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JayCos Jaycos.de - Workshops & Naturkreationen mit ätherischen Ölen, Kräutern & Seele
Handgemacht in Großziethen
100 % Natur – 0 % Chemie Duft. DIY Handwerk.

JayCos Duftschmiede – Natur. In meiner kleinen Werkstatt in Großziethen – ganz nah bei Berlin – entstehen Workshops und Naturkreationen mit ätherischen Ölen, Kräutern & Seele. Jedes Produkt ist handgemacht, jedes Erlebnis achtsam gestaltet – mit Liebe, Nachhaltigkeit und Hingabe 🌿💛

🌸 Themen: Naturkosmetik • Aromaküche • Räucherwerk • Loona Essenzia
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31/10/2026

🍂 Samhain – Von Geistern, glühenden Kohlen und dem Licht in der Dunkelheit

Heute ist Halloween. Überall begegnen uns geschnitzte Kürbisse, Hexen, Geister und allerlei schaurige Gestalten. Kinder ziehen von Tür zu Tür, und längst ist aus diesem Abend ein riesiges Geschäft geworden.

Dabei steckt hinter vielen dieser Bräuche eine jahrhundertealte Geschichte, die ich viel spannender finde als das heutige Gruselspektakel.

Samhain war eines der bedeutenden Feste im alten keltischen Jahreskreis. Die Ernte war eingebracht, die Vorräte für den Winter angelegt, das Vieh wurde von den Sommerweiden zurückgeholt. Die helle Jahreshälfte ging zu Ende und mit ihr ein weiterer Kreislauf des Lebens.

Es begann die Zeit der langen Nächte, des Rückzugs und der Ruhe.

Nach alten Überlieferungen glaubte man, dass in dieser besonderen Nacht die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten durchlässiger wurde. Die Seelen der Verstorbenen konnten zurückkehren, aber auch andere Wesen aus der Anderswelt sollten unterwegs sein.

Man begegnete ihnen mit Respekt, manchmal auch mit Furcht. Speisen wurden bereitgestellt, Feuer entzündet und später verkleideten sich Menschen mit Masken und Fellen, um unerkannt zwischen den umherziehenden Geistern zu bleiben oder sie fernzuhalten.

Und damit kommen wir auch zu unserem Kürbis. 🎃

Ursprünglich waren es nämlich gar keine Kürbisse, sondern ausgehöhlte Rüben, in die man unheimliche Gesichter schnitzte. In Irland und Schottland gehörten solche Laternen zum Volksbrauchtum.

Dazu erzählt man sich die Geschichte von Stingy Jack, einem listigen Mann, der sogar den Teufel überlistet haben soll. Nach seinem Tod fand er weder im Himmel noch in der Hölle Aufnahme. Der Teufel gab ihm lediglich eine glühende Kohle mit auf den Weg, damit er durch die Dunkelheit wandern konnte. Jack legte sie in eine ausgehöhlte Rübe und irrte fortan mit seinem kleinen Licht umher.

Daher stammt der Name Jack-o'-Lantern.

Als irische Auswanderer diesen Brauch nach Amerika brachten, fanden sie dort die großen Kürbisse, die sich viel leichter aushöhlen ließen. So wurde aus der Rübenlaterne nach und nach unser Halloweenkürbis.

Ich finde es faszinierend, wie sich solche Geschichten über Jahrhunderte verändern und dennoch etwas von ihrem Ursprung bewahren.

Auch die großen Feuer, die man zu Samhain entzündete, hatten ihre Bedeutung. Sie gehörten zum Übergang in die dunkle Jahreszeit und standen für Schutz und Gemeinschaft. In manchen Überlieferungen wurden die heimischen Herdfeuer neu entfacht.

Wenn man bedenkt, wie abhängig die Menschen damals vom Feuer waren, bekommt ein solches Ritual eine ganz andere Tiefe.

Heute genügt ein Griff zum Lichtschalter. Damals bedeutete ein Feuer Wärme, Schutz, eine warme Mahlzeit und manchmal schlicht das Überleben.

Und vielleicht ist genau das etwas, was wir in unserer modernen Welt ein wenig aus den Augen verloren haben.

Wir haben uns so weit vom natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten entfernt, dass uns die dunkle Zeit oft nur noch als etwas erscheint, das wir möglichst schnell hinter uns bringen möchten.

Dabei geschieht gerade jetzt so viel, auch wenn wir es nicht sehen.

