20/10/2025
Hier ein Bericht der NordWest Zeitung über die Bad Zwischenahner Krimi Wanderung:
https://www.nwzonline.de/ammerland/krimi-wanderungen-in-bad-zwischenahn_a_4,2,2374989045.html
Bad Zwischenahn - Besondere Gästeführungen, etwa als „Kurpfleger Karl“, sind sein Markenzeichen. Jetzt war Jens Oeltjendiers-Odion zum ersten Mal mit seiner neu konzipierten – und sofort ausverkauften – Krimi-Wanderung in Bad Zwischenahn unterwegs auf den Spuren echter und erfundener Gauner. Start war an der St. Johannes-Kirche, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem „Bluttrunk“ auf die kommenden Geschichten eingestimmt wurden. Die Kirche war denn auch gleich der erste Tatort: Hier erzählte Oeltjendiers-Odion von einem Pastor im Mittelalter, der von Gemeindemitgliedern mit einer Axt erschlagen wurde, von einer Leiche im Rumfass, nahm sich aber auch den Lokalkrimi „Die Todesglocken von Zwischenahn“ aus der Feder von Jörg-Michael Weiß vor. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Der Autor hat sich unter die Gäste gemischt und wird später aus seinem aktuellen Roman lesen.
Gruseln im Kneippbecken
36 Kriminalfälle bilden den roten Faden der rund dreistündigen Führung durch den Ort. Zunächst lässt Oeltjendiers-Odion die Teilnehmenden tippen, ob seine Fälle echt sind oder erfunden. Dann verwebt er die ganz unterschiedlichen Taten mit Fakten und Anekdoten aus der (wahren) Gemeindehistorie. Der Segelclub und die Spielbank, das Bauernhausmuseum und das Kneippbecken bekommen hier einen Gruselfaktor. Ob Bankraub, Monsterwels oder der Gärtner, der ausnahmsweise nicht der Mörder, sondern das Opfer war – all diese Geschichten erzählt der Gästeführer launig und mit charmanter Leichtigkeit. „Schließlich sollen die Leute ja mit einem guten Gefühl nach Hause gehen“, lacht er. Und deshalb darf auch ein Fakt nicht fehlen: Das Ammerland ist statistisch gesehen der sicherste Landkreis Niedersachsens. Die häufigste Straftat hier sei Fahrraddiebstahl, sagt der Gästeführer. „Wenn Sie also heute mit dem Rad gekommen sind, dann sollten Sie sich vielleicht Sorgen machen. Ansonsten ist das unnötig“, scherzt er, ehe es zum nächsten Tatort geht, an dem die Gäste selbst aktiv werden: Hier gilt es, die Trailer der bekanntesten Fernsehkrimis zu erraten.
Großer Fundus
Die Idee zu seinen Krimi-Wanderungen habe sich während der Recherchen zu einem Buch entwickelt, erzählt der 56-Jährige, der im Frühjahr den Band „Sagen und Geschichten im Ammerland“ herausgegeben hat und derzeit einen Plot für seinen ersten Kriminalroman erarbeitet. An zwölf Stationen in Bad Zwischenahn erzählt er nun jeweils drei Geschichten. „Insgesamt habe ich einen Fundus von rund hundert Kriminalgeschichten, die ich in meinen Führungen auch mal austausche. Sonst wird es ja langweilig – auch für mich.“ Bei dem jetzigen Repertoire wird es vermutlich nicht bleiben, denn: „Es kommt oft vor, dass mir auch die Teilnehmer eigene erlebte Geschichten erzählen, die ich dann verwenden kann. So bleiben die Führungen authentisch und abwechslungsreich.“
Die Führungen sind etwa fünf Kilometer lang und können auch von Gruppen direkt gebucht werden. Die nächsten Krimi–Wanderungen sind für 2026 geplant an folgenden Terminen (jeweils samstags): 21. März, 20. Juni, 19. September, 19. Dezember. Karten für die Führung im März sind bereits erhältlich unter Tel. 04403/81172 und online unter
bad-zwischenahn-touristik.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender