Unheimlich Fantastisch - ETA Hoffmann 2022

Unheimlich Fantastisch - ETA Hoffmann 2022 Die Ausstellung "Unheimlich Fantastisch - E.T.A. Hoffmann 2022" widmet sich dem Ausnahmekünstler E.T.A. Hoffmann: Literat, Musiker, Zeichner und Jurist. Zu E.T.A.

„Unheimlich Fantastisch – E.T.A. Hoffmann 2022“ – Zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann (1776-1822) feiert die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz den Universalkünstler der Romantik gemeinsam mit der Staatsbibliothek Bamberg und dem Freien Deutschen Hochstift Frankfurt am Main in einer epochalen Ausstellung und mit einem internationalen Kulturprogramm. Hoffmanns Geburtstag am 24.

Januar starten wir offiziell das Jubiläumsjahr – das ganze Jahr 2022 ist gefüllt mit spannenden Veranstaltungen und vielfältigsten Angeboten. Hier seid ihr immer up-to-date! Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, durch die LOTTO-Stiftung Berlin, die Kulturstiftung der Länder, die Wüstenrot Stiftung, die Kulturinitiative „experimente “ der Aventis Foundation, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Oberfrankenstiftung, die Stiftung Preußische Seehandlung sowie die Stiftung Joseph Breitbach.

So lassen wir Hoffmann bis auf Weiteres mit seiner Undine sitzen und ein herrliches Leben führen. Wer weiß, vielleicht g...
30/04/2023

So lassen wir Hoffmann bis auf Weiteres mit seiner Undine sitzen und ein herrliches Leben führen. Wer weiß, vielleicht gesellen sich auch noch weitere Figuren dazu. Wir bedanken uns, dass wir euch durch das E.T.A. Hoffmann-Jahr 2022 begleiten durften. Schön war es mit euch ❤

Textnachweis:
E.T.A. Hoffmann: Brief an Carl Friedrich Kunz: 24t März 1814. In: Ders.: Band 6. Späte Prosa/Briefe/Tagebücher und Aufzeichnungen/Juristische Schriften, Werke 1814-1822, S. 24-32. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 2004.

Eine Ausstellung kann natürlich nur so unheimlich fantastisch werden, wie das Team dahinter🥰 Die Berliner Crew hier bei ...
27/04/2023

Eine Ausstellung kann natürlich nur so unheimlich fantastisch werden, wie das Team dahinter🥰 Die Berliner Crew hier bei der Eröffnung in Bamberg am 24. Juli 2022💐



Foto: Gerald Raab

Das bis heute wohl prominenteste Verfahren, in dem Hoffmann als Richter tätig war, ist der Fall des sogenannten „Turnvat...
25/04/2023

Das bis heute wohl prominenteste Verfahren, in dem Hoffmann als Richter tätig war, ist der Fall des sogenannten „Turnvater Jahn“. Friedrich Ludwig Jahn war Lehrer und begründete 1810 die Turnbewegung. Das Turnen war für ihn Teil der vormilitärischen Ausbildung der Jugend, und sollte der Vorbereitung für den Kampf gegen die damalige französische Fremdherrschaft dienen. Seine politischen Einstellungen gelten als streng konservativ, restaurativ und realitätsfern. Seine Schriften waren darüber hinaus nicht frei von rassistischen und antisemitischen Ressentiments. Auf Grund seiner öffentlich gehaltenen Vorträge, in denen er mit zunehmend aggressiver Rhetorik u.a. für einen deutschen Nationalstaat eintrat, geriet er letztlich ins Visier der preußischen Demagogen-Verfolger: Jahn wurde 1819 verhaftet und angeklagt. In seiner Tätigkeit als Untersuchungsrichter der „Königliche Immediat-Untersuchungs-Kommission“ befasste sich Hoffmann seinem Fall. Obwohl er Jahn und seinen Ideen nichts abgewinnen konnte, bemühte er sich darum ihm ein faires, objektives Verfahren zu garantieren. Für Hoffmann lag auf der Hand, dass im Fall Jahn, wieder einmal keine konkrete justiziable Tat vorlag, sondern der preußische Staat auf Grund Jahns Gesinnung gegen ihn vorgehen wollte. In einem Brief an seinen Jugendfreund Hippel, spricht sich Hoffmann vehement gegen diese Art der Instrumentalisierung der Justiz aus, die nichts mehr mit Recht zu tun habe, sondern „heillose Willkür, freche Nichtachtung aller Gesetze“ darstelle. Hoffmann widerlegte daher stoisch und präzise alle mitunter absurd wirkende Anklagepunkte gegen Jahn und plädierte für die Freilassung von Jahn – wohlwissend, dass er sich damit den Unmut der Regierung auf sich ziehen würde. Die Freilassung wurde allerdings abgelehnt. Der politische Druck war sehr groß, denn es ging nicht nur um den konkreten juristischen Fall, sondern auch um den Machtkampf zwischen der Exekutiven, die ihren Machtbereich ausweiten wollte, und der Judikativen, die ihre Unabhängigkeit verteidigen wollte. Erst als die Mitlieder der Untersuchungskommission mit ihrem Rücktritt drohten, lenkte die preußische Regierung ein und war zu einem Kompromiss bereit. Jahn wurde zwar aus der Haft entlassen, aber in die Verbannung geschickt. 1824 wurde er erneut verurteilt, woraufhin er in Berufung ging und letztlich 1825 freigesprochen wurde.

Mehr dazu findet ihr auch hier:

https://etahoffmann.staatsbibliothek-berlin.de/etah2022/aktivitaeten/hoffmanns-berlin/station-10/

Textnachweis:

E.T.A. Hoffmann: Bief an Hippel vom 24.06.1820. In: Ders.: Band 6. Späte Prosa/Briefe/Tagebücher und Aufzeichnungen/Juristische Schriften, Werke 1814-1822, S. 188-190, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 2004, hier S. 188.

Bildnachweis:
Bild1) © Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, Foto: Maria Schumann.
Bild 2) Untersuchung gegen Professor Friedrich Ludwig Jahn (Bd.1). Akte der Immediatuntersuchungskommission. 1819–1820. Geheimes Staatsarchiv – Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern, Tit. 23 Spez. Lit. J Nr. 2 Bd. 1.

„Alle Tage unausgesetzt an den Elixieren des Teufels abgeschrieben“, schreibt E.T.A. Hoffmann   am 24.04.1814 in sein Ta...
24/04/2023

„Alle Tage unausgesetzt an den Elixieren des Teufels abgeschrieben“, schreibt E.T.A. Hoffmann am 24.04.1814 in sein Tagebuch.

Ein guter Anlass, um eine Lektüreempfehlung auszusprechen. Die Elixiere bieten alles, was das Herz begehrt: dubiose Getränke, verbotenes Begehren, undurchschaubare Familiengeheimnisse, Doppelgänger, und ein lebensrettender Friseur, der eigentlich Puppenschauspieler sein sollte.

Aber Obacht! Heinrich Heine schrieb über Hoffmanns „Elixiere des Teufels“ einst: „In Göttingen soll ein Student durch diesen Roman toll geworden sein.“

Bildnachweis:
Die Elixiere des Teufels : nachgelassene Papiere des Bruders Medardus eines Kapuziners ; herausgegeben von dem Verfasser der Phantasiestücke nach Callots Manier / E. T. A. Hoffmann. Herausgegeben von dem Verfasser der Phantasiestücke in Callots Manier. [Einband und Titellithographie von Hugo Steiner-Prag] Berlin: Im Propyläen-Verlag, 1920 (Leipzig : Poeschel & Trepte), Signatur: Yw 7717, Staatsbibliothek zu Berlin-Preußischer Kulturbesitz.

Textnachweis:
E.T.A. Hoffmann: Tagebuch 1814. In: Band 6. Späte Prosa/Briefe/Tagebücher und Aufzeichnungen/Juristische Schriften, Werke 1814-1822, 249-263. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 2004, hier S. 258.

