29/10/2022
Ludger Storcks
Die Vorbereitung für das Ausstellungswochenende "Tanzfotografie – Ponderosa 2019 – 2022” (vom 5. bis 6.11.2022) laufen auf Hochtouren und wir freuen uns schon, die Türen vom Taubenblau bald für Euren Besuch öffnen zu können. Um Euch auf die Ausstellung einzustimmen, haben wir ein kleines Interview mit Ludger vorbereitet:
Mit Ponderosa verbindet Ludger den Tanz, Improvisation, die Offenheit und Ungewissheit, die stetige Veränderung. Unabhängig von Ponderosa hat er sich von Anfang an mit Stolzenhagen selbst und der Landschaft, der Natur sehr verbunden gefühlt.
Wie hat sich dieses Gefühl entwickelt?
Ponderosa ist für mich über die Jahre ein künstlerisches Zuhause geworden. Das Gut selbst und Stolzenhagen natürlich auch. Der Bezug zur Landschaft und zur Natur ist über die Jahre immer mehr gewachsen. Ich mag den Juni im Überfluss des späten Frühlings und frühen Sommers, die unzähligen Blüten, die Bienen und alle Insekten. Den Oktober mag ich wegen der vielen Veränderungen in der Natur, dem frühen Nebel und dem Licht im Bruch.
Wie bist du zur Fotografie gekommen und was inspiriert dich?
Als Jugendlicher habe ich viel gemalt. Während eines Schüleraustausches in Hod Hasharon in Israel hat mir mein Gastvater seine alte Spiegelreflexkamera aus den frühen Sechziger Jahren zum Abschied geschenkt. Das war ein Anfangspunkt denke ich. Farbe, Textur, Form und Licht interessieren und faszinieren mich stets aufs Neue.
Worum geht es dir bei der Ausstellung und was bedeutet sie für dich als Künstler?
Während der letzten drei Jahre Zusammenarbeit mit Ponderosa ist ein überraschender Reichtum an relevanten Bildern entstanden. Diese Ausstellung gibt mir die Möglichkeit, zumindest einige davon materiell wieder in den sozialen und künstlerischen Kontext zurückzugeben, aus dem sie stammen.
Die Ausstellung gibt mir zudem die Möglichkeit mich zum ersten Mal überhaupt ausgiebig mit der Herstellung von großen Drucken zu beschäftigen.
Die richtige Aufnahme zu machen ist oft nicht einfach. Erzähl' uns in der Ausstellung von deinen abenteuerlichsten Fotos.
Ach, das wüsste ich gar nicht so genau zu sagen. Es war für mich wunderbar als mich Kathleen ( Hermsdorf ) während des P.O.R.C.H. training module 2019 für drei Wochen in ihre Morgenklasse eingeladen hat. Ich konnte erstmal eine ganze Woche nur mit der Gruppe tanzen, bevor ich überhaupt die Kamera hervorgeholt habe. Dieses großzügige Maß and Zeit und Raum um sich miteinander einzulassen hat damals jede Menge Vertrauen und Offenheit und einen wirklich gemeinsamen Raum ermöglicht, in dem die Bilder dann geschehen konnten. Zwei der Bilder davon hängen auf der Ausstellung im Wohnzimmer, direkt rechts vom Eingang ins Haus.
Inwieweit hat dich das Haus Taubenblau in diesem Prozess inspiriert?
Das Haus hat mich von Beginn an in seiner künstlerischen und verspielten Architektur angesprochen. Für mich war sofort der Raum für eine künstlerische Installation sichtbar. Das Haus hat außerdem eine wichtige Geschichte für das Dorf. Auch wenn ich darüber nicht allzu viel weiss, war ich mir darüber während der gesamten Vorbereitung bewusst.
PS: Der Besuch der Ausstellung während des Eröffnungswochenendes ist kostenlos und ihr braucht dafür keine Anmeldung. Möchtet ihr an diesem Wochenende im Taubenblau übernachten und vielleicht auch am Artist Dinner und am Frühstücksbrunch teilnehmen, schreibt uns bitte an [email protected]
Alle Infos zum Wochenende findet ihr auch hier: https://www.seminarhausbrandenburg.de/specialevents/