01/07/2024
Als ich vor ein paar Jahren die Ausbildung zum S*xological Bodyworker machen wollte, haben mich viele Menschen finanziell unterstützt. Heue ist es Lucy, die diesen Weg gehen möchte und Hilfe braucht. Vielleicht magst auch du ihr unter die Arme greifen, um schließlich diese Gesellschaft bewusster zu machen:
Hey Du!
Dies ist ein Crowdfunding (https://www.startnext.com/sexuelle-bildung), um mir meine Ausbildung zur S*xological Bodyworkerin zu finanzieren. Du kannst mich einfach so unterstützen und/oder Breathwork oder S*xological Bodywork Sitzungen und Workshops buchen. In den Projektdetails unter dem Link oder in der nachfolgenden Nachricht gibt es noch ein bisschen Background Info was mich dazu bewogen hat, dieses Crowdfunding zu starten. Bei Fragen und Gedanken/Wunsch nach Austausch meld dich gern ich freu mich!
Warum habe ich ein Crowdfunding gestartet?
Momentan verdiene ich nicht genug Geld, um mir diese Ausbildung zu finanzieren. Woran liegt das? Vor ca. 1,5 Jahren habe ich meine Hebammenarbeit im Kreißsaal hinter mir gelassen. Grund waren schlechte Arbeitsbedingungen und maßlose Unterbezahlung. Tatsächlich wollte ich nach einer kleinen Neuorientierung in anderer Form (freiberuflich) wieder anfangen. Da kamen die Intimitätsforschung und das Juicy Lab in mein Leben.
Kurze Ausschweifung: Ich setze mich bereits seit einigen Jahren mit meiner eigenen S*xualität, meinem Erleben darin, meinen Verletzungen und Begrenzungen, meiner Lust und der Befreiung darin auseinander und stelle immer wieder fest, wie essenziell dieses Thema ist. Anfangs hatte ich Mühe Erfahrungsräume zu finden, in denen ich mich sicher genug fühlte, um wirklich neue, heilsame Erfahrungen machen zu können. Vor zwei Jahren begann ich dann selber Workshops zu dieser Thematik anzubieten. Ziemlich überraschend lernte ich letztes Jahr drei Menschen kennen, die eine ähnliche Vision und Vorstellungen wie ich hatten, was die Erforschung von Intimität angeht und was Räume dafür brauchen. Wir gründeten das Juicy Lab, ein queerfeministisches Intimitätspositives Festival. Was anfangs ein kleines Projekt schien, wurde größer. So fließt einiges an Zeit in den feinen Prozess allein und gemeinsam zu erforschen: Warum sind wir eigentlich so begrenzt, was unsere S*xualität angeht? Was braucht es, um freier zu werden? Und wie können wir/ich andere Menschen darin unterstützen?
Es ist visionär und eine Leidenschaft, was darin leider wenig fließt, ist Geld. Um dieser Arbeit mit der gleichen Intensität wenigstens noch eine Weile nachgehen zu können und mich darin mithilfe der Ausbildung weiterzubilden, frage ich daher nun mein Umfeld nach finanziellem Support.
Und: Das kapitalistische System in dem wir leben, verlangt von uns Lohnarbeit, Leistung, Funktionalität. Es entscheidet, welche Tätigkeiten viel, wenig oder garkein Geld einbringen. Nützlich ist in diesem System das, was wirtschaftlichen Wachstum einbringt. Es geht darum besser zu sein, als die anderen und oben anzukommen. Aber wie steht es um Gesundheit, Lebenslust, Tätigkeiten, die Menschen zum Nachdenken, Hinterfragen anregen, um Gleichberechtigung, Ästhetik, Kunst, Care Arbeit, gegenseitigen Support? Diese Aspekte haben im kapitalistischen System wenig Wert. Dieses Crowdfunding ist im weitesten Sinne also auch der Versuch es anders zu machen. Es ist der Versuch, eine Kultur zu etablieren, in der wir uns gegenseitig bestärken und unterstützen in unseren Projekten, so gut wie es gerade geht, auch finanziell.
Viele Worte und Gedanken, die ich weiter ausführen könnte, aber erstmal Punkt. Danke dir für deine Zeit, falls du bis hierhin gelesen hast. Was hast du für Gedanken dazu? Wenn du teilen magst, freue ich mich von dir zu hören!
Lucy
Um teilzunehmen und für mehr Infos hier der Link zum Crowdfunding:
https://www.startnext.com/sexuelle-bildung
S*xological Bodywork - Ermögliche mir eine Ausbildung um selbstbestimmte Intimität zu fördern und sensible Räume des Lernens zu schaffen.