Unter dem feuchten Laub arbeitet das Bodenleben. Pilzgeflechte durchziehen die Erde, zersetzen abgestorbenes Pflanzenmaterial und machen Nährstoffe wieder verfügbar. Samen warten auf ihre Zeit, Bäume ziehen sich in ihre Winterruhe zurück.

Nichts davon ist Stillstand.

Und auch wir Menschen brauchen solche Zeiten. Zeiten, in denen wir nicht ständig etwas leisten, erreichen oder festhalten müssen.

Samhain war auch mit der Erinnerung an die Verstorbenen verbunden. An jene, die vor uns gelebt, gearbeitet, geliebt und uns etwas hinterlassen haben.

Ich denke dabei gern an die Menschen, von denen ich gelernt habe. An meine Großeltern, an Geschichten aus früheren Zeiten, an altes Wissen über Pflanzen, Kräuter und die Natur, das oft ganz selbstverständlich von einer Generation an die nächste weitergegeben wurde.

Wie viel davon wäre wohl längst vergessen, hätte es nicht Menschen gegeben, die es bewahrt haben?

Vielleicht ist das für mich einer der wertvollsten Gedanken dieses alten Festes. Sich seiner Wurzeln bewusst zu werden und zu begreifen, dass auch wir nur ein Teil eines viel größeren Kreislaufs sind.

Natürlich dürfen Kinder ihren Spaß an Halloween haben. Ich mag die leuchtenden Kürbisse, die Fantasie und auch ein bisschen wohligen Grusel.

Aber die immer drastischeren Fratzen, blutverschmierten Gesichter und das regelrechte Zelebrieren von Grauen empfinde ich eher als befremdlich. Vor allem, wenn Kinder ganz selbstverständlich damit aufwachsen.

Dabei hat diese Nacht so viel mehr zu erzählen.

Von unseren Ahnen, von der Natur, von Vergänglichkeit und Neubeginn. Von der Bedeutung des Feuers und davon, wie kostbar ein kleines Licht in einer dunklen Nacht sein kann.

Vielleicht stelle ich heute Abend einfach eine Kerze ins Fenster, denke an die Menschen, die nicht mehr bei uns sind, und freue mich über das, was dieses Jahr mir geschenkt hat.

Und wenn draußen der Wind durch die letzten Blätter fährt, darf es ruhig ein wenig geheimnisvoll sein. 🍂🕯️

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Samhain-Abend

Erfunden oder geschliffen? Warum unter meinen Beiträgen „KI“ stehtVielleicht ist es dir schon aufgefallen: Unter vielen ...
18/10/2026

Erfunden oder geschliffen? Warum unter meinen Beiträgen „KI“ steht

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen: Unter vielen meiner Posts steht inzwischen ein Hinweis auf KI. Auch dann, wenn die Worte aus meinem Kopf und meinem Herzen kommen, die Fotos aus meiner Werkstatt und die Videos aus meinem Garten. Das hat mich nachdenklich gemacht. Ich möchte heute einmal auseinanderklamüsern, was „KI“ eigentlich alles bedeuten kann, denn da gibt es große Unterschiede.

Es gibt Menschen, die sich einfach irgendetwas schreiben oder erstellen lassen, ohne sich im Thema auszukennen. Das klingt dann oft richtig gut, aber niemand kann prüfen, ob es auch stimmt.

Es gibt Seiten, hinter denen gar kein Mensch mehr sitzt. Nur ein Befehl, der einmal eingegeben wurde, etwa: „Erstelle jeden Tag einen Beitrag zum Thema XY und veröffentliche ihn auf Z.“ Das läuft dann wie ein Automat, Tag für Tag. Vielleicht folgst du sogar solchen Seiten, ohne es zu wissen: die mit den Weisheiten, die Oma angeblich immer sagte, die mit den Tipps, wie man dies und jenes macht, die mit neuen Autorinnen, die es gar nicht gibt, mit grandioser Musik von Sängern, die nie auf einer Bühne standen. Inzwischen gibt es ganze Filme und Werbung, mit unbekannten Gesichtern und mit bekannten, die nie gesagt haben, was ihnen da in den Mund gelegt wird.

Und es gibt Menschen, die wirklich etwas zu sagen haben. Die ihr Wissen über Jahre gesammelt haben, mit den Händen, mit der Nase, mit dem Herzen. Und die sich von KI ein wenig helfen lassen.

