Deutscher Rock & Pop Preis

Deutscher Rock & Pop Preis Seit 1983 Deutschlands ältestes, größtes und erfolgreichstes Kulturfestival für den musikalischen Nachwuchs der Rock & Pop Musik.

Bisherige Preisträger und Finalisten: Pur, Lars Niedereichholz, Juli, Yvonne Catterfeld, Luxuslärm und Pasquale Aleardi

04/06/2026

MASTERCLASS „ERFOLGREICH IM MUSIKBUSINESS“

Seminarreihe der Deutschen Pop Stiftung / DRMV

Über 55 Jahre praktische Erfahrungen aus Musikproduktion, Konzertveranstaltung, Künstlerförderung, Musikrecht, Medienarbeit und Karriereentwicklung.

Maximal 4–5 Teilnehmer pro Seminar.

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MODUL 1

GRUNDLAGEN DES PROFESSIONELLEN MUSIKBUSINESS

Einführung in die realen Strukturen der Musikbranche aus über 55 Jahren Praxis.

Wie funktioniert das Musikbusiness wirklich? Welche Fehler machen die meisten Künstler? Welche Voraussetzungen sind notwendig?

Inhalte:

• Aufbau der Musikbranche
• Künstlerentwicklung
• Professionelles Denken und Arbeiten
• Musiker zwischen Kunst und Wirtschaft
• Karriereplanung
• Typische Anfängerfehler
• Chancen und Risiken im Musikbusiness
• Langfristiger Karriereaufbau

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MODUL 2

SONGWRITING, ARRANGEMENT UND MUSIKALISCHE ENTWICKLUNG

Wie entstehen starke Songs? Warum funktionieren manche Titel und andere nicht?

Praxisorientierte Analyse erfolgreicher Musikproduktionen.

Inhalte:

• Aufbau erfolgreicher Songs
• Melodieentwicklung
• Harmonien und Songstrukturen
• Texte und Emotionen
• Arrangements
• Stilentwicklung
• Kreativitätstechniken
• Eigenständiges musikalisches Profil

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MODUL 3

TONSTUDIO, PRODUKTION UND RECORDING

Professionelle Musikproduktion vom Demo bis zur Veröffentlichung.

Inhalte:

• Grundlagen moderner Tonstudiotechnik
• Mikrofonierung
• Aufnahmeverfahren
• Mehrspurtechnik
• Mixing und Mastering
• Analoge und digitale Produktion
• Heimstudio vs. Profistudio
• Produktionsplanung
• Fehlervermeidung im Studio

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MODUL 4

BÜHNENPRÄSENZ, PERFORMANCE UND LIVE-AUFTRITT

Der professionelle Bühnenauftritt entscheidet oft über den Erfolg eines Künstlers.

Inhalte:

• Bühnenwirkung
• Körpersprache
• Publikumskontakt
• Moderation auf der Bühne
• Lampenfieber kontrollieren
• Bewegungsabläufe
• Dramaturgie eines Konzerts
• Bandpräsentation
• Outfit und Erscheinungsbild
• Live-Strategien aus der Praxis

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MODUL 5

MUSIKRECHT, VERTRÄGE, GEMA UND RECHTLICHE GRUNDLAGEN

Juristische Grundlagen für Musiker, Bands und Produzenten.

Inhalte:

• Urheberrecht
• Rechte von Komponisten und Textautoren
• Bandverträge
• Veranstaltungsverträge
• Produktionsverträge
• GEMA
• Künstlersozialkasse (KSK)
• Rechte bei Tonaufnahmen
• Veröffentlichungen im Internet
• Bildrechte und Pressefotos
• Vertragsfallen
• Schutz eigener Werke

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MODUL 6

MANAGEMENT, SELBSTORGANISATION UND KARRIEREAUFBAU

Professionelles Management ist entscheidend für langfristigen Erfolg.

Inhalte:

• Selbstmanagement
• Zeitplanung
• Organisation von Projekten
• Karriereaufbau
• Strategische Entscheidungen
• Künstlerimage
• Teamaufbau
• Umgang mit Rückschlägen
• Motivation und Disziplin
• Langfristige Planung

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MODUL 7

BOOKING, KONZERTORGANISATION UND VERANSTALTUNGSMANAGEMENT

Wie organisiert man erfolgreich Konzerte, Tourneen und Veranstaltungen?

Inhalte:

• Booking-Grundlagen
• Zusammenarbeit mit Veranstaltern
• Konzertplanung
• Gagenverhandlungen
• Technische Anforderungen
• Ablaufplanung
• Tourneeorganisation
• Kalkulationen
• Verträge
• Typische Fehler im Veranstaltungsbereich

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MODUL 8

MARKETING, PRESSEARBEIT UND ÖFFENTLICHE DARSTELLUNG

Professionelle Außendarstellung für Künstler und Bands.

Inhalte:

• Künstler-Marketing
• Pressearbeit
• Social Media
• Pressemitteilungen
• Fotos und Medienwirkung
• Fanaufbau
• Strategische Öffentlichkeitsarbeit
• Interviews
• Digitale Vermarktung
• Werbung mit begrenztem Budget

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MODUL 9

MUSIKVERÖFFENTLICHUNG, STREAMING UND DIGITALE MEDIEN

Die moderne Musikbranche wird heute stark digital bestimmt.

Inhalte:

• Streaming-Plattformen
• Digitale Veröffentlichungen
• Spotify, Apple Music usw.
• Vertriebssysteme
• YouTube-Strategien
• Monetarisierung
• Digitale Reichweite
• Algorithmen verstehen
• Einnahmemodelle
• Chancen und Risiken digitaler Medien

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MODUL 10

PRAXIS-MASTERCLASS: DER REALE WEG IM MUSIKBUSINESS

Konkrete Erfahrungsberichte, Strategien und Praxiswissen aus mehreren Jahrzehnten Musikbusiness.

Inhalte:

• Reale Fallbeispiele
• Erfolgsstrategien
• Krisenbewältigung
• Langfristige Künstlerentwicklung
• Arbeit mit Bands und Solokünstlern
• Erfahrungen aus Produktion und Veranstaltungswesen
• Typische Fehlentwicklungen
• Persönliche Karriereberatung
• Offene Fragerunden
• Direkte Praxisanalysen

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ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Dauer:
Je Seminar ca. 4 Stunden

Teilnehmerzahl:
Maximal 4–5 Teilnehmer

Ort:
Tonstudio / Seminarraum der Deutschen Pop Stiftung

Teilnahmegebühren:

DRMV-Mitglieder: 140 €

Nichtmitglieder: 220 €

Besonderheit:

Alle Teilnehmer erhalten nach Abschluss des jeweiligen Seminars zusätzlich das digitale Handbuch per Link zum Ausdrucken:

„ERFOLGREICH IM MUSIKBUSINESS“

Umfang: ca. 1.000 Seiten Praxiswissen.

Jetzt bewerben: https://www.musiker-online.com/wp-content/uploads/2026/05/DRPP26_Anmeldung_August-1.pdf
27/05/2026

Jetzt bewerben:https://www.musiker-online.com/wp-content/uploads/2026/05/DRPP26_Anmeldung_August-1.pdf

20/05/2026

Augenzeuge berichtet über Räumung eines 85-jährigen Musikers in Lüneburg...
Am frühen Morgen des 1. Mai wurde ich zwischen etwa 7 und 9 Uhr persönlich Zeuge eines Vorgangs in der Einrichtung „Herberge Plus“ am Kalkberg in Lüneburg, der mich menschlich tief erschüttert hat.
Betroffen war ein verarmter und gesundheitlich schwer angeschlagener 85-jähriger Musiker, der dort seit längerer Zeit untergebracht war und nach eigenen Angaben inzwischen keine eigene Wohnung mehr besitzt.
Ich beobachtete persönlich, wie Mitarbeiter einer Räumung die kleine Unterkunft des Mannes vollständig leer räumten. Möbel, Kleidung, technische Geräte sowie zahlreiche von Hand gebaute Regalsysteme wurden aus der Wohnung entfernt. Mehrere dieser Regale wurden dabei nach meiner Beobachtung auseinandergebaut und beschädigt.
Nach Angaben des betroffenen Musikers hatte er keinen Zugang mehr zu seinem Zimmer, nachdem das Türschloss ausgewechselt worden war. Dadurch sei ihm der Zugriff auf seine persönlichen Gegenstände nicht mehr möglich gewesen.
Anschließend seien große Teile seines Besitzes abtransportiert worden. Nach Darstellung des Betroffenen seien darunter Möbel, Kleidungsstücke, Computertechnik, Drucker sowie persönliche Arbeits- und Erinnerungsgegenstände gewesen.
Nach Angaben informierter Personen seien die aus der Unterkunft entfernten Möbel, persönlichen Gegenstände und weiteren Wertgegenstände anschließend zur Mülldeponie nach Bardowick am Rande Lüneburgs transportiert worden.
Der betroffene Musiker erklärte zudem, dass ihm inzwischen keine Unterkunft mit regulärem Mietvertrag mehr zur Verfügung stehe. Stattdessen lebe er nun in einem deutlich kleineren Ersatzzimmer innerhalb der Einrichtung. Da hierfür nach seinen Angaben kein Mietvertrag existiere, fürchte er, jederzeit erneut seine Unterkunft verlieren zu können.
Besonders erschütternd wirkte auf mich der körperliche und seelische Zustand dieses alten Mannes, der erschöpft, hilflos und mit der gesamten Situation sichtbar überfordert erschien.
Verantwortlicher Leiter der Wohnungslosenhilfe beziehungsweise der Einrichtung „Herberge Plus“ der Diakonie in Lüneburg ist nach öffentlichen Angaben Thorben Peters, der zugleich Landesvorsitzender der Partei Die Linke Niedersachsen und Oberbürgermeisterkandidat in Lüneburg ist.
Gerade deshalb wirft dieser Vorgang aus meiner Sicht erhebliche soziale und menschliche Fragen auf. Denn viele Menschen erwarten insbesondere von sozialen Einrichtungen und politisch sozial orientierten Verantwortlichen einen besonders sensiblen Umgang mit alten, kranken und verarmten Menschen.
Der Vorfall wirft deshalb die grundsätzliche Frage auf, wie unsere Gesellschaft mit Menschen umgeht, die am Ende ihres Lebens auf Schutz, Hilfe und menschliche Würde angewiesen sind.(OS) Weniger anzeigen

19/05/2026

Preisträger...

PeterViolin, Jazz, Rock, Pop, World Music, by Peter Panduranga Bayreuther: moderne Geigenmusik

Preisträger Schenkelberg...
19/05/2026

Preisträger Schenkelberg...

HeJoe Schenkelberg · album · 2025 · 8 songs

17/05/2026

Konzerte – Das Domino-Prinzip

Viele Musikerinnen und Musiker glauben bis heute, dass Erfolg im Konzertgeschäft vor allem davon abhängt, gut zu spielen. Das ist natürlich die Grundlage – aber im professionellen Musikbusiness reicht musikalische Qualität allein oft nicht aus.

Entscheidend ist nicht nur, wie gut eine Band klingt, sondern wie klug sie ihren Markteintritt organisiert.

Genau hier beginnt das, was ich seit vielen Jahren das „Domino-Prinzip“ nenne.

Es geht darum, nicht wahllos überall auftreten zu wollen, sondern den ersten Stein exakt an der richtigen Stelle umzustoßen – damit danach alle weiteren Steine fast von selbst fallen.

Der erste Stein: Die richtige Stadt

Nicht Kleinkleckersdorf entscheidet über Karriere, sondern die wichtigste Musikstadt.

Wer sich in einer großen Musikmetropole wie Hamburg, Berlin, Köln oder München durchsetzt, wird automatisch anders wahrgenommen als jemand, der nur in kleinen Provinzclubs spielt.

Dort sitzen die wichtigsten Veranstalter, dort entstehen Trends, dort befindet sich die mediale Aufmerksamkeit.

Wer dort erfolgreich ist, hat ein Qualitätssiegel.

Denn wenn eine Band in einer großen Stadt volle Clubs spielt, denken Veranstalter in ganz Deutschland sofort:

„Wenn diese Band dort funktioniert, dann wollen wir sie auch hier.“

Genau das ist der Anfang.

Der zweite Stein: Die Titelseite

Nach der Auswahl der Stadt folgt die Auswahl der wichtigsten Konzert-Programmzeitschrift dieser Stadt.

Damals waren das die Magazine, die an Kiosken, Bahnhöfen, Clubs und Veranstaltungsorten offen auslagen. Tausende Menschen sahen diese Titelbilder täglich.

Die Idee war einfach:

Die Band kauft die Titelseite.

Nicht als Eitelkeit, sondern als strategische Investition.

Wenn auf dieser Titelseite ein großes professionelles Foto der Band erscheint – verbunden mit den Konzertterminen in den wichtigsten Clubs der Stadt – entsteht sofort Sichtbarkeit.

Nicht irgendwann. Sofort.

Das kostet Geld.

Aber genau dieses Geld kommt zurück.

Oft doppelt. Manchmal dreifach.

Der dritte Stein: Der Veranstalter

Ein Konzertveranstalter interessiert sich nicht zuerst für Kunst, sondern für ein volles Haus.

Er denkt wirtschaftlich.

Wenn man ihm glaubhaft vermitteln kann:

„Wir stehen auf der Titelseite des wichtigsten Konzertmagazins dieser Stadt und garantieren dadurch ein volles Haus“

… dann verändert sich das gesamte Gespräch.

Plötzlich bittet man nicht mehr um einen Auftritt.

Man verhandelt auf Augenhöhe.

Jetzt wird über Festgagen gesprochen – nicht über Hoffnung.

500 Euro.
800 Euro.
1.000 Euro.

Oder mehr.

Wichtig ist: immer mit schriftlichem Vertrag und garantierter Festgage.

Keine romantischen Türdeals ohne Absicherung.

Musik ist Leidenschaft – aber Booking ist Unternehmertum.

Der vierte Stein: Die Kettenreaktion

Sobald der erste große Club zusagt, folgt der zweite.

Dann der dritte.

Alles innerhalb eines Monats.

Denn genau in diesem Zeitraum wirkt die mediale Kraft der Titelseite am stärksten.

Ein Monat hat 30 Tage.

Wer früh genug plant, kann in diesem Zeitraum mehrere starke Konzerttermine strategisch bündeln.

Jetzt beginnt die eigentliche Wirkung:

Ein Veranstalter sieht, dass andere Veranstalter bereits zugesagt haben.

Sicherheit erzeugt Sicherheit.

Erfolg erzeugt Erfolg.

Das ist echtes Domino.

Der fünfte Stein: Die Dokumentation

Hier machen viele Musiker den größten Fehler.

Sie spielen das Konzert – und vergessen danach den wichtigsten Teil.

Den Beweis.

Ein ausverkauftes Haus muss dokumentiert werden.

Mit professionellen Fotos.

Mit Berichten.

Mit Bildern von Schlangen vor dem Club.

Mit Menschen, die keine Karten mehr bekommen haben.

Mit Presseartikeln.

Mit glaubwürdigen Zahlen.

Diese Dokumentation ist Gold wert.

Denn jetzt besitzt man nicht mehr nur eine Behauptung, sondern einen nachweisbaren Markterfolg.

Der sechste Stein: Deutschlandweit sichtbar werden

Aus dieser Dokumentation entsteht ein professioneller Bericht.

Dieser wird gezielt an hunderte oder sogar tausend Konzertveranstalter in ganz Deutschland verschickt.

Diese Adressen existieren.

Sie sind bekannt.

Und genau hier beginnt die große Wirkung.

Wenn Veranstalter in ganz Deutschland schwarz auf weiß sehen, dass diese Band in der wichtigsten Musikstadt Deutschlands große Clubs und Hallen füllt, entsteht eine enorme Nachfrage.

Denn Erfolg überzeugt.

Nicht Sympathie.

Nicht Worte.

Nicht Hoffnung.

Sondern sichtbarer wirtschaftlicher Erfolg.

Dann will plötzlich niemand mehr wissen:

„Wer ist diese Band eigentlich?“

Sondern:

„Wann können wir sie buchen?“

Eigene Erfahrung statt Theorie

Nach genau diesem Prinzip haben wir bereits Mitte der 1970er Jahre gearbeitet.

1975 planten wir für 1976 insgesamt sechs Konzerte in den drei wichtigsten Hamburger Konzertveranstaltungsstätten.

Das Ergebnis:

Alle sechs Konzerte waren überfüllt.

Die Häuser waren voll.

Ein erheblicher Teil des Publikums bekam keine Karten mehr und musste draußen warten.

Obwohl diese Menschen uns vorher weder gehört noch gesehen hatten.

Das war kein Zufall.

Das war Strategie.

Fazit

Das Domino-Prinzip bedeutet:

Nicht überall gleichzeitig spielen wollen.

Sondern zuerst dort gewinnen, wo Erfolg sichtbar wird.

Wer den ersten Stein richtig setzt, stößt oft die gesamte Kette an.

Viele Musiker warten ihr ganzes Leben darauf, entdeckt zu werden.

Die Klügeren sorgen selbst dafür.

Denn im Musikbusiness gewinnt nicht nur der Beste.

Sondern oft derjenige, der verstanden hat, wie Sichtbarkeit funktioniert.(OS)

17/05/2026

Lüneburg ist das Zuhause des "Deutschen Rock & Pop-Preis"......
Wenn heute über den Deutschen Rock & Pop-Preis gesprochen wird, denken viele an eine bundesweite Institution mit jahrzehntelanger Geschichte, an tausende Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland und an eine der wenigen kontinuierlichen Auszeichnungen für Popularmusik im deutschsprachigen Raum.
Was viele jedoch nicht wissen: Der eigentliche Ursprung dieser Geschichte liegt nicht in Berlin, Hamburg oder Köln – sondern in Lüneburg.
Die Wurzeln reichen sogar bis in die frühen 1970er Jahre zurück. Damals begann in Lüneburg Schritt für Schritt der Aufbau einer eigenständigen Struktur für Rock-, Pop- und Jazzmusik – lange bevor Popularmusik in kommunalen Kulturhaushalten überhaupt ernst genommen wurde.
Aus kleinen Musikerinitiativen, Konzertveranstaltungen, Workshops und hartnäckiger kulturpolitischer Überzeugungsarbeit entstand schließlich 1983 der Deutsche Rock & Pop-Preis in seiner sichtbaren Form.
Lüneburg war damit nicht nur Austragungsort, sondern historischer Ausgangspunkt, Heimat und kulturelles Fundament dieses Preises.
Doch dieser Weg war keineswegs einfach.
Ende der 1980er Jahre stellte sich in Lüneburg eine einfache, aber entscheidende Frage: Warum fördert eine Stadt selbstverständlich klassische Musik, Theater und traditionelle Kulturformen – aber nicht Rock-, Pop- und Jazzmusik?
Aus dieser Frage entstand ein Bürgerantrag an den Rat der Stadt Lüneburg mit dem Ziel, erstmals auch die Popularmusik kommunal zu fördern.
Rund 3000 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger unterschrieben diesen Antrag – gesammelt über Konzerte, Veranstaltungen und persönliche Kontakte, unter anderem auch im Umfeld von Konzerten mit Heinz Rudolf Kunze, Herman van Veen und Achim Reichel.
Was heute selbstverständlich erscheint, war damals ein echter kulturpolitischer Kampf.
Viele Ratsmitglieder reagierten zunächst skeptisch. Manche fühlten sich politisch sogar „auf den Schlips getreten“, weil plötzlich ein Bereich öffentliche Förderung einforderte, der bis dahin oft kulturell unterschätzt wurde.
Doch der damalige Oberbürgermeister Jens Schreiber nahm das Anliegen ernst.
Am Ende stand ein erster kommunaler Förderbetrag von 10.000 DM jährlich – ein wichtiger kulturpolitischer Durchbruch.
Daraus entstanden über viele Jahre hinweg Kulturwochen mit Seminaren, Workshops und Konzerten im historischen Glockenhaus in Lüneburg – einem fast 800 Jahre alten Veranstaltungshaus, das zum Zentrum dieser neuen Popularmusikförderung wurde.
Rund 15 Jahre lang wurde dort ehrenamtlich! 15 Jahre lang jedes Jahr eine „Woche der Popularmusik“ organisiert – für Rock, Pop und Jazz. Auch die Jazzszene profitierte davon.
Was aus einem Bürgerantrag entstanden war, wurde zu einer dauerhaften kulturellen Infrastruktur.
Doch vielleicht noch wichtiger war etwas anderes:
Die rund 3000 Unterzeichner verschwanden nach der Abstimmung nicht wieder aus dem Blickfeld. Ihre Namen, Adressen und später auch Telefonnummern und E-Mail-Adressen wurden systematisch erfasst und über Jahrzehnte gepflegt.
Aus dieser Datei entstand ein gewachsenes kulturelles Netzwerk in Lüneburg – mit persönlichen Kontakten, Vertrauten und Freundschaften.
Diese Menschen wurden regelmäßig informiert, angeschrieben und einbezogen – fast so, als wären sie Mitglieder des Deutschen Rock- & Popmusikerverbandes.
Kulturpolitik wurde hier nicht verwaltet – sie wurde gelebt.
Über vier Jahrzehnte hinweg wurden zu Kulturveranstaltungen Vertreter aller demokratischen Parteien eingeladen. Es ging nie um Parteipolitik, sondern um Musik, Nachwuchsförderung und kommunale Verantwortung.
Gerade deshalb wirkt es heute umso erstaunlicher, dass ein Gespräch mit der amtierenden Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch(Grüne) bisher nicht zustande kam.
Dabei ging es nicht um einen privaten Wunsch, sondern um ein Gespräch über die mögliche Schirmherrschaft des 44. Deutschen Rock & Pop-Preises – einer Schirmherrschaft, die in den vergangenen Jahrzehnten von zahlreichen namhaften Persönlichkeiten der Bundesrepublik Deutschland übernommen wurde.
Eine solche Einladung wäre nicht nur ein symbolischer Akt, sondern auch eine Anerkennung der historischen Verbindung zwischen Lüneburg und diesem Preis gewesen.
Denn der Deutsche Rock & Pop-Preis ist kein fremdes Projekt.
Er ist ein Teil der kulturellen Identität dieser Stadt.
Lüneburg ist nicht nur eine Station des Deutschen Rock & Pop-Preises.
Lüneburg ist sein Zuhause.
Diese Geschichte sollte die Stadt Lüneburg nicht vergessen.(AGLM e.V./DRMV e.V./ DPSt, KJBW e.V., OS)

17/05/2026

Adresse

Lüneburg

Telefon

+494131233030

Webseite

http://www.drmv.de/, http://www.deutscherrockpreis.de/

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