14/07/2021
Unsere motivierten WanderführerInnen haben sich wieder weitergebildet. Heuer ging es dazu in die Schule der Alm im Valsertal.
Hier ein Bericht von Wanderführerin Manuela Kalkhauser:
Unsere diesjährige Fortbildung vom 2.-3. Juli, führte uns ins Valsertal zu unserer Kollegin Helga Hager auf Helga`s Alm.
Wir reisten am Freitag früh an und bezogen erstmal unsere Zimmer im Gasthaus Steckholzer. Nachdem die Gruppe vollständig war, gab es eine kurze Vorstellungsrunde wo uns Helga auch Siegfried Ellmauer vorstellte, der uns an beiden Tagen ganz viel von seinem umfassenden Wissen mitteilte.
Unser Weg führte uns über Waldweiden und Almengebiet zur Helga`s Alm. Auf dieser Strecke erfuhren wir alles über den Lebensraum Bergwald. Also u.a. die Waldhöhenstufen, Baumarten, Merkmale, Pionierpflanzen, sowie alpines Klima. Kurz vor der Alm trafen wir auf Klaus Auffinger, Schutzgebietsbetreuer, der uns über Naturschutz, Natura 2000, Rinderrassen und die Erlenau erzählte.
Auf der Alm angekommen, durften wir uns erstmal über ein Mittagessen bei Helga freuen. Hinterher wanderten wir noch zum Bergmahd Ocherloch, wo uns Klaus noch alpine Pflanzen zeigte, bevor wir auf Alois trafen, der uns die verschiedenen Zaunarten, bzw. auch deren Herstellung erklärte. Es durfte auch jeder selber Hand anlegen beim Holz „kliabm“. Zurück bei Helga`s Alm hatten wir auch schon fast keine Zeit mehr und mußten uns beeilen, damit wir pünktlich beim Abendessen erschienen.
Am Samstag nach einem ausgiebigen Frühstück bei unserer Unterkunft, war Treffpunkt wieder bei Helga, von dort aus starteten wir den zweiten Tag.
Helga erzählte uns über die verschiedenen Ziegenrassen, liess uns noch warme Ziegenmilch probieren, erklärte uns auch deren Wirkung, bevor wir uns in Begleitung der Ziegen auf den Weg machten. Die Ziegen blieben bei einer höher gelegenen Weide zurück und wir wanderten zur Zeischalm, die von Erich, betreut wird.
An diesem Tag erfuhren wir noch einiges über Almwirtschaft, Ökologie der Bäume, Waldgrenze, Klimawandel, die Schwierigkeiten heutzutage Bergmähder aufrechtzuerhalten, alpine Gefahren im Sommer und das Handwerk des Bergheuens. Natürlich kamen wir auf der Hochalm wieder in den Genuss eines guten Mittagessens und zwar Wassernocken.
Abends zurück bei Helga`s Alm, durften wir uns auf ein tolles dreigängiges Menü wiederum von Helga zubereitet, freuen.
Leider waren diese beiden Tage zu schnell zu Ende. Wir genossen es jedoch sehr. Sehr herzlich möchten wir uns bei unserer Kollegin Helga, für die super Organisation und die tolle Verköstigung bedanken. Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei Sigi, der uns wirklich an diesen beiden Tagen mit seinem Wissen bereichert hat. Wer Interesse hat, das Valsertal zu besuchen, denen würde ich auf jeden Fall die Unterkunft bei Steckholzer empfehlen, wir fühlten uns dort sehr gut aufgehoben.
Ich hoffe, dass wir wieder mal so eine umfangreiche Fortbildung geniessen dürfen!