Wie das aussieht? Stell dir vor, du schreibst einen Brief und gibst ihn einer Freundin, die noch einmal drüberliest. Sie verbessert ein paar Kommas, sagt dir, dass ein Satz etwas holprig ist. Der Brief ist trotzdem deiner. Deine Gedanken, deine Erfahrungen, dein Gefühl. Oder nimm meine Kräuter: Ich sammle sie selbst, ich setze die Tinktur selbst an, ich weiß, was drin ist. Wenn ich sie am Ende durch ein feines Tuch gieße, damit sie klar wird, dann hat das Tuch nichts erfunden. Es hat nur geholfen, dass das, was schon da war, schöner zu sehen ist. So nutze ich KI.

Und dann gibt es die, die gar keine KI nutzen. Deren Beiträge landen oft ganz hinten, weil die digitale Welt nach Perfektion sortiert und nicht nach Echtheit.

Man kann sich darüber aufregen. Man kann aber auch ein Gespür dafür entwickeln, den Unterschied zu erkennen, und das Echte dann bewusst wertschätzen. Kleine Hinweise gibt es oft: Warum postet eine Gartenseite plötzlich etwas über Faszien oder Verdauung? Warum hat eine Seite aus einem kleinen Ort mehr Follower, als der Ort Einwohner hat? Denn auch das gehört zur Wahrheit: Man kann Inhalte kaufen, man kann Follower kaufen und man kann Likes kaufen.

Dazu gehöre ich nicht, und das werde ich auch nie tun. Ich arbeite mit dem, was ich habe, und das ist manchmal mühsam. Facebook zum Beispiel sieht es nicht gern, wenn ich einen Link zu meiner Webseite teile, und zeigt den Beitrag dann weniger Menschen.

Und das KI-Etikett klebt es mir auch dann drauf, wenn hinter dem Beitrag ein Mensch mit ehrlicher Arbeit steht und kein Automat. Dieses Etikett unterscheidet leider nicht zwischen erfunden und geschliffen.

KI ist da, und sie geht auch nicht wieder weg. Wir können sie verweigern, ignorieren oder verteufeln, verschwinden wird sie dadurch nicht. Für mich ist sie ein Werkzeug, so wie damals der Computer, der irgendwann in die Büros einzog.

Aus bzw. mit denselben Nullen und Einsen kann man sich den ganzen Tag berieseln lassen, oder man nutzt sie als Werkzeug das dafür da ist, einem die Arbeit zu erleichtern.

Das Wichtigste bleibt für mich, achtsam damit umzugehen. Nicht aufzuhören, selbst zu denken und zu fühlen. Zu hinterfragen, was da steht. Und genau hinzuschauen, wem wir folgen.

Wer mir folgt, soll echt sein. Unecht gibt es schon genug. 🌿

Giftig, ja. Aber noch lange nicht wertlos. 🌲Kaum läuft im Herbst die Heckenschere, liegt sie wieder da: ein großer Haufe...
18/10/2026

Giftig, ja. Aber noch lange nicht wertlos. 🌲

Kaum läuft im Herbst die Heckenschere, liegt sie wieder da: ein großer Haufen Thuja und die Frage, was man damit anfangen soll. Die Antwort lautet oft nur „Giftig! Weg damit!“

Mir ist das zu wenig. Die Thuja hat einen spannenden Namen mit langer Geschichte, sie gibt Vö**ln Schutz, und wenn man sie schneidet, duftet sie nach Harz und Winteranfang. Mit Handschuhen an den Händen wird aus dem Rückschnitt ein Adventskranz, eine Türgirlande, ein Wichtel am Stock oder ein warmer Wintermantel für eure Stauden.

Was sie so giftig macht, worauf Allergiker achten sollten, ob man sie verbrennen und kompostieren darf und wie mein duftender Adventskranz in diesem Jahr aussieht, habe ich für euch in meinem Blog aufgeschrieben:

👉 https://jaycos.de/thuja-giftig-ja-aber-noch-lange-nicht-wertlos/

09/10/2026

Nicht die Sonne ist das eigentliche Wunder, nur weil sie jeden Morgen aufs Neue aufgeht. 🌅

Auch nicht der Mond, der still über uns wacht und uns durch die dunkelsten Nächte begleitet. 🌙✨

Das wahre Wunder ist das Leben selbst.
Dass wir existieren.
Dass unser Herz schlägt, ohne dass wir es darum bitten müssen. ❤️

Ein atemberaubendes Morgenrot, kühle Luft auf der Haut fühlen und im Moment begreifen, wie kostbar ein Augenblick ist. 🍃

Was für ein unbeschreibliches, kostbares Geschenk. 🙏💫

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