09/11/2025
Barockes von Mozart bis zu den Beatles
Das Herbstkonzert des Kammerorchesters am 16. November hat wieder einige Überraschungen, diesesmal aus dem Barock, im Programm.
Manchmal beginnt etwas Neues mit einem kaputten Klavier.
„Es hatte nur die Hälfte der Hämmer, und auch die gingen immer mehr kaputt. Und als es schon ganz schlimm war, da habe ich halt stumm gespielt und mir einen Klang vorgestellt, der wunderschön war. Das war vielleicht eine erste kompositorische Übung.“ Erzählt der 1935 im estnischen Paide geborene Arvo Pärt. Aus der Not machte er eine Tugend und entwickelte aus dem ursprünglichen Mangel dann etwas ganz Neues: seinen ganz eigenen minimalistischen Stil, der sich durch die Konzentration auf das Wesentliche, der Befreiung von unnützen Schnörkeln auszeichnet.
Die Suche nach der einen passenden Note führte ihn zu Schostakowitsch, Prokofjew und Bartók, dann zu Zwölftonmusik und dem Serialismus. Doch auch hier waren zuviel musikalische Zwänge, die er dann mit Collagen, der Vermischung fremder Musik mit eigenen Kompositionen, überwand. So entstand 1964 die Collage über B-A-C-H.
Bei der Uraufführung von Arvo Pärts Tabula Rasa in Tallinn begleitete Alfred Schnittke Gidon Kremer und Tatjana Gridenko am Klavier. Als Vertreter der Avantgarde war Pärts Musik natürlich hoch interessant für ihn, gleichzeitig war er fasziniert von Barockmusik, wie man in seiner „Suite im alten Stil“ sehr deutlich hört.
Karten für das Konzert „Barockes aus zweiter Hand“ am 16. November um 17:00 in der Stadthalle gibt es bei der Volksbank in Metzingen, der Touristinformation beim Rathaus, beim Musikhaus Beck und online: www.kammerorchester-metzingen.de