Anke Recktenwald BKB Pferd & Mensch in Balance

Anke Recktenwald BKB Pferd & Mensch in Balance Pferdewirtschaftsmeisterin,
FELDENKRAIS & Tellington Lehrerin, TTouch for you Instruktorin

Manche Menschen kommen in dein Leben und verändern es für immer.Petra Rippelbeck  ist so ein Mensch und ich genieße ihre...
13/09/2026

Manche Menschen kommen in dein Leben und verändern es für immer.
Petra Rippelbeck ist so ein Mensch und ich genieße ihre Freundschaft bis heute. Heute wird sie 70 Jahre alt, doch sie sieht aus und wirkt wie 50.

Sie kam mit Mitte 30 zu mir auf das Gestüt, auf dem ich damals arbeitete, und wollte reiten lernen. Sie kannte Pferde schon länger und hatte ