Nostromo Livesoundz e.V.

Nostromo Livesoundz e.V. Wir waren ein gemeinnütziger Veranstalter im Jugendzentrum Area 51 in Hilden. Bei uns gab's geile Konzis und gutes Kabarett. Archiv:

Alles ist in der Schwebe.

Dauerhaft geschlossen.

Ob wir wieder sicher landen, steht in den Sternen. Aber immerhin sind wir nun als gemeinnütziger Verein anerkannt worden. Nostromo Livesoundz ist ein Zusammenschluss der Hildener Vereine
SoKult e.V. und H.A.I. (Hildener Antifaschistische Initiative), zum Zwecke Konzerte, Parties und sonstige Kultur für junge Menschen abseits des Mainstreams zu organisieren, und für (fast) alle Stilrichtungen offen

. Teile der Mitwirkenden veranstalten seit 20 Jahren Konzerte in Hildener Jugendzentren, fast alle haben privat oder beruflich mit Musik zu tun. Demotapes von Bands gerne gesehen, einfach an nebenstehende Adresse schicken:

nostromo livessoundz e.V. c/o Peter Brack
Noldeweg 24
40724 Hilden

[email protected]

06/04/2022

Pressemitteilung nostromo livesoundz e.V.

Was geschah?
Nach einem Jahr der Liquidationsfrist ist es so weit: Der nostromo livesoundz e.V. ist aufgelöst.
Der Kulturverein gründete sich 2016 nachdem die Stadt die Honorarstelle von Peter Brack nach eigenen Angaben aus Kostengründen aufkündigte und die Finanzierung des Projektes „Nostromo Livesoundz“ einstellte. Die Gründung des Vereins wurde von Ökoworld mit einer einmaligen Spende von 5000€ unterstützt, sowie durch einen Zusammenschluss langjähriger Kabarettpartner:innen, die mehrmals die Spendenveranstaltung „Es lebe der Möhreneintopf!“ zugunsten des Vereins durchführten. Trotz deutlich verringerter finanzieller Mittel konnte der Verein so seine Kulturarbeit ehrenamtlich weiterführen. Einen schweren Schicksalsschlag stellte der unerwartete Tod des Vorsitzenden Peter Bracks dar, der im Oktober 2017 verstarb. Er hatte bereits vor Erbauung des Area 51 die Kulturszene in Hilden geprägt und war über seine damalige Arbeit im sokult e.V. überhaupt erst von der Stadt an Bord ins Area 51 geholt worden. Neben einem Freund verloren die Vereinsmitglieder auch den Kopf und das Herz von nostromo und benötigten einige Zeit, um sich wieder auf die Beine zu stellen. So stellten zunächst Enrico Gartenbach und Kim Jäger, und danach Kim Jäger und Matthias Blume den Vereinsvorsitz, wobei immer auf eine demokratische Beteiligung aller aktiven Mitglieder gebaut wurde.
Zuletzt nahmen die Besucherzahlen bei den Konzerten und Kabarettveranstaltungen stetig ab. Zwar kam Familie Brack dankenswerterweise Peters Wunsch nach, einen Teil seines Erbes an nostromo zu vermachen, doch es konnte kein fester Partner zur Finanzierung des Vereins gewonnen werden. Mit der anhaltenden Coronakrise ab 2020 konnten dann auch keine weiteren Veranstaltungen mehr organisiert werden. Nach nun teils 15 Jahren Mitarbeit bei nostromo, beschloss die Mitgliederversammlung die Auflösung des Kulturvereins. Die Liquidationsfrist von einem Jahr ist nun abgelaufen.
Was passiert nun?
Mit Auflösung des Vereins verliert Hilden eine weitere Anlaufstelle für junge Menschen in Hilden. Besonders tragisch ist dies in Hinblick darauf, dass die Stadt die Schließung des Area 51 als Jugendzentrum erwägt – wo 2016 noch betont wurde, dass der Finanzierungsstopp von nostromo nicht die Schließung des Area 51 bedeuten würde. Die Mitglieder von nostromo hatten sich dazu bereits in der RP geäußert und schlugen vor, das Area 51 stattdessen als Nachbarschaftszentrum weiterzubetreiben. Ein Vorschlag, den u.a. Chariklia Brüning (Die Linke) als Mitglied des Hildener Integrationsrats unterstützt.
Die Wege der aktiven Mitglieder gehen in verschiedene Richtungen. Manche sind in die umliegenden Großstädte verzogen. Wenig erstaunlich ist vielleicht, dass einige von ihnen soziale Berufe ergriffen haben. Kim Jäger-Ruhland: „Seit 2008 war ich für nostromo tätig. Neben der Kulturarbeit waren wir immer auch politisch und kritisch. So standen wir auch schon mit Farbeimern vor P&C und haben N***schmierereien überstrichen. Sagen wir, all die Jahre politisches Kabarett haben mich geprägt. Heute bin ich Sozialarbeiterin und lokalpolitisch aktiv.“ Auch Matthias Blume bleibt der Stadt erhalten: Als selbstständiger Tontechniker arbeitet er u.a. bei städtischen Veranstaltungen im Area 51 und anderswo im Stadtgebiet. Die Schwerpunkte im Leben haben sich seit den Teenagerjahren der Mitglieder jedoch verschoben.
Was passiert mit den restlichen Geldern?
„Die wandern natürlich nicht in unsere eigenen Taschen!“, lacht Kim Jäger-Ruhland. „Als gemeinnütziger Verein mussten wir in unserer Satzung festlegen, an wen unser Geld bei Auflösung geht.“ Das sind im Falle vom nostromo livesoundz e.V. zu gleichen Teilen der Gutenachtbus von vision:teilen und die STAY! Flüchtlingshilfe. Beide erhalten einen Betrag von etwa 1750€. Die beiden Vereine sind informiert und freuen sich sehr über die unerwartete Spende. So gehe das Geld aus Einnahmen, Spenden, Mitgliedsbeiträgen, sowie dem Erbe von Peter Brack, noch an einen guten Zweck und könne anderswo helfen. Insbesondere von der Spende an Stay! erhofft sich nostromo, dass damit auch Geflüchtete aus der Ukraine unterstützt werden können. Ob es noch ein Abschiedskonzert geben wird? „Die Konten sind leer und offiziell gibt es uns jetzt nicht mehr. Aber vielleicht veranstaltet ja jemand für uns nach Corona ein Abschiedskonzert. Wir stellen uns dafür natürlich jederzeit gerne wieder hinter die Theke und packen mit an!"

- So long and thanks for all the fish!
Kim, Matthias, Marie, Karo, Bene und Bommel
Gutenachtbus - Düsseldorf STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative

17/01/2022

Wie funktioniert der Ton und das Licht bei Konzerten?

28/09/2021

Mit großen Schritten gehen wir der Vereinsauflösung entgegen. Trotzdem wollen wir hier noch unseren Senf dazu tun.

Ein Kommentar von Kim:

"Am 16.09. veröffentlichte die Rheinische Post einen Artikel zum Entwurf des neuen Hildener Haushaltsplans.

Dabei stellt sie heraus: "Wo sind die größten Einsparungen vorgesehen? Im Dezernat von Sönke Eichner, zuständig für Schule, Sport, Soziales, Integration und Kultur."

Es ist ein sich ständig wiederholendes Muster, dass die größten Kürzungsansätze bei den Schwächsten gemacht werden. Und nicht nur das. Insbesondere diese Bereiche sind diejenigen, die wir während der Coronapandemie am heftigsten vermissen mussten. Entgegen der Pläne müsste das Gegenteil geschehen: Mehr Mittel für Schule und Ganztag um Verpasstes aufzuholen und das soziale Miteinander der Kinder zu fördern. Insbesondere eine Förderung derer, die als "Corona-Verlierer" gelten: Kinder aus armen Familien, mit erschwertem Zugang zu digitalen Geräten, Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund und Kinder mit Behinderungen. Der Bewegungsmangel der letzten 1,5 Jahre müsste mit intensiven Sportangeboten ausgeglichen werden. Es müsste wieder Raum für Begegnung, Austausch und Kultur geschaffen werden. Menschen, die seit der Pandemie isoliert sind, müssten zurück in unsere Mitte gebracht werden.

Wenn die Stadt Hilden sagt, man wolle ggf. den Abi wieder selbst übernehmen, bedeutet das letztendlich vermutlich nur, dass städtische Mitarbeiter von bestehenden Angeboten abgezogen und an den Abi versetzt werden. Neue Kräfte werden dazu wohl kaum eingestellt.
Selbiges gilt für das Jugend- und Kulturzentrum Area 51. Hier wurde 2016 die Veranstaltungsplanung aus den Händen der Honorarkraft P. Brack und seinen Ehrenamtlichen genommen und als neues Kerngebiet der städt. Angestellten etabliert. Angestellte, deren eigentliche Aufgabe es sein sollte, Jugendarbeit vor Ort zu leisten. Nun ist in Überlegung, den Bereich der Jugendarbeit komplett aufzugeben und Mitarbeiter ins Stadtzentrum zu verlegen - wo das Jueck (ehm. Teestube) 2013 abgerissen wurde. Hier entsteht der Eindruck, Mitarbeiter der Jugendarbeit sollen verlagert werden, um zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, die sich eigentlich aus dem Bereich Schule ergeben.

In einer Stellungnahme am 27.09.21 stellt die Stadt Hilden nochmal klar, dass das Area 51 nicht gänzlich geschlossen werden soll. Die Aussage, die Jugendlichen müssten derzeit aus dem Süden bis zum Area 51 reisen um ein Jugendzentrum zu besuchen, ist jedoch unsinnig. Immerhin bietet der Süden den Jugendtreff am Weidenweg und den kirchl. Jugendtreff an der St.-Konrad-Allee. Für die Jugendlichen im Norden fällt aber das einzige Jugendzentrum weg, der Abi ist nicht für ihr Alter ausgelegt. Was genau die Stadt mit einem Erhalt als "Veranstaltungsort" meint, wird nicht klar. Sinnvoll wäre eine Erweiterung der Angebote über den Jugendbereich hinaus, ähnlich eines Stadtteiltreffs, und eine Anpassung des Konzeptes, um das Jugendzentrum wieder attraktiv zu gestalten. Dies wäre aber eher mit mehr als weniger Kosten verbunden.
Ganz zu Schweigen davon, dass der Hildener Westen über keinerlei Angebote für Kinder, Jugend und Kultur verfügt.

Falls das Angebot der Stadt, den Sportvereinen weiterhin die Hallen und Plätze kostenlos zu überlassen, gleichbedeutend mit dem damaligen Angebot an den nostromo livesoundz e.V. im Area 51 ist, heißt das nicht, dass die Vereine keinerlei Kosten durch die Nutzung haben. Dem ehrenamtlichen Verein standen damals plötzlich hohe Kosten für Technik- und Veranstalterversicherung an, die zuvor durch umfassende städtische Verträge gedeckt waren. Wie es konkret bei den Sportvereinen aussieht, ist nicht öffentlich bekannt. Aber das Erlassen von Miete ist noch lange keine Förderung.

Die Stadt Hilden muss aufhören, an den Bereichen zu sparen, die unser Zusammenleben ausmachen. Nicht allen Hildenern stehen die finanziellen Mittel zur Verfügung, die Kürzungen durch private Mitgliedschaften und Beiträge auszugleichen. Hier wird auf dem Rücken der Schwächsten gespart."

(Übrigens hat Kim beschlossen, sich nach nostromo weiterhin politisch in Hilden zu engagieren und ist dem hiesigen Ortsverband der Linken beigetreten.)

10/11/2020

Wie werden Kulturschaffende vom Lockdown betroffen? Mit Sebastian 23, Miss Allie, Thomas Reis, Barbara Ruscher, Thilo Seibel, Simone Solga, Nessi Tausendschön,…

Kein Vergeben. Kein Vergessen.
09/11/2020

Kein Vergeben. Kein Vergessen.

Am 9. November 1938 zogen N***s marodierend und mordend durch Hilden. Sieben Menschen starben in der Reichspogromnacht oder gemessen an der Einwohnerzahl so viele wie sonst nirgendwo.

01/11/2020

So wie es aussieht, werden wir dieses Jahr keine Abschiedsveranstaltung mehr geben können. Dabei hätten wir uns gerne von euch verabschiedet.

Ganz anders als die anderen Veranstalter, Kneipen, Clubs und Bühnen: Die und die Künstler*innen wollen sich noch nicht von euch verabschieden! Aber die mangelhafte finanzielle Unterstützung wird viele dazu zwingen!

Kultur ist nicht nur nettes Beiwerk! Konzerte, Theater und Kabarett sind gesellschaftlicher Mehrwert, der schon ewig unterfinanziert ist (*hust* wir sprechen da aus Erfahrung...). Rücklagen für die Krise sind also rar.
Doch ebenso wie man seit Jahren für ALG2-Empfänger der Meinung war, dass Kultur nicht wirklich zum Existenzminimum gehört, streicht man uns nun allen die Kultur. Und das auf lange Zeit auch nach der Krise,
wenn die Veranstalter dicht machen müssen.
Denn auch wenn wir das anders sehen: Für dieses System sind Kunst und Kultur nicht relevant genug.

🙁
29/10/2020

🙁

Ein so vertrautes Bild - du in der Küche im Area 51 🖤Du bleibst immer unvergessen. Wir vermissen dich, lieber Piet.
22/10/2020

Ein so vertrautes Bild - du in der Küche im Area 51 🖤
Du bleibst immer unvergessen. Wir vermissen dich, lieber Piet.

28/09/2020

Dieter Nuhr ist zurück - und mit ihm eine Riege der Stammtisch-Kabarettist*innen im vermeintlichen Kampf gegen Political Correctness. Die FR-TV-Kritik.

Adresse

AREA 51 FurtwänglerStr. 2b
Hilden
40724

Webseite

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