18/01/2026
Es ist nicht mehr fünf vor zwölf – es ist fünf nach zwölf für den Igel.
Wenn wir jetzt nichts ändern, werden wir die letzte Generation sein, die Igel noch lebend erlebt.
Unsere Kinder und Enkel werden den Igel nur noch aus Büchern kennen.
Der Igel ist zunehmend gefährdet und vom Aussterben bedroht.
Er steht seit Oktober 2024 auf der Roten Liste – nicht ohne Grund.
👉 Rund 80 % der Insekten sind verschwunden
👉 Die verbleibenden 20 % müssen sich Igel mit anderen Wildtieren teilen
👉 Lebensräume verschwinden
👉 Nahrung wird immer knapper
👉 Gärten werden aufgeräumt, versiegelt und automatisiert
👉 Verkehr, Gifte und Mähroboter fordern täglich Opfer
Besonders alarmierend:
Es gibt keine flächendeckenden, offiziellen Zahlen zur Igelpopulation.
📊 Einzige Zahlen stammen aus Meldedaten und Bürgerforschung
Da es keine offizielle Gesamtzählung gibt, stammen die wenigen belastbaren Hinweise aus Bürgerforschungs-Projekten.
Projekte wie „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ und andere Bürger-Meldeaktionen sammeln Igelsichtungen aus der Bevölkerung.
Dort wurden bislang rund 18.600 Igelsichtungen gemeldet – alle Angaben beruhen auf freiwilligen Meldungen der Teilnehmenden.
Diese Daten helfen, Verbreitung und Trends zu erkennen,
❗ ersetzen aber keine offizielle Bestandszählung.
Das bedeutet: Wir reagieren wie so oft viel zu spät – erst, wenn es fast kein Zurück mehr gibt.
Die Realität ist hart:
Wenn wir jetzt nichts unternehmen, wird der Igel aussterben.
Aber noch ist es nicht hoffnungslos.
Jeder einzelne kann jetzt helfen:
🌱 naturnahe Gärten statt Steinwüsten
🍂 Laub liegen lassen
🐌 keine Gifte
🚫 Mähroboter nur tagsüber und igelsicher
🏠 Unterschlüpfe schaffen
🥣 ganzjährig zufüttern (artgerecht, sauber, mit Wasser)
🤝 Aufklären, hinschauen, helfen
Der Igel braucht uns – jetzt.
Nicht morgen. Nicht irgendwann. Jetzt.
Bitte schaut nicht weg.
Der Igel hat keine Stimme – wir sind seine Stimme.