Das heutige Zitat kommt frisch aus E.T.A. Hoffmanns "Elixieren des Teufels". Wir wünschen euch allen einen schönen Sonnt...
23/04/2023

Das heutige Zitat kommt frisch aus E.T.A. Hoffmanns "Elixieren des Teufels". Wir wünschen euch allen einen schönen Sonntag🌈📚

Textnachweis:

E.T.A. Hoffmann: Die Elixiere des Teufels. In: Ders.: Band 2/2. Die Elixiere des Teufels. Werke 1814-1816, S. 9-352. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1988, hier S. 259f.

  In diesem Rondell konnte man Runde für Runde etwas neues entdecken. Die fantastischen Zeichnungen von Kea Bolenz luden...
20/04/2023


In diesem Rondell konnte man Runde für Runde etwas neues entdecken. Die fantastischen Zeichnungen von Kea Bolenz luden zur optischen Flanerie ein, die wechselnden Lichteinstellungen taten ihr Übriges zu einer vollständigen immersiven Erfahrung in eine hoffmanneske Bildwelt.

Das Rondell war in den Ausstellungen in Berlin und Frankfurt am Main zu sehen.

Bildnachweis:

Kea Bolenz: Der holde Pfropf (in meiner Brust) 2022
Foto: SBB-PK / Anka Bardeleben-Zennström

Ihr habt es vermutlich geahnt, Träume sind bei Hoffmann nicht nur Schäume! Ricarda Schmidt beschäftigt sich in ihrem neu...
19/04/2023

Ihr habt es vermutlich geahnt, Träume sind bei Hoffmann nicht nur Schäume! Ricarda Schmidt beschäftigt sich in ihrem neuesten Artikel mit dem Traummotiv in E.T.A. Hoffmanns „Kater Murr“🐈

Mehr Infos findet ihr hier:

published in Publications of the English Goethe Society, Volume 92 Issue 1 (2023) ABSTRACT In Hoffmanns Kater Murr wird viel geträumt: Menschen und Tiere haben sowohl Nacht- als auch Tagträume, die vom Komischen bis zum Angsterregenden reichen. Der Aufsatz untersucht, wie Tagträume kontrastiv als...

Auf ein Moin mit E.T.A. Hoffmann: Diesen Donnerstag, den 20. April, spricht Christina Schmitz, Projektleiterin der Ausst...
17/04/2023

Auf ein Moin mit E.T.A. Hoffmann: Diesen Donnerstag, den 20. April, spricht Christina Schmitz, Projektleiterin der Ausstellung "Unheimlich Fantastisch: E.T.A. Hoffmann 2022", im Bremer Focke-Museum im Rahmen der Veranstaltungsreihe "LeseArt"📚

Wir freuen uns schon❤️

Mehr Infos findet ihr hier:

https://etahoffmann.staatsbibliothek-berlin.de/leseart-e-t-a-hoffmann-unheimlich-fantastisch/

Der literarische Treffpunkt im Focke-Museum Bremen Donnerstag 20. April, 18 Uhr Focke-Museum | Schwachhauser Heerstr. 240, 28213 Bremen LeseArt: E.T.A Hoffmann – Unheimlich Fantastisch Als bedeutender Autor der deutschen Romantik und Verfasser von phantastischen Erzählungen ist E.T.A. Hoffmann he...

17/04/2023

Ernst, looking for papers: Die nächste Jahrestagung der E.T.A Hoffmann-Gesellschaft wird voraussichtlich am 2. und 3. November 2023 in der Staatsbibliothek zu Berlin stattfinden. Für das Forschungsforum werden Beiträge zu E.T.A. Hoffmann gesucht.

Aufgerufen sind sowohl Forschende aus den Literatur-, Theater-, Film-, Bild- oder Musikwissenschaften sowie der Kunstgeschichte als auch Kunstschaffende, die sich im eigenen Schaffen kreativ mit Hoffmann und seinem Werk auseinandersetzen. Die Vorträge sollten 30 Minuten lang sein. Der wissenschaftliche Nachwuchs ist nachdrücklich zur Einreichung von Beiträgen eingeladen!

Bitte sendet euren vorläufigen Vortragstitel und ein kurzes Abstract (ca. 300 Wörter) für einen 30-minütigen Vortrag zusammen mit einer Kurzbiographie (ca. 100 Wörter) bis zum 31. Mai 2023 an Dr. Stephanie Großmann.

Mehr Infos findet ihr hier:

https://etahoffmann.staatsbibliothek-berlin.de/cfp-forschungsforum-anlaesslich-der-jahrestagung-der-e-t-a-hoffmann-gesellschaft/

Zeit für Gezeiten: Wir wünschen euch einen fantasievollen Sonntag mit Hoffmann🌊🌝🌈Textnachweis:E.T.A. Hoffmann: Prinzessi...
16/04/2023

Zeit für Gezeiten: Wir wünschen euch einen fantasievollen Sonntag mit Hoffmann🌊🌝🌈

Textnachweis:

E.T.A. Hoffmann: Prinzessin Brambilla. In: Ders.: Band 3. Nachtstücke/Klein Zaches/Prinzessin Brambilla. Werke 1816-1820, S. 767-912. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1985, hier S. 850.

 , am 14. April 1822, schickte E.T.A. Hoffmann seinem Freund und Verleger Julius Eduard Hitzig das Manuskript von „Des V...
14/04/2023

, am 14. April 1822, schickte E.T.A. Hoffmann seinem Freund und Verleger Julius Eduard Hitzig das Manuskript von „Des Vetters Eckfenster“. Es ist eine seiner letzten Erzählungen, die er auf Grund seiner schlechten körperlichen Verfassung von seinem Krankenlager aus diktieren muss. In der Erzählung beobachten zwei Vetter, ein alternder Schriftsteller mit Schreibblockade und der jüngere Ich-Erzähler, das Treiben auf dem Markplatz und spinnen Geschichten zu den Passanten.

Ähnlich konnte man vermutlich Hoffmann selbst sehen, wenn man den Kopf in den Nacken legte und zu seinem Fenster in der Taubenstr. 31, direkt am Berliner Gendarmenmarkt, hochschaute. In dem sogenannten „Kunz’schen Riss“ sieht man Hoffmann, wie er sich aus dem Fenster lehnend mit seinem Freund, den Schauspieler Ludwig Devrient unterhält.



Bildnachweis:
Federzeichnung Hoffmanns, Original verschollen. in: E.T.A. Hoffmanns Briefwechsel. Gesammelt und erläutert von Hans von Müller und Friedrich Schnapp. Herausgegeben von Friedrich Schnapp. 2. Band, Berlin 1814-1822, München 1968.

Textnachweis:
E.T.A. Hoffmann: Brief an Julius Eduard Hitzig: 14 April 1822. In: Ders.: Band 6. Späte Prosa/Briefe/Tagebücher und Aufzeichnungen/Juristische Schriften, Werke 1814-1822, S. 242. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 2004.

Unheimlich niedlich... Die summende Puppe "Olimpias Baby" ist Teil des intermedialen Typtichon "Liebe, Wahn und Ewigkeit...
13/04/2023

Unheimlich niedlich... Die summende Puppe "Olimpias Baby" ist Teil des intermedialen Typtichon "Liebe, Wahn und Ewigkeit" der Autorin und Künstlerin Emma Braslavsky.

Olimpias Baby war in Frankfurt am Main und in Berlin in der Ausstellung "Unheimlich Fantastisch: E.T.A. Hoffmann 2022" zu sehen und hat für die Besucher:innen in hoffmannscher Manier wohlig-unheimliche Schauer mit einer exquisiten Portion Irritation bereitgehalten.


Bildnachweis:
Emma Brasklavski: Ausschnitt Tryptichon "Liebe, Wahn und Ewigkeit", Foto: Anka Bardeleben; Staatsbibliothek zu Berlin.

Adresse

Unter Den Linden 8
Berlin
10117

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