enthusiastin durch und durch, Dana Grigorcea sowie Moderator Claus Spahn. Live-Gesang gab es von Sopranistin Nontobeko Bhengu und Tenor Michael Butler, Stars des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, begleitet von Andreas Skouras, international gefeierter Münchner Pianist und Cembalist.

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28/04/2026

Von Exil und Entfremdung zu Hoffnung und Solidarität: Daniel Kahn präsentierte dem Literarurfest-Publikum bewegende, mitreißende Lieder zwischen Klezmer, Pop und Punk. Mit eigenen und Texten von Leonard Cohen, Tom Waits und vielen anderen. In verschiedenen Sprachen. Ein Abend zum Mitwippen, Mitsingen und Mitfühlen.

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✨DAS LITERATURFEST AM DIENSTAG (Teil 1)✨28. APRIL / 18.00 Uhr / MONACENSIA IM HILDEBRANDHAUS (Maria-Theresia-Str. 23)»GE...
27/04/2026

✨DAS LITERATURFEST AM DIENSTAG (Teil 1)✨
28. APRIL / 18.00 Uhr / MONACENSIA IM HILDEBRANDHAUS (Maria-Theresia-Str. 23)

»GEMEIN ODER FREI?«
LUKAS METZGER & THOMAS STRÄSSLE im Gespräch mit MAIKEN HAGEMEISTER
»Der Zauberberg« als Netflix-Serie? Triggerwarnung bei »Medea« oder, noch besser: moralische Entschärfung? Dürfen klassische Texte angepasst werden, um in unsere Gegenwart zu passen? Ein Panel über Fluch und Segen von Gemeinfreiheit.

Was wäre wenn… Gregor Samsa eines Morgens nicht als Ungeziefer, sondern als Schmetterling erwachte? Wenn Hans Castorp zusammen mit Madame Chauchat ins Tal gefahren wäre? Franz Kafka und Thomas Mann sind sind zwei berühmte Beispiele: Ihre Werke wurden kürzlich – 70 Jahre nach ihrem Tod – »gemeinfrei«. Ob klassische Prosa verfremdet und zu Serien verarbeitet, ob klassische Dramen ergänzt, erweitert und für ein heutiges Publikum textlich aufbereitet werden dürfen – darüber scheiden sich die Geister. Was ist zulässig – und was vielleicht sogar nötig? Insbesondere in Zeiten digitaler Verfügbarkeit ist Gemeinfreiheit nicht nur ein Thema von juristischer, sondern auch von politischer Virulenz. Mit Maiken Hagemeister von Wikimedia Deutschland diskutieren: Thomas Strässle, Präsident des Stiftungsrates der Max Frisch-Stiftung, und der Medienrechtsanwalt Lukas Mezger.


Eintritt frei. Anmeldung unter: [email protected]

23/04/2026

Rückblick zu einem besonderen Abend mit Maria Aljochina, Mitbegründerin von »Pussy Riot«, wichtige Stimme globaler Protestkultur und bekannteste Dissidentin Russlands. »Political Girl – Leben und Schicksal in Putins Russland« (Berlin Verlag, dt. von Nina Frey & Stephan Pauli) heißt ihr Buch, das sie dem Literaturfest-Publikum präsentierte. Moderiert von Alice Bota, gelesen von Kammerspiele-Star Jelena Kuljić und Musik von Eric J. Breitenbach.

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22/04/2026

»Entre nous«. 3 Fragen an Seraina Kobler. Gestellt von Literaturfest-Kuratorin Dana Grigorcea.

Die Autorin und Journalistin Seraina Kobler entwirft in ihrem aktuellen Roman »Tal der Schwalben« (Diogenes) eine nicht allzu ferne Schweizer Zukunft, in der die Städte zur »Metropolitane« zusammengewachsen sind, während die Alpen für die Stromversorgung zur Sperrzone erklärt wurden.

27. APRIL / 18.30 Uhr / LITERATURHAUS BIBLIOTHEK

Die Schweiz: Mitten in Europa und dabei neutral, unabhängig, »frei«. Wie sieht es aus mit der Schweizer Verantwortung in Europa – angesichts der Weltlage? Kann die Eidgenossenschaft sich die neutrale Position weiterhin leisten?

Das fragt Daniel Binswanger, Co-Chefredakteur des unabhängigen Schweizer Online-Magazins »Republik«, zwei der prominentesten politisch engagierten Schriftstellerinnen des Landes.

Neben Seraina Kobler sitzt auch Zora del Buono auf dem Podium. Zora del Buono (Schweizer Buchpreis 2024 für »Seinetwegen«) hinterfragt mit analytischem Blick vermeintliche Idyllen, so auch in ihrer Erzählung »Tanz der Fliegen« (in der Reihe »Das Gramm«), in der sie reiche Schweizer vom Vorruhestand träumen lässt. Zu dritt diskutieren sie das Spannungsfeld zwischen nationalem Sonderweg und globaler Verantwortung.

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🎨 GESTALTUNG ©️ Marion Blomeyer/Lowlypaper

🎵 Showers of Peace - American Legion

21/04/2026

21.4. bis 30.4. / täglich 11-22 Uhr / LITERATURHAUS FOYER

(Ausnahme: DO, 30.4., ab 18.00 Uhr)

Ab heute können die Besucher*innen des Literaturfests eine besondere Art der Ausstellung erleben: Mit einfachsten künstlerischen Mitteln komprimiert Dan Perjovschi komplexe Zusammenhänge und hebt die Grenzen zwischen Zeichnung, Grafik, Comic und Konzeptkunst auf.

Aufgewachsen im Rumänien der Ceaușescu–Diktatur erlebte Dan Perjovschi Zensur, Überwachung und staatliche Kontrolle aus nächster Nähe; diese Erfahrung prägt sein gesamtes künstlerisches Werk. Mit schnell gezeichneten Symbolen, Wortspielen und Piktogrammen kommentiert er gesellschaftliche und politische Themen mit Ironie, Witz und kritischer Klarheit. Kapitalismus und Krieg, Migration und Medien, Macht und Ohnmacht und immer wieder Freiheit als Leitthema – all das verdichtet Dan Perjovschi in wenigen Linien. Humor ist dabei kein dekoratives Mittel, sondern eine Strategie des Widerstands. Lachen öffnet Denkraum.

Dan Perjovschis Arbeiten waren im MoMA New York, in der Tate Modern London, im Centre Pompidou Paris oder im Moderna Museet Stockholm zu sehen; im April 2026 eröffnet er eine neue Ausstellung in Madrid (Gallery 17) parallel zu weiteren Projekten in europäischen Institutionen. Dennoch verweigert er sich konsequent der Aura des Abgeschlossenen: Seine Werke entstehen direkt auf Wänden, Glasflächen oder Böden – ortsgebunden, vergänglich.

Diese Haltung macht ihn zur idealen künstlerischen Stimme des Literaturfests München 2026: Perjovschi wird aktiver Begleiter des Festivals sein und entwickelt im Foyer des Literaturhauses (3. OG) eine wachsende Ausstellung. Die Zeichnungen entstehen live, Tag für Tag, im Austausch mit allen Mitwirkenden. Die Installation verändert sich, reagiert auf Gespräche, Lesungen, politische Debatten – und verschwindet nach dem Festival wieder. Auch das ist Freiheit: Präsenz statt Archiv.

🎟️ Eintritt frei. Alle Infos unter www.literaturfest-muenchen.de oder im Link in Bio.

🎨 GESTALTUNG ©️ Marion Blomeyer/Lowlypaper

🎵 Showers of Peace - American Legion

19/04/2026

FILMEABENDE / LITERATURHAUS SAAL + BAR IM FOYER

Im Rahmen des Literaturfests wird an fünf Abenden zum gemeinsamen Filmschauen eingeladen. Ganz ohne Eintritt kann sich das Publikum im Literaturhaus-Saal einfinden und mitsamt Bar im Foyer nebenan den Tag ausklingen lassen.

Dana Grigorcea hat eine Auswahl bemerkenswerter internationaler Filme zusammengestellt, die sich auf unterschiedliche Art – inhaltlich wie künstlerisch – mit der Freiheit beschäftigen. Sie machen deutlich, wie Kunst und Kreativität selbst in repressiven Systemen Räume der Freiheit öffnen.

MI, 22. APRIL / 22.00 Uhr:
»PUSSY RIOT: A PUNK PRAYER«
Mike Lerner & Maxim Pozdorovkin

FR, 24. APRIL / 22.00 Uhr:
»KOLLEKTIV: KORRUPTION TÖTET«
Alexander Nanau

MO, 27. APRIL / 22.00 Uhr:
»DAS NEUE EVANGELIUM«
Milo Rau, 2020

DI, 28. APRIL / 22.00 Uhr:
»AFERIM!«
Radu Jude

MI, 29. APRIL / 22.00 Uhr:
»MARSCHALL TITOS GEIST«
Vinko Brešan

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🎵 Memory of Summer (William Claeson)

30. APRIL / 20.30 / LITERATURHAUS SAAL & STREAMUSA – drei kleine Buchstaben, die für einen großen Traum stehen: Für Yank...
12/04/2026

30. APRIL / 20.30 / LITERATURHAUS SAAL & STREAM

USA – drei kleine Buchstaben, die für einen großen Traum stehen: Für Yankees und Hippies, Sitting Bull und Buffalo Bill, Grand Canyon und Silicon Valley. Für Moby Dick und Donald Duck, Apollo 11 und Route 66, Moonwalk und Wall Street. Was ist übrig vom American Dream? Heute vor allem ein politisches und gesellschaftliches Spannungsfeld. Quo vadis USA? Zeit, sich gemeinsam an den Traum von Freiheit zu erinnern, und ihn zu feiern – mit großer Literatur und ikonischer Musik.

Der opulente Band »I Have a Dream« (Manesse Verlag) versammelt ein epochenumspannendes Panorama amerikanischer Texte: Reden und Reportagen, Geschichten und Gedichte, Briefe und Songs. Klassiker stehen neben weniger bekannten Stimmen, historische Proklamationen neben poetischen Reflexionen.

Lisa Wagner (Residenztheater, »Die Affaire Cum-Ex« u. a.) und Thomas Loibl (»Die Wannseekonferenz«, »Konklave« u. a.) lesen eine Collage aus so berühmten wie überraschenden Texten, von Benjamin Franklin und James Baldwin über Kurt Cobain bis zu Jonathan Franzen, von Carson McCullers und Patricia Highsmith über Toni Morrison bis zu Miranda July. Herausgeber Horst Lauinger zeigt im Gespräch mit Literaturkritiker und Autor René Aguigah, warum es gerade jetzt lohnt, die Vielfalt der US-Amerikanischen Literatur zu feiern. Und die Münchner Musikerin und Sängerin Anna Veit interpretiert ikonische Songs aus dem American Songbook mit unverwechselbarer Stimme.

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📷 René Aguigah ©️ Carolin Görgen, Thomas Loibl ©️ Nils Schwarz, Lisa Wagner ©️ Joel Heyd, Anna Veit ©️ Uli Neumann

30. APRIL / 18.30 / LITERATURHAUS BIBLIOTHEKEindrucksvoll zeigen Leben und Werk des Siebenbürgers Eginald Schlattner, wi...
09/04/2026

30. APRIL / 18.30 / LITERATURHAUS BIBLIOTHEK

Eindrucksvoll zeigen Leben und Werk des Siebenbürgers Eginald Schlattner, wie sich Diktaturen in Biografien einprägen. Ein Abend über das Anschreiben gegen feindliche Narrative.

Eginald Schlattner (Jahrgang 1933) ist einer der wichtigsten literarischen Zeitzeugen der kommunistischen Diktatur in Rumänien. Für sein Werk und seine Erinnerungsarbeit wurde der rumäniendeutsche Pfarrer, der nach wie vor im siebenbürgischen Rothberg lebt und wirkt, vielfach ausgezeichnet (Bundesverdienstkreuz am Bande u. a.). Unter dem Druck der Securitate wurde er in den 1950er-Jahren selbst zum Denunzianten; in seinen Romanen »Rote Handschuhe« (Hanser, 2001) und »Der geköpfte Hahn« (dtv, 1998) setzt er sich eindringlich damit auseinander, erzählt von eigener und fremder Schuld und dem Ringen um innere Freiheit.

Über das Schreiben in (und trotz) Diktaturen kommen ins Gespräch: Ingo Schulze, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und eine der wichtigsten Stimmen der deutschen Literatur nach der Wende, und die Berliner Literaturwissenschaftlerin und Schlattner-Expertin Michaela Nowotnick.

Literaturfest-Kuratorin Dana Grigorcea liest exemplarische Passagen aus Schlattners Romanen; es moderiert der deutsch-rumänische Journalist und Politologe Robert Schwartz, Intendant von Radio România.

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📷 Ingo Schulze ©️ Gaby Gerster, Michaela Nowotnick ©️ Thorsten Klapsch, Dana Grigorcea ©️ Gabi Hirit, »Der geköpfte Hahn« (dtv, 1998)

29. APRIL / 20.30 / LITERARURHAUS SAAL & STREAMEine junge Frau spaziert nach der Arbeit durch Ost-Berlin. Eine Autorin w...
08/04/2026

29. APRIL / 20.30 / LITERARURHAUS SAAL & STREAM

Eine junge Frau spaziert nach der Arbeit durch Ost-Berlin. Eine Autorin wartet in Moskau darauf, die berühmte Primaballerina Galina Ulanowa treffen zu dürfen. Ein Kind atmet zum ersten Mal, eine Großmutter stirbt. In ihrem neuen Band »Luft zum Leben« (dtv) hat Helga Schubert Erzählungen aus sieben Jahrzehnten zusammengestellt, viele davon erstmals veröffentlicht. Lakonisch und beobachtungsstark dokumentieren sie den Alltag in der DDR damals und heute, erzählen von Diktatur und innerer Freiheit.

Lukas Rietzschel, geboren 1994 in der Oberlausitz, erzählt in seinem neuen Roman »Sanditz« (dtv) vom Leben in einem ostdeutschen Dorf, das durch politische Umbrüche, familiäre Konflikte und soziale Spannungen geprägt wird. Er porträtiert eine verunsicherte Generation, die zwischen Corona-Pandemie, Ukrainekrieg, Abwanderung und Perspektivlosigkeit nach Halt sucht, und erlebt, wie globale Krisen den dörflichen Alltag und private Beziehungen nachhaltig verändern.

Zwei Generationen ostdeutscher Erfahrungen, zwei prägnante literarische Stimmen: Helga Schubert und Lukas Rietzschel sprechen darüber, wie Freiheit und Demokratie neu verhandelt werden müssen.

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🎨 GESTALTUNG ©️ Marion Blomeyer/Lowlypaper

📷 Lukas Rietzschel ©️ Alexandra Polina, Helga Schubert ©️ Eddy Zimmermann / Rabauke Filmproduktion, »Sanditz« (dtv), »Luft zum Leben« (dtv)

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Salvatorplatz 1
Munich
80333

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