01/06/2026
Heute beginnt bei uns der Pride Month, in dem die Sichtbarkeit und das politische Selbstbewusstsein von LGBTIQ-Personen gefeiert werden 🥰
Die Ursprünge dieses Montas geht zurück auf Kämpfe lesbischer, schwuler und queerer Personen und Aktivist_innen, insbesondere auf den Aufstand, der aufgrund Polizeira**ien im Stonewall Inn entstand.
Auch heute noch sind queere Menschen oft von Repression durch Polizei und Staat betroffen. Auch heute noch erleben sie Hass, Diskriminierung und G3walt. Dennoch organisieren sie Pride Festivals und Paraden, um auf ihre Stärke, ihr Selbstbewusstein und ihre Menschlichkeit hinzuweisen
🏳️🌈Kakuma Pride
2018 schrieben Qu**rs in Kenia Geschichte. Erstmals fand eine LGBTQ Pride in einem Flüchtlingscamp statt. Das Kakuma Camp ist eines der größten weltweit und entstand 1992, als die “Lost Boys of Sudan” während des Zweiten Sudanesischen Bürgerkriegs aus dem Südsudan geflohen waren. Im Camp erleben LGBTIQ-Personen oft G3walt und Diskriminierung durch andere Geflüchtete oder Ortsansässige. Auch zu T0desfällen aufgrund von Homophobie und Q***rfeindlichkeit kam es bereits.
Die Kakuma Pride ist ein mutiger Moment der Sichtbarkeit an einem Ort, der Selbstbestimmung auf so vielen Ebenen nicht zulässt.
🏳️🌈Kampala Pride
In Uganda findet seit 2012 das Uganda Pride Festival statt. Von Anfang an wurde das Festival durch Polizeirazzien gestört und kam es zu Verhaftungen dutzender Aktivist_innen. Seit fünf Jahren findet im Rahmen des Festivals, nicht weit von der Hauptstadt Kampala am Victoriasee, auch die Pride Parade statt. Und das obwohl Diskriminierung, Hass und Vorurteile gegen LGBTIQ-Personen stark verbreitet und Homosexualität kriminalisiert und verfolgt wird. 2023 unterzeichnete Präsident Museveni ein "Anti-Homosexualität-Gesetz", das für gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen eine bis zu lebenslange Haftstrafe vorsieht. Bereits der "Versuch" dazu kann mit bis zu 10 Jahren Haft bestraft werden. Sogenannte "schwerer Homosexualität" könnte sogar die T0desstrafe bedeuten. Auch das positive Sprechen über Homosexualität soll bestraft werden, was Homofeindlichkeit befördert.
🏳️🌈Budapest Pride
2025 feierte die Budapest Pride Parade ihr 30-jähriges Jubiläum. Es war die größte ihrer Geschichte - trotzdem sie offiziell von dem damaligen Minister-präsidenten Orbán verboten wurde. Rund 200.000 Menschen kamen, um gegen die Repression der ungarischen Regierung und für Demokratie, Gleich-stellung und Versammlungsfreiheit zu demonstrieren.
🏳️🌈Stonewall Riots
In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 fand eine Razzia der New Yorker Polizei im Stonewall Inn statt. Die Bar im Greenwich Village war damals einer der wenigen sicheren Orte für die LGBTI-Community in der Stadt. Homosexualität war in den meisten US-Bundesstaaten noch illegal. Mehrere Tage währte der Aufstand an. Am entschlossensten kämpften Schwarze, hispanische und trans Personen, wie Sylvia Rivera und Marsha P. Johnson. Der Protest begründete die heutige Pride-Bewegung. Ein Jahr später, am 28. Juni 1970, fand der erste "Christopher Street Liberation Day" statt - die erste Pride-Demonstration überhaupt. Seitdem hat sich der Juni weltweit als offizieller Pride-Monat etabliert.
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