polenmARkT Greifswald

polenmARkT Greifswald Greifswalder Festival für polnische Kultur. polenmARkT – nicht nur im November! Das Festival, bei dem polnische Kultur in Norddeutschland so richtig glänzt.

Seit 1997 bringt polenmARkT Menschen zusammen: Studierende, Familien, Kulturfans, Nachbarn – einfach alle, die Lust auf gute Musik, kluge Gespräche und überraschende Begegnungen haben. Ob Konzerte, Lesungen, Ausstellungen oder Diskussionen über die großen Fragen Europas – hier trifft Vielfalt auf Qualität. Renommierte Autor*innen, starke Stimmen, neue Perspektiven und jede Menge Kulturpower machen

polenmARkT zu einem Ort, an dem man nicht nur zuhört, sondern miteinander ins Gespräch kommt. polenmARkT – das Festival, das Grenzen überwindet. Und manchmal sogar den November.

Polen zwischen Rechtsstaat, Sicherheit und EuropaGutshaus Ramin, 4. Juni 2026Trotz des regnerischen Wetters fanden am Do...
05/06/2026

Polen zwischen Rechtsstaat, Sicherheit und Europa

Gutshaus Ramin, 4. Juni 2026

Trotz des regnerischen Wetters fanden am Donnerstagabend zahlreiche Interessierte den Weg ins Gutshaus Ramin. Unter dem Titel „Polen zwischen Rechtsstaat, Sicherheit und Europa“ diskutierten zwei ausgewiesene Kenner der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung Polens über die Herausforderungen des Nachbarlandes. Zu Gast waren Kai-Olaf Lang, Senior Fellow der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin und Experte für Mittel- und Osteuropa sowie die deutsch-polnischen Beziehungen, und die Stettiner Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Publizistin Inga Iwasiów. Sie zählt zu den prägenden intellektuellen Stimmen Polens und engagierte sich insbesondere während der Regierungszeit der Partei Prawo i Sprawiedliwość (P*S) für Frauenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Im Gespräch analysierten beide Referenten die Lage Polens vor und nach dem Regierungswechsel von 2023. Kai-Olaf Lang schilderte die Entwicklungen während der P*S-Regierung von 2015 bis 2023. In dieser Zeit gerieten Justiz und Verfassungsgericht zunehmend unter politischen Einfluss, während die öffentlichen Medien ihre Unabhängigkeit verloren. Die Europäische Union reagierte mit verschiedenen Verfahren und Sanktionen. Nach dem Regierungswechsel steht die neue Regierung unter Ministerpräsident Donald Tusk vor der schwierigen Aufgabe, rechtsstaatliche Strukturen wiederherzustellen. Die vorherige Regierung habe zahlreiche Institutionen politisiert und Mechanismen geschaffen, die eine Rückkehr zu unabhängigen Strukturen auf legalem Weg erschweren. Zugleich bleibe offen, wie dauerhaft der eingeschlagene Reformkurs sein werde und welche Folgen ein mögliches politisches Comeback der P*S hätte.

Einen anderen Blickwinkel brachte Inga Iwasiów ein. Aus der Perspektive der Frauenbewegung zeichnete sie die Entwicklung Polens seit dem politischen Umbruch von 1989 nach. Paradoxerweise hätten Frauen mit dem Übergang zur Demokratie wichtige Rechte verloren. Besonders das Abtreibungsrecht sei in den vergangenen Jahrzehnten erheblich eingeschränkt worden. Bis heute litten viele Frauen unter den Folgen dieser Gesetzgebung. Iwasiów erinnerte an die Proteste der Frauenbewegung, insbesondere an die Massenmobilisierung der vergangenen Jahre. Viele Frauen seien auf die Straße gegangen und hätten damit entscheidend zum politischen Wandel beigetragen. Heute sei jedoch vielfach Enttäuschung spürbar, da sich ihre Situation unter der demokratischen Regierung bislang kaum verbessert habe. Die daraus resultierende Resignation werfe die Frage auf, ob Frauen auch künftig bereit sein werden, sich politisch zu engagieren und die Demokratie gegen den wachsenden Einfluss rechter Kräfte zu verteidigen.

Im Anschluss nutzte das Publikum die Gelegenheit zu zahlreichen Fragen. Dabei ging es auch um die aktuellen Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Polen sowie deren Auswirkungen auf die Beziehungen beider Länder.

Nach der Diskussion klang der Abend in geselliger Atmosphäre aus. Bei Rote-Bete-Suppe, Brot mit Schmalz und selbst eingelegten Gurken wurden die Gespräche fortgesetzt. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Referenten und untereinander. So wurde die Veranstaltung nicht nur zu einem informativen, sondern auch zu einem verbindenden Abend des deutsch-polnischen Dialogs.

02/06/2026
01/06/2026

Einladung zum Deutsch-Polnischen Leichtathletik- und Sporttreffen für Kinder (Grundschule)

Datum: Freitag, 5. Juni

Uhrzeit: 16:00 – 19:00 Uhr

Ort: Police (Polen), Stadion sowie die Freifläche hinter der Grundschule Nr. 8

Teilnehmer:
Grundschulkinder aus Deutschland und Polen gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern.

Finanzierung und Organisation
Für die Teilnahme entstehen keine Kosten.
Die An- und Abreise Ihrer Gruppe ist vollständig finanziert. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine kostenlose Übernachtung vor Ort zu organisieren.
Zusätzliche Möglichkeit am zweiten Veranstaltungstag
Interessierte Kinder und Jugendliche können optional bis Samstag, den 6. Juni, bleiben und an den offiziellen Kinder- und Jugendläufen im Rahmen der traditionellen Laufveranstaltung „Policka Piętnastka“ teilnehmen.

Ziele der Veranstaltung
Der Workshop bietet eine hervorragende Gelegenheit:
• zur sportlichen Begegnung deutscher und polnischer Kinder,
• zur Förderung von Bewegung und Gesundheit,
• zum interkulturellen Austausch,
• zum Abbau von Sprachbarrieren,
• zum Knüpfen neuer Freundschaften über die Landesgrenzen hinweg.

Ansprechpartner:
Bartosz Nowicki
BNOW Sports Consulting
Telefon: +48 507 229 84
[email protected]

29/05/2026

Polen zwischen Rechtsstaat, Sicherheit und Europa
Diskussionsveranstaltung am 4. Juni 2026 in Ramin

Ramin, 4. Juni 2026, 19 Uhr – deutsch/polnisch mit Übersetzung

Was passiert, wenn demokratisch gewählte Regierungen beginnen, die Grundlagen von Rechtsstaat und Demokratie zu verschieben? Diese Frage ist längst Realität - in Europa, in den USA und besonders deutlich in Polen.
Während der Regierungszeit der Partei Prawo i Sprawiedliwość (P*S) von 2015 bis 2023 gerieten Justiz und Verfassungsgericht zunehmend unter politischen Einfluss, öffentliche Medien verloren ihre Unabhängigkeit, und die Europäische Union reagierte mit Verfahren und Sanktionen. Seit dem Regierungswechsel 2023 steht Polen vor der schwierigen Aufgabe, rechtsstaatliche Strukturen wiederherzustellen. Gleichzeitig bleibt offen, wie stabil dieser Kurs ist - und welche Folgen ein mögliches politisches Comeback der P*S hätte.
Zugleich ist Polen ein zentraler Akteur für die Sicherheit Europas. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, hybride Bedrohungen und Unsicherheiten in den transatlantischen Beziehungen stellen das Land vor grundlegende strategische Entscheidungen: Welche Rolle werden die USA künftig spielen? Wie wichtig wird Europa für Polens Sicherheit? Und was bedeutet dies für Deutschland als Nachbar, EU-Partner und Verbündeten an der NATO-Ostflanke?
Zu diesen Fragen laden wir herzlich zu einer öffentlichen Diskussion ein.

Gäste des Abends

Kai-Olaf Lang ist Senior Fellow der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin und Experte für Mittel- und Osteuropa sowie deutsch-polnische Beziehungen.

Inga Iwasiów, Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Publizistin aus Stettin, zählt zu den prägenden intellektuellen Stimmen Polens. Sie verbindet akademische Arbeit mit gesellschaftspolitischem Engagement und wurde insbesondere im Umfeld des Strajk Kobiet zu einer wichtigen Stimme für Frauenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit während der P*S-Regierungszeit.

Im Gespräch analysieren beide die Lage Polens nach dem Regierungswechsel: Welche Folgen haben die vergangenen Jahre für Demokratie und Institutionen? Welche Rolle spielen Zivilgesellschaft und Kultur? Und wie lassen sich demokratische Errungenschaften langfristig sichern?

Die Veranstaltung findet zweisprachig auf Deutsch und Polnisch mit Übersetzung statt.

Termin: Donnerstag, 4. Juni 2026, 19:00 Uhr
Ort: Ramin

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, mitzudiskutieren - über Demokratie, Sicherheit und Europas Zukunft.

Pressekontakt
polenmARkT e.V. I Marek Fialek | c/o Institut für Slawistik I Universität Greifswald | Ernst-Lohmeyer-Platz 3 | 17489 Greifswald | Tel. (03834) 420 3213 | [email protected] | www.polenmarkt-festival.de |
DemokratieLaden Anklam | Annett Freier| Burgstraße 9 | 17389 Anklam | Tel: 03971 - 24 17 36 | [email protected] | www.demokratieladen.de | Eine Einrichtung der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern zur Förderung demokratischer Kultur im ländlichen Raum

Der DemokratieLaden ist nicht nur ein Veranstaltungsort. Er ist eine Anlaufstelle für Begegnungen, Informationen und Unterstützung zu allen Fragen der Politik, Demokratie und politischen Bildung.

29/05/2026

Polen zwischen Rechtsstaat, Sicherheit und Europa. Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 4. Juni in Ramin. Der Eintritt ist frei.

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Ernst-Lohmeyer-Platz 3
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