13/05/2024
Kirmesmontag Festkettenrückgabe, Puppenverbrennung. und Feuerwerk.
Woher kommt die Tradition der Kirmespuppenverbrennung in Kevelaer. Einen ersten Hinweis für diesen bis in unsere Tage erhaltenen Brauch zum Ende des Volksfestes eine Kirmespuppe zu opfern findet man am 01.05.1820 im Tagebuch vom damaligen Kevelaerer Pastor Johann Heinrich Krickelberg. Während heute die Puppe verbrannt wird, entledigte man sie ihrer Anfang des 19. Jahrhunderts auf andere Weise: Die Puppe wurde begraben. Dann schweigt die Geschichte bis nach dem zweiten Weltkrieg erstmals das wieder zu lesen ist: Willi Stassen führt nach dem Zweiten Weltkrieg das traditionelle Verbrennen der Kirmespuppe wieder ein. Die Kirmespuppe hing nach dem Krieg an der Wand in seinem Lokal Alt Derp. Dazu begibt sich Stassen mit seinen Gästen und der Puppe zu der Wiese (heute Roermonder Platz) vor Gerats an der Marktstraße, Stassen stiftet ein Fass Bier, an dem Jan und Allemann sich ihren Gerstensaft zapfen dürfen, während die Puppe brennt. Später durfte die Feuerwehr die Puppe zum Abschluss der Kirmes verbrennen, was dann auf dem damaligen Mäuerchen der Antoniuskirche durchgeführt wurde. Willi Stassen machte mit der Feuerwehr einen Deal, dass sie Puppe herstellen sollten. Die Feuerwehr stellte sie nach Vorlage des festgebenden Vereins her. Es war immer einen Aufwand jeweils eine passende Puppe herzustellen, so das es jeweils dem festgebenden Verein nach Absprache überlassen wurde. Das Verbrennen wurde später im Kirmesprogramm aufgenommen. Bis dato wird dieser Brauch weiter geführt und die Kermespopp hat auch eine eigene Wache, die ab Kirmessamstag zuerst die Festkette bis zur Rückgabe beschützt, dann Kirmesmontag bis zum bitteren Ende die Kirmespuppe am St.Klara Platz bewacht und begleitet. Quellen: Martin Willing, Jupp Leukers, Mike.