Telemann-Zentrum Magdeburg

Telemann, aber … war er eigentlich berühmt?Wer heute an Barockmusik denkt, landet schnell bei Bach oder Händel. Im 18. J...
10/09/2026

Telemann, aber … war er eigentlich berühmt?

Wer heute an Barockmusik denkt, landet schnell bei Bach oder Händel. Im 18. Jahrhundert sah das Bild etwas anders aus.
Georg Philipp Telemann gehörte zu den angesehensten und weit verbreiteten Komponisten seiner Zeit. Seine Werke wurden gedruckt, gespielt und über Ländergrenzen hinweg verbreitet. Seine Musik war in Frankreich bekannt, bevor er selbst 1737 nach Paris reiste. Dort traf er auf Musiker, die seine Werke längst kannten und aufführten.

Und Telemann komponierte nicht nur: Er kümmerte sich auch um Veröffentlichung, Subskriptionen und Vertrieb seiner Musik. Ein Komponist also, der ziemlich genau wusste, wie er sein Publikum erreichen konnte.
Dass sein Name später lange hinter Bach und Händel zurücktrat, gehört zu einer ganz anderen Geschichte.

🎻Also: War Telemann berühmt?
Zu seiner Zeit: ziemlich eindeutig ja.

Mit unserer neuen Reihe „Telemann, aber …“ schauen wir genauer hin: auf den Menschen hinter der Musik, auf überraschende Geschichten und auf Fragen, die man sich vielleicht schon immer einmal stellen wollte.

❓Was wollt ihr über Telemann wissen?

Telemann und seine „Bluhmen-Liebe“Dass Georg Philipp Telemann ein leidenschaftlicher Gartenfreund war, wissen heute nur ...
08/09/2026

Telemann und seine „Bluhmen-Liebe“

Dass Georg Philipp Telemann ein leidenschaftlicher Gartenfreund war, wissen heute nur wenige. Dabei beschäftigte er sich intensiv mit Pflanzen, sammelte seltene Gewächse und pflegte einen eigenen Garten in Hamburg.

Seine Begeisterung für die Botanik verband ihn mit einem weitreichenden Netzwerk: Von Musikerkollegen wie Georg Friedrich Händel und Johann Georg Pisendel bis zu Naturforschern und Gartenfreunden erhielt Telemann Samen, Zwiebeln und Pflanzen aus verschiedenen Teilen Europas. 1742 dokumentierte er rund 70 Pflanzen in seinem Gartenverzeichnis.

Auch nach Bad Pyrmont zog es den Komponisten mehrfach zur Kur. Vor 20 Jahren wurde hier, im historischen Kurpark, ein Telemann-Garten eingeweiht.

Zum 20-jährigen Bestehen blickt der Magdeburger Telemann-Forscher Ralph-Jürgen Reipsch auf diese besondere Seite des Komponisten: Welche Pflanzen liebte Telemann? Wie gelangten exotische Gewächse in seinen Garten? Und wie fand seine Naturbegeisterung Eingang in seine Musik?

🌱 Festvortrag „Georg Philipp Telemanns ‚Bluhmen-Liebe‘“
📅 Sonntag, 13. September 2026, 11 Uhr
📍 Beletage, Pyrmont, Bad Pyrmont

Der Eintritt ist frei.

07/09/2026

Ein musikalischer Rückblick auf #613: UNERSCHÖPFLICHE VERZIERUNGSKUNST

Mit Ludus Instrumentalis ging es am Sonntag auf Entdeckungsreise durch die kunstvolle Welt der barocken Verzierung. Telemann, Geminiani, Benda und Bach zeigten: Eine Melodie ist erst der Anfang.

Danke für diesen klangvollen Auftakt unserer 65. Sonntagsmusik-Saison!

Eine Melodie, unzählige Möglichkeiten: In der Barockmusik gehörte das kunstvolle Verzieren zum musikalischen Handwerk. T...
02/09/2026

Eine Melodie, unzählige Möglichkeiten: In der Barockmusik gehörte das kunstvolle Verzieren zum musikalischen Handwerk. Triller, Läufe und Umspielungen waren nicht bloß Schmuck, sondern gaben Musikerinnen und Musikern Raum für Ausdruck und eigene Gestaltung.

Bei der 613. Sonntagsmusik wird genau diese Kunst zum Programm: Werke von Georg Philipp Telemann, Francesco Geminiani, Jiří Antonín Benda und Johann Sebastian Bach zeigen, wie vielfältig musikalische Verzierung sein kann.

🎶 UNERSCHÖPFLICHE VERZIERUNGSKUNST
Sonntag, 6. September 2026 | 11 Uhr
Gesellschaftshaus Magdeburg
Mit Ludus Instrumentalis

🎟️ Karten: 9,50–13,50 €

Wer genau hinhört, wird merken: Barockmusik ist selten so „festgelegt“, wie man vielleicht denkt.

02/09/2026

Jeden ersten Sonntag erklingt von September bis April im Magdeburger Gesellschaftshaus Sonntagsmusik. Die Reihe zählt zu den traditionsreichsten ihrer Art in Deutschland.

25/08/2026

Freuen Sie sich auf acht Sonntagsmatineen im Gesellschaftshaus Magdeburg mit herausragenden Ensembles und Solistinnen und Solisten der Alten Musik:

🎻 06.09.2026 – Unerschöpfliche Verzierungskunst
🎺 04.10.2026 – Glänzende Pracht
🎼 01.11.2026 – Feinstes Gewebe
✨ 06.12.2026 – Adventskonzert
🎭 10.01.2027 – Telemannische Kurzweil
🇫🇷 07.02.2027 – Telemann und die Lullisten
🇫🇷 07.03.2027 – Telemann in Paris
🎶 04.04.2027 – „Durchlauchtige Ergötzung“

Ob barocke Virtuosität, festliche Trompetenklänge, französische Eleganz oder musikalischer Humor – die neue Saison zeigt die Vielfalt von Georg Philipp Telemanns Schaffen und seiner europäischen Musikwelt.

🎫 Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets und begleiten Sie uns durch die Telemann-Sonntagsmusik 2026/2027!

19/08/2026

🎶 Sonntagsmusik 613: „Unerschöpfliche Verzierungskunst“
Was erwartet euch bei der nächsten Sonntagsmusik? Fynn Liess aus dem Künstlerischen Management & Dramaturgie gibt im Video einen kleinen Einblick ins Programm – und natürlich eine persönliche Einladung zum Konzert.
Wer neugierig geworden ist: Am besten den Vormittag am 6. September schon einmal für Musik reservieren. ✨

🎼 613. Sonntagsmusik – „Unerschöpfliche Verzierungskunst“
Alle Informationen zum Konzert und zu den Mitwirkenden findet ihr auf unserer Website.

👉 Mehr erfahren & Tickets:
telemann.de – Unerschöpfliche Verzierungskunst

  – Stolz auf internationale Begegnung „Lust und Fleiß kann Wege finden.“ Diese Maxime des Komponisten und Weltbürgers G...
18/08/2026

– Stolz auf internationale Begegnung

„Lust und Fleiß kann Wege finden.“ Diese Maxime des Komponisten und Weltbürgers Georg Philipp Telemann (1681–1767) spricht uns bis heute an, denn neue Wege entstehen dort, wo Begeisterung, Offenheit und Ausdauer zusammenkommen. Seit seiner Gründung im Jahr 1961 setzt sich der Telemann-Arbeitskreis dafür ein, das reiche musikalische Erbe Georg Philipp Telemanns kontinuierlich zu erschließen und dabei immer wieder neu zu entdecken. 1962 rief er die Magdeburger Telemann-Festtage ins Leben, die dann bald von der Stadt Magdeburg und ihrem Telemann-Zentrum veranstaltet wurden. Zunächst wenig international, eröffneten sich nach 1990 für die Telemann-Festtage neue Wege: Durch Internationalität und die Einbeziehung von Künstlerinnen und Künstlern aus vielen Ländern konnte sich das Festival in der europäischen Festivallandschaft profilieren.
Heute stehen die Telemann-Festtage für spannende Projekte, fantastischen internationalen kulturellen Austausch, Vermittlung, musikalische Entdeckungen und die Erfahrung, dass Vielfalt und Freiheit der Kunst Räume schaffen, in denen Menschen, Ideen und Klänge einander begegnen. Genau darauf sind wir stolz.
Telemann-Zentrum Magdeburg und Arbeitskreis „Georg Philipp Telemann“ Magdeburg e. V.

Foto: Viktoria Kühne

  - Stolz auf grenzenlose Inspiration „Ein Aufmerckender könnte von ihnen, in 8. Tagen, Gedancken für ein gantzes Leben ...
11/08/2026

- Stolz auf grenzenlose Inspiration

„Ein Aufmerckender könnte von ihnen, in 8. Tagen, Gedancken für ein gantzes Leben erschnappen“, schrieb Georg Philipp Telemann (1681–1767) in seiner Autobiografie im Jahr 1740 über die Begegnung mit polnischen Musikern und der von ihnen gespielten Volksmusik. Für Telemann war die Begegnung mit fremden Klängen und Kulturen eine lebenslange Bereicherung. Seine Offenheit gegenüber polnischer, französischer und italienischer Musik sowie europäischen und außereuropäischen Kulturen zeigt uns bis heute, dass kultureller Austausch inspiriert und Kreativität entfacht! – Darauf sind wir stolz – und darauf, dass Telemanns Musik Menschen aus vielen Ländern der Welt in unserer Gesellschaft verbindet und junge Menschen beim Internationalen Telemann-Wettbewerb in Magdeburg zusammenführt.
Internationale Telemann-Gesellschaft e.V. | Prof. Dorothee Oberlinger (Präsidentin)

  Stolz auf kulturellen Austausch„Erst war es der Polnische, dem folgete der Frantzösische, Kirchen= Cammer= und Opern=S...
11/08/2026


Stolz auf kulturellen Austausch

„Erst war es der Polnische, dem folgete der Frantzösische, Kirchen= Cammer= und Opern=Styl, und was sich nach dem Italiänischennennet [...]“.� Georg Philipp Telemann in seiner Autobiografie aus dem Jahr 1729.

Europa war für Georg Philipp Telemann (1681–1767) ein grenzenloser Inspirationsraum. Er blickte weit über Tellerränder hinaus. Polnischen Esprit, Französische Eleganz, italienische Virtuosität und weitere europäische Einflüsse verband er zu einer unverwechselbaren musikalischen Sprache. Seine Offenheit gegenüber anderen Kulturen machte ihn zu einem der vielseitigsten Komponistenpersönlichkeiten und zu einem Trendsetter seiner Zeit. Eine solche Neugier und echte Wertschätzung für die Identität des Anderen und bisweilen Fremden sind Fundamente (nicht nur) des Kulturaustauschs. Sie zeigen uns, dass Vielfalt keine Grenzen schafft, sondern neue Horizonte öffnet. Genau diese lebendige Tradition der Offenheit prägt unsere Arbeit bis heute – für ein Europa, das stolz auf seine Vielfalt ist.
Telemann-Zentrum Magdeburg

Adresse

Schönebecker Straße 129
Magdeburg
39104

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