16/01/2022
Liebe Motorsport-Fangemeinde,
liebe Freunde und Kollegen,
liebe Unterstützer und Befürworter,
es war ein sehr intensives 2021 und wenn ihr weiterlest, werdet ihr verstehen, warum dieser Gruß länger ausfällt.
Zum Jahresbeginn scheint ein Zitat von Käthe Gold (Österreich/Ungarische Schau-spielerin * 1907 † 1997) passend:
Man muss immer wieder neu beginnen.
Solange man lebt.
Uns ist es ein Bedürfnis, den vielen Menschen,
seien es unsere aktiven und passiven Mitglieder
Bürgern aus Kaltenkirchen und dem Umland, die uns im letzten
Sommer ihr Vertrauen schenkten, Mut machten und uns unterstützten,
den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung,
‚alten Haudegen‘ aus der Motorradzunft, Feuerwehren, Rotem Kreuz, THW
großzügigen Sponsoren und Spendern,
Landwirten und Grundstücksbesitzern,
D A N K E zu sagen. Ihr wart alle toll zu uns.
Und ebenso D A N K E an die Truppe, die in einem harten, kräftezehrenden Wahlkampf zum Bürgerentscheid alles gegeben hat. Leider waren wir unterlegen.
Im Rückblick auf heute nunmehr 70 Jahre wissen wir nicht, wie es unseren Eltern und Großeltern erging, aber sicherlich war das letzte Jahr eines der härtesten und schwersten in der langen Zeit unseres Bestehens. Dem immensen persönlichen Einsatz und Engagement eines jeden Einzelnen zollen wir Respekt und Achtung.
Und in unserer gut besuchten Jahreshauptversammlung lautete das einhellige Vo-tum, nicht aufzugeben, sondern den „Kurs beizuhalten“. Dafür danken wir sehr. Und müssten wir jetzt nicht eine Zeit der Zurückhaltung durchlaufen, wäre jetzt ein Fest angesagt.
Dank dieses 11. Januars in 1952, ist der Motorsportclub Kaltenkirchen e.V., Ortsclub im ADAC, einer der ältesten Vereine in Kaltenkirchen und bie-tet bis heute im Norden Motorsport vom feinsten.
Und wie sah es damals aus?
Freitagabend, in Hamburg-Fuhlsbüttel starke Bewölkung mit Schneeregen oder vereinzelten Schneeregenschauern, Wiederaufbau, Entbehrungen, montags bis samstags eine 45-Stunden Woche. Pferdegespanne, Fahrräder, Mopeds und Motorräder – sie waren das Transportmittel der Familie. BMW, BSA, Horex, NSU, Maico hießen die Renner von gestern.
Heute können wir es uns gar nicht mehr vorstellen: Wochentags wur-de gearbeitet und geschraubt. Wochenende ging‘s mit schweren All-tagsmotorrädern sportlich per Achse zu den verschiedenen Gelände-fahrten in Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder durch „die Zonen-grenze“ nach Berlin..
In Kaltenkirchen vermochte damals niemand zu ahnen, dass aus dem Beginn der ersten Geländefahrt „Onkel Toms Hütte“, so benannt nach dem gleichnamigen Motel des Initiators Robert Wulf, einmal eine eu-ropaweit legendäre Motorsportveranstaltung entstehen würde, die Fahrer wie Zuschauer gleichermaßen in ihren Bann zog.
Es brauchte drei Jahrzehnte, doch zum Schluss folgten 400 Teilneh-mer aus 5 Nationen dem Ruf Kaltenkirchens. Ostern fuhren sie zwei Tage die Strecke rund um den Truppenübungsplatz Kaltenkirchen Moorkaten und durch die anliegenden Gemeinden. Egal, ob es regne-te, schneite, die Sonne schien, alles war möglich. Aber Dabeisein und Durchkommen hieß die Devise.
Auch heute wird noch Motorradsport im Bereich Enduro und Moto-cross durchgeführt. Auf Grund hoher Anforderungen in beschränkte-rem Rahmen als früher. So versuchen wir neben der Onkel Toms Hüt-te einige Clubmeisterschaftsläufe auf Stoppelfeldern oder anderem Gelände, das man uns zur Verfügung stellt, durchzuführen. Zugleich bestreiten unsere eigenen Fahrer auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich Geländesport.
Seit 1968 gibt es Automobilsport im MSC, wobei die Rallye ATLANTIS eine der Premiumveranstaltungen ist. Bei den Fans ist der Oktober re-gelmäßig rot markiert, kann man doch im Kreis selten die kraftvollen Boliden so nah im Einsatz bewundern. Und hier sind es gleich vier an-spruchsvolle Wertungsprüfungen, die angesteuert werden.
Nach längerem gibt es auch wieder mehrere Teams im Verein, die un-sere Fahnen vertreten und den Namen Kaltenkirchen erfolgreich in den Ergebnislisten platzieren.
Als „kleine Schwester“ der Rallye könnte man den Slalomsport be-trachten. Das „schnelle“ Fahren durch Pylonengassen und –tore auf dem Festplatz ist finanziell erheblich günstiger als der Rallyesport. Pä-dagogisch gesehen ein wunderbares Sicherheitstraining für Jugendli-che mit anspruchsvollem Charakter.
Die ersten Slaloms gab es ab 1978 auf dem Ohland-Gelände. Einmal im Jahr veranstalten wir das große Slalom-Wochenende, bei dem rund 150 Starter mit unterschiedlichsten Fahrzeugen dabei sind. Nicht das PS-Volumen, sondern Können und Fahrzeugbeherrschung zählen. Und man staunt über die Leistung so mancher Youngtimer zwischen den Reihen der konkurrierenden heutigen Modelle.
Passend zur Sportart ist es angedacht, ein E-Kart für Kinder und Ju-gendliche anzuschaffen, um die Lücke nach unten zu schließen.
Aber am meisten werden wohl die Oldtimer in der breiten Öffentlichkeit bewundert. Egal, ob Motorrad oder Auto, „das rollende Museum“ ist immer von besonderer Attraktivität und zieht Menschenströme an. Klein ist die Gruppe, groß das Engagement.
Dies ist, um den Umfang nicht zu sprengen, nur ein kurzer Abriss.
Und ebenso, wie sich seit der Gründung vieles verändert hat, hat auch der MSC sich veränderten Lebensumständen und Freizeitverhalten angepasst. Dinge, die früher belächelt wurden, sind heute selbstver-ständlich.
Der Umwelt wird Rechnung getragen, wir tragen den Inklusionsgedan-ken in uns, Heimat und Touristik finden ihren Platz.
In 2021 war durch Lockdown vieles in ein enges Zeitfenster gepresst, viele Wochenenden haben wir auf dem Markt unseren Info-Stand betrieben, darum konnte die Onkel Toms Hütte nicht organisiert werden. Für das Slalom-Wochenende bekamen wir aus Gesundheitsgründen kein grünes Licht. Aber die Rallye Atlantis fand statt und in dem Bereich Touristik und Oldtimer die Sternfahrt zum 50ger Treffen in Barmstedt.
Und es geht weiter, lasst uns das neue Jahr begrüßen:
Am 12. März 2022veranstalten wir in Stuvenborn den
1. Rallye Nachtsprint
Lasst uns guten Mutes in das neue Jahrzehnt der Vereinsgeschichte eintreten und gemeinsam weiter daran schreiben!
Es soll eine Erfolgsgeschichte werden. Zusammen finden wir den Weg.
Monika Henning Werner Möller Karl-Heinz Hagel-stein
Christian Tesdorff Thomas Puls
Oliver Thomsen Anke Möller
Thorsten Kuhlmann Leon Schüle