03/05/2026
WIR BEURKUNDEN HIERMIT DASS
DIE GEMEINDEVERSAMMLUNG VON
INGENBOHL-BRUNNEN AM 23. MAI
1937 DEN KOMPONISTEN DR. H.C.
OTHMAR SCHOECK GEBOREN AM
1. SEPTEMBER 1886 ZU BRUNNEN
IN FREUDE UND DANKBARKEIT FÜR
SEIN GROSSES SCHÖPFERISCHES
WERK EINSTIMMIG ZUM EHRENBÜR
GER IHRER GEMEINDE ERNANNT HAT
BRUNNEN DEN 1. SEPTEMBER 1937
FÜR DEN GEMEINDERAT
DER PRÄSIDENT DER SCHREIBER
Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus der von Heinrich Danioth gestalteten Urkunde.
Kurz zuvor, am 25. April 1937, wurde Othmar Schoeck in Freiburg im Breisgau mit dem «Erwin von Steinbach-Preis» ausgezeichnet.
Elia Pianaro schreibt, die «Verleihung [war] umstritten, da sie in einem Kontext stattfand, der stark von der nationalsozialistischen Ideologie beeinflusst war.» Weiter ordnet sie in ihrem Beitrag «Othmar Schoeck und der ‹Erwin von Steinbach-Preis›» für die Arbeitsmappe «Schoeck und die veröffentlichte Meinung» ein: «Schoecks Annahme des Preises zeigt die komplexe Wechselwirkung zwischen Kunst und Politik, besonders in Zeiten, in denen Kulturpreise nicht nur künstlerische, sondern auch ideologische Botschaften vermittelten.»
Die von Yamina Wehrli und Inga Mai Groote für das Othmar Schoeck Festival «Coming of Age» im September 2024 herausgegebene Arbeitsmappe ist zu finden auf https://schoeckfestival.ch