30/10/2025
Armenische Kulturtage Stuttgart 2025 –
Ein bewegender Abschluss
Zehn Tage voller Begegnungen, Musik und lebendiger Kultur – unser Dank an alle, die dieses Fest möglich gemacht haben
Vom 16. bis 26. Oktober 2025 verwandelte sich Stuttgart in einen lebendigen Ort armenischer Kultur. Unter dem biblischen Leitspruch „Erzähl es deinen Kindern“ (Joel 1,3) öffneten die Armenischen Kulturtage ihre Türen – und wurden zu einem eindrucksvollen Fest der Begegnung zwischen Generationen, Kulturen und Menschen.
Vielfalt, die begeistert
Was für ein Programm! Klassische Konzerte und sakrale Musik wechselten sich ab mit modernem Tanztheater und Jazz-Improvisationen. Die Stimme von Karine Babajanyan verzauberte das Publikum zur Eröffnung, das Tigran Tatevosyan Trio brachte armenische Tradition und modernen Jazz in einen faszinierenden Dialog. Die Deutschlandpremiere des Tanzperformance „Khali“ von Rima Pipoyan begeisterte mit ihrer kraftvollen Choreografie rund um Farben und Symbole des armenischen Teppichs.
Bewegende Dokumentarfilme wie „Aurora’s Sunrise“ und „Asadur“ öffneten Perspektiven auf Geschichte und Erinnerung. Literaturabende, Podiumsdiskussionen und Vorträge – etwa von Dr. Elena Konson über 2000 Jahre armenische Literatur – luden zum Nachdenken und Austausch ein.
Besonders berührend: die Formate für junge Menschen. Beim Workshop „Erzähl es deinen Kindern“ mit Karnik Gregorian und Vic Bagratuni beschäftigten sich Jugendliche mit Erinnerungskultur und ihrer eigenen Identität. Das bunte Kinderprogramm mit Autorin Ruzanna Danielian, der Kreativ-Brunch für Frauen, zeigten: Kultur lebt vom Mitmachen.
Tradition als lebendige Kraft
Die armenische Kultur trat nicht als museale Größe auf, sondern als lebendige, atmende Gegenwart. Es ging um große Fragen – Identität, Erinnerung, Gemeinschaft – aber immer konkret, zum Anfassen, zum Erleben. Die heiligen Liturgien in der Rosenbergkirche und in Göppingen, die Begegnungen bei Kaffee und Kuchen, das gemeinsame Essen und Feiern: All das machte spürbar, was armenische Kultur im Kern ausmacht – die tiefe Verbindung zwischen den Generationen.
Die Rückmeldungen waren überwältigend positiv. Viele Besucher äußerten, sie hätten Neues entdeckt, sich willkommen gefühlt und seien Teil einer größeren Erfahrung geworden. Die Locations – von der evangelischen Markuskirche über den Hospitalhof bis zum Großen Kursaal – trugen zur besonderen Atmosphäre bei.
Unser herzlicher Dank
Kulturtage dieser Größe und Qualität entstehen nicht von selbst. Sie leben vom Engagement vieler Menschen und Institutionen, denen wir von Herzen danken möchten:
Unseren Künstlerinnen und Künstlern, die uns mit ihrer Kunst bewegt, inspiriert und begeistert haben: Karine Babajanyan, Lusine Khachatryan, dem Tigran Tatevosyan Trio, Rima Pipoyan und dem gesamten Ensemble des Tanztheaters, den preisgekrönten Nachwuchskünstlern von „Nor Serund“, Naira Kochar, Lilit Kärcher-Sargsyan und allen weiteren Mitwirkenden – Sie haben armenische Kultur in ihrer ganzen Vielfalt zum Leuchten gebracht.
Unseren Referentinnen und Referenten, die mit ihrem Wissen und ihrer Leidenschaft wichtige Impulse gesetzt haben: Dr. Tessa Hofmann, Winfried K. Dallmann, Dr. Elena Konson, Iris Lemanczyk, den Filmemachern Arman Nshanian und Inna Sahakyan, Mesut Ethem Kavalli, Adrienne Braun sowie allen Diskussionsteilnehmenden.
Unseren großzügigen Förderern, ohne die diese Kulturtage nicht möglich wären:
Dem Honorarkonsul der Republik Aremien in BW,
Herrn Günter Pilarsky
Armenische Kirche in Deutschland
Dem NOAHV e.V.
Dem Kulturamt der Landeshauptstadt
Dem Fonds Soziokultur e.V.
Dem Armenischen Unternehmerverein Köln e.V.
Allen privaten Förderinnen und Förderern
Unseren Kooperationspartnern, die uns Räume und Plattformen geboten haben:
Der VHS Stuttgart International
Dem Atelier am Bollwerk – Arthaus Kinos Stuttgart
Dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
Den evangelischen Kirchengemeinden Markus Kirche,
Rosenberg Kirche und der Lutherkirche Bad Cannstatt
Dem Kursaal Bad Cannstatt
Der Stiftung Geißstraße 7
Dem Pantomimetheater der Stadt Jerevan (Armenien)
Und vor allem: unseren ehrenamtlich Engagierten, die unzählige Stunden investiert haben, um jede einzelne Veranstaltung zu organisieren, zu betreuen und unvergesslich zu machen. Ihr Einsatz, Ihre Begeisterung und Ihre Hingabe sind das Herz dieser Kulturtage.
Was bleibt
Die Armenischen Kulturtage 2025 haben gezeigt, was Kultur vermag: Sie schafft Brücken zwischen Armenien und Deutschland, zwischen Diaspora und Herkunftsland, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sie verbindet Menschen über kulturelle und generationale Grenzen hinweg.
Die universelle Frage „Was wollen wir weitergeben?“ hat uns alle berührt – gleich welcher Herkunft. Stuttgart wurde für zehn Tage zum Ort, an dem armenisches Kunst-, Glaubens- und Gemeinschaftsleben sichtbar wurde und zugleich in Dialog trat.
Danke, dass Sie dabei waren. Danke, dass Sie mitgestaltet haben. Danke für diese außergewöhnlichen Tage.
Wir freuen uns darauf, Sie bei den nächsten Armenischen Kulturtagen wiederzusehen – für uns, für unsere Kinder, für eine Zukunft in Vielfalt und gegenseitigem Respekt.
Vorstand der Armenischen Gemeinde Baden-Württemberg e.V.
Pfr. Dr. Diradur Sardaryan (Gemeindepfarrer)
Kristina Bagratuni (Weltliche Vorsitzende)