Ludwig-Windthorst-Haus (LWH)

Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) Katholisch-Soziale Akademie des Bistums Osnabrück / Heimvolkshochschule
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Gerhard-Kues-Str. 16
49808 Lingen (Ems) Prägend: Das Logo der Jahre 1975-1992.

Als Werner Remmers 1962 die Leitung des Ludwig-Windthorst-Hauses übernahm, stand da in dem kleinen Ort Holthausen bei Lingen nur ein Rohbau, und der auch noch unter Wasser. Einen Namen für die Ein­richtung gab es ebensowenig. So musste Remmers zunächst den Bau trockenlegen, ehe das Haus dann am 25. August 1963 durch den damaligen Osnabrücker Bischof Helmut Hermann Wittler eingeweiht werden und sei

ne Arbeit aufnehmen konnte. Dass es überhaupt so weit kam, war der Ölraffinerie am Ort zu verdanken, die Holthausen zu großem Reichtum gebracht hatte. Der damalige Bürgermeister Gerhard Kues entschied dann, dem Bistum Osnabrück ein zwei Hektar großes Grundstück und eine Million Mark für den Bau eines Bildungshauses zu schenken. Der Name für dieses Haus war dann auch schnell gefunden. Mit Ludwig Windthorst hatte man einen katholischen Politiker als „Paten“ ausgesucht, der von 1871 – 1891 das Emsland im Deutschen Reichstag in der Fraktion der Zentrumspartei vertrat. „Dieser kluge Kopf im Zentrum“ hat nie aus seiner persönlichen Überzeugung ein Hehl gemacht und war nicht zuletzt dank seiner Intelligenz und Schlagfertigkeit einer der wirklich ernst zu nehmenden Gegner Bismarcks im Deutschen Reichstag. Was aber hat das – außer dem lokalen Bezug – mit einem Bildungshaus im Emsland zu tun? Von Beginn an verstand sich das Ludwig-Windthorst-Haus als Plattform für die Diskussion aktueller gesellschaftspolitischer und kirchlicher Themen. Ob kommunale Gebietsreform oder Atomkraftwerk, ob Zweites Vatikanum oder Würzburger Synode, ob Papst oder Biogas – diese Themen konnte und kann man mit Experten wie mit Berühmtheiten im LWH durchsprechen. Bei allen Themen sollte und soll jede Seite zu ihrem Recht kommen – wie Windthorst einst das gleiche Recht für alle gefordert hat. Jede Bürgerin, jeder Bürger soll seine Meinung zum Ausdruck bringen und reflektieren können. In diesem Sinne stellt die politische Bildung ein Kernthema des Hauses dar. Dafür ist das LWH schnell ein wichtiger und gefragter Ort geworden – Anfang der Siebziger Jahre zeigte sich, dass das Haus aus allen Nähten platzte. Es entstand ein für die damalige Zeit außergewöhnlich moderner Erweiterungsbau mit Aula und Kapelle und verbindendem Foyer. Grundform war das Sechseck, welches jede Seite zu ihrem Recht kommen lassen sollte – der Raum des mündigen Bürgers wie des mündigen Christen. Der Entwurf stammte von dem Hamburger Architekten Walter Bunsmann, die künstlerische Ausgestaltung übernahm Ferdinand Hees aus Papenburg. Das LWH ist nicht nur Katholisch-Soziale Akademie des Bistums Osnabrück, sondern auch eine der großen Heimvolkshochschulen des Landes Niedersachsen, also ein Zentrum für Fort- und Weiterbildung von Erwachsenen im Nordwesten der Republik. Standen in der ersten Phase zum Beispiel lange Ehevorbereitungskurse und vor allem Ausbildungsgänge im Bereich der Krankenpflege im Vordergrund, so sind es heute Lehrerfortbildung und Fortbildung von Erzieherinnen, die stärker im Vordergrund der Arbeit stehen. Zu einer Heimvolkshochschule gehört nicht nur die trockene Vermittlung von Lerninhalten, sondern es geht auch darum, ein wenig Abstand vom Alltag zu gewinnen und Erfahrungen mit anderen Menschen auszutauschen. Damit das besser gelingt, kommt es auch auf die „Lernumgebung“ an: Im Garten stehen Heuerhäuser, die Liebhaber vor dem endgültigen Untergang gerettet und liebevoll wieder aufgebaut haben: 1969 wurde das rietgedeckte Heuerhaus errichtet, das bis heute als gemütlicher Abendraum genutzt wird, vor allem auch wegen seines offenen Kaminfeuers. In den achtziger Jahren entstanden die Scheune und das „Neue Heuerhaus“, das heute als großer Speisesaal dient. Werner Remmers wurde 1976 Kultusminister. Auf ihn folgte Walter Klöppel, der ihn schon lange Jahre als Stellvertreter unterstützt hatte. Es folgten als Akademieleiter Reinhold Jackels (1991-2008), Barbara Korte-Terfehr (2008-2010), Michael Reitemeyer (2010-2020), Hubert Wissing (2020-2021) und für eine anschließende fünfmonatige Interimsphase Heiner Pott. Seit Juli 2021 ist Marcel Speker Direktor des LWH. Von 2009 bis 2013 konnte das LWH mit Mitteln des Bundes, des Landes Niedersachsen, des Landkreises Emsland, der Stadt Lingen und des Bistums Osnabrück gründlich renoviert werden. Mit seinen 75 Mitarbeitenden, 88 Zimmern, 137 Betten und 14 Seminarräumen kann es nun gut 20.000 Gäste im Jahr aufnehmen.

🌍📚 Raus aus dem Schulalltag, hinein in neue Perspektiven: Auf Lefkada lernten Lehrkräfte aus dem Erasmus+-Konsortium des...
03/06/2026

🌍📚 Raus aus dem Schulalltag, hinein in neue Perspektiven: Auf Lefkada lernten Lehrkräfte aus dem Erasmus+-Konsortium des LWH, wie sie mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) ihre Stärken gezielt aktivieren können.

Neben wissenschaftlich fundierten Methoden standen der Austausch mit europäischen Kolleg:innen, Einblicke in das griechische Bildungssystem und der Besuch einer Schule vor Ort im Mittelpunkt. Das Ergebnis: neue Impulse für Unterricht und Schule – und ein gestärktes Bewusstsein für die eigenen Ressourcen.

Denn gute Schule braucht starke Lehrkräfte. 💡🍀 Link zum Bericht im ersten Kommentar! 👇

🤖✝️ Kann eine Maschine moralisch handeln? Und kommt die Kirche mit ihrer Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz ...
29/05/2026

🤖✝️ Kann eine Maschine moralisch handeln? Und kommt die Kirche mit ihrer Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz zu spät?

Mit seiner ersten Enzyklika „Magnifica Humanitas“ macht Papst Leo XIV. die Künstliche Intelligenz zu einem Schlüsselthema kirchlicher Sozialethik. Er würdigt die Chancen der Technologie, warnt zugleich aber vor einer Entwicklung, in der wirtschaftliche Interessen, technischer Machbarkeitsglaube und die Optimierung des Menschen die Würde des Einzelnen verdrängen.

Doch welche Orientierung bietet die Enzyklika konkret? Welche ethischen Leitplanken setzt sie für das KI-Zeitalter? Und kann eine Technologie, die immer tiefer in das Leben der Menschen eingreift, sogar Funktionen übernehmen, die bislang Religion und Glauben vorbehalten waren?

Darüber sprechen der Theologe und KI-Experte Michael Brendel Ludwig Windthorst-Haus sowie Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld, stellvertretender Direktor des Instituts für Theologie und Frieden, im aktuellen Doppelinterview des Ludwig-Windthorst-Hauses. - Link zum Interview im ersten Kommentar 👇🏼

Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg. Frieden endet schon dort, wo die Saat ausgebracht wird, aus der Konflik...
06/05/2026

Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg. Frieden endet schon dort, wo die Saat ausgebracht wird, aus der Konflikte und Kriege aufgehen. Deswegen dürfen wir angesichts der Lage in der Welt nicht resignierend die Hände in den Schoß legen. Wir alle - jede und jeder an ihrem oder seinem Platz - können unseren Beitrag dazu leisten, dass diese Welt friedvoller wird.

Ganz einfach, indem wir uns entscheiden und zwar für ein Selbstverständnis, das die Verantwortung für Frieden im Alltäglichen wahrnimmt:

➕ Im Umgang miteinander.
➕ Im Reden über andere.
➕ Im Verständnis, dass alle Menschen Gottes Würde in sich tragen.

Aus der Rede von LWH-Direktor Marcel Speker-Underbrink zum Totengedenken am Ehrenmal mit dem Schützenverein St. Hubertus Holthausen.

Link zum Artikel im ersten Kommentar.

🎙️ Neue Folge Friedensreiter: Frieden ist kein Moment, sondern ein ProzessFrieden in Europa – lange schien er selbstvers...
28/04/2026

🎙️ Neue Folge Friedensreiter: Frieden ist kein Moment, sondern ein Prozess

Frieden in Europa – lange schien er selbstverständlich. Heute wirkt er plötzlich fragil. Der Historiker Prof. Dr. Eckart Conze spricht in unserer neuen Podcast-Folge darüber, warum wir Frieden neu verstehen müssen.

Seine zentrale Botschaft: 👉 Frieden entsteht nicht von selbst. Er ist das Ergebnis harter politischer Arbeit – und bleibt immer gefährdet.

Am Beispiel des Westfälischen Friedens zeigt Conze: Frieden beginnt nicht mit einer Unterschrift, sondern mit Verhandlungen, Kompromissen und Vertrauen. Genau das macht ihn zu einem dauerhaften Prozess.

Was bedeutet das für heute?
🌍 Leben in einer unsicheren, multipolaren Welt
⚖️ Balance zwischen Diplomatie und militärischer Stärke
🇪🇺 Mehr Verantwortung für Europa

Conze warnt dabei vor einfachen Antworten: Weder reines Zureden noch militärische Lösungen allein schaffen Frieden. Gefragt ist eine Politik, die beides zusammendenkt.

📚 Sein neues Buch „Friedlos“ erscheint am 30. April.
🎧 Jetzt reinhören in die aktuelle Folge von Friedensreiter!

💬 Was denkst du: Ist Frieden heute schwieriger zu sichern als früher?



1 like. "Friedensreiter #30 | Zur Friedlosigkeit verdammt? | Gast: Prof. Dr. Eckart Conze"

Wer die Aula im Ludwig-Windthorst-Haus kennt, weiß dass sie - ganz im Einklang mit dem LWH-Logo - gestalterisch in grün ...
23/04/2026

Wer die Aula im Ludwig-Windthorst-Haus kennt, weiß dass sie - ganz im Einklang mit dem LWH-Logo - gestalterisch in grün gehalten ist. An diesem Abend aber leuchteten nicht nur die Wände, sondern auch der Zuschauerraum in Grün und Weiß, als hätte jemand das Flutlicht im Weserstadion angeknipst: Mehr als 200 Besucher waren gekommen, viele von ihnen unschwer als treue Anhänger des SV Werder Bremen zu erkennen, und warteten auf den Anpfiff einer gut dreistündigen - also in Hin- und Rückspiel-Länge - Reise durch Leben und Karriere von Ex-Meisterspieler, Ex-Meistermacher und Werder-Legende Thomas Schaaf. ⚽

▶️ Link zum Artikel im ersten Kommentar!

| | Werderfreunde Emsland Süd

„Ich bin nicht pro Israel oder pro Palästina – ich bin pro Mensch.“Selten bekommt man eine so klare, zugleich differenzi...
30/03/2026

„Ich bin nicht pro Israel oder pro Palästina – ich bin pro Mensch.“

Selten bekommt man eine so klare, zugleich differenzierte Perspektive auf den Nahostkonflikt wie in dieser Folge unseres Podcasts Friedensreiter.

Wir sprechen mit Abt Nikodemus Schnabel aus Jerusalem – mitten aus dem Kriegsalltag.

Seine Schilderungen sind eindringlich: von Verwundung auf allen Seiten, von besonders vulnerablen Gruppen, von der Gefahr des Zynismus.

Und zugleich formuliert er eine unbequeme Gegenposition zu vielen aktuellen Debatten:

➡️ Nicht Parteinahme für Staaten, sondern Orientierung an der Würde jedes einzelnen Menschen.

Gerade in einer Zeit, in der sich Debatten zuspitzen und vereinfachen, lohnt sich dieses Gespräch.

Das 📸 zeigt Abt Nikodemus im Schutzraum seines Klosters zusammen mit einer französischen Pilgergruppe während eines Luftangriffs am 28. Februar diesen Jahres.

🎧 Jetzt reinhören: Das Heilige Land zwischen Karfreitag und Hoffnung - Link im ersten Kommentar 👇

Marcel Speker-Underbrink Jochen Reidegeld

Wir senden viele Grüße von der Didacta! 👋🏽 Dort durften wir auf dem Stand des Förderprogramms "Demokratie leben" unser P...
14/03/2026

Wir senden viele Grüße von der Didacta! 👋🏽 Dort durften wir auf dem Stand des Förderprogramms "Demokratie leben" unser Projekt "Medienbuddies" vorstellen. Den Link zum Projekt gibt es im ersten Kommentar, den Bericht über den Messeauftritt in den nächsten Tagen auf der LWH-Homepage.

Herzlichen Dank 🙏 an unseren Studienleiter Nils Thieben und unsere BFD Politik, Angelina Hilmes, sowie unsere "Special Guests" von den teilnehmenden Schulen für ihren Einsatz! - Das "Who is who" findet Ihr in den Bildunterschriften. 😉

📚 Schule neu denken – gemeinsam lernen, gemeinsam verändern.120 engagierte Lehrkräfte, Schulteams und Bildungsexpert*inn...
12/03/2026

📚 Schule neu denken – gemeinsam lernen, gemeinsam verändern.

120 engagierte Lehrkräfte, Schulteams und Bildungsexpert*innen aus unterschiedlichen Schulformen kamen am Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen zum 2. LernCoaching-Kongress zusammen. Zwei Tage lang ging es um praxisnahe Impulse, kollegialen Austausch und die Frage, wie Schule sich wirklich weiterentwickeln kann.

Ein besonderes Highlight: der Schweizer Bildungspionier Peter Fratton, Gründer der Häuser des Lernens. Seine Botschaft war klar:
👉 Schulen brauchen keine Blaupause – sie brauchen Menschen, die mutig genug sind, gemeinsam zu lernen, auch wenn dabei Fehler passieren.

Neben inspirierenden Vorträgen standen vor allem die Werkstattzeiten im Mittelpunkt: Hier arbeiteten die Teilnehmenden an konkreten Herausforderungen aus ihrem Schulalltag, knüpften neue Netzwerke und entwickelten gemeinsame nächste Schritte.

Die Resonanz zeigt: Wenn Menschen mit Mut zur Veränderung zusammenkommen, entsteht mehr als ein Kongress – es entsteht eine Bewegung.

➡️ Der Link zum ganzen Artikel über den LernCoaching-Kongress im ersten Kommentar.

🌍 Wie finden Menschen Orientierung in Zeiten von Krisen, Wandel und wachsender Komplexität?Mit dieser Frage beschäftigte...
04/03/2026

🌍 Wie finden Menschen Orientierung in Zeiten von Krisen, Wandel und wachsender Komplexität?

Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Akademieabend im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen. Zu Gast war die Theologin und Kirchenhistorikerin Prof. Dr. Ines Weber, die über „Christliche Persönlichkeitsbildung“ sprach.

Ihr zentraler Gedanke: Bildung darf sich nicht auf Fachwissen beschränken. In einer Welt, in der sich Berufsbilder, Technologien und gesellschaftliche Strukturen rasant verändern, gewinnen Fähigkeiten wie Mut, Empathie, Verantwortungsbewusstsein, kritisches Denken und Dialogfähigkeit immer stärker an Bedeutung.

Link zum Artikel im ersten Kommentar!

27/02/2026

🎓✨ Fit für Job und Leben?

Fachwissen allein reicht nicht.
Was junge Menschen heute brauchen, ist Orientierung. Haltung. Persönlichkeit.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Ines Weber haben wir darüber gesprochen, warum christliche Persönlichkeitsbildung keine Zusatzoption ist – sondern Grundlage für verantwortliches Handeln in Beruf und Gesellschaft.

Wer sich selbst führen kann, kann auch Verantwortung übernehmen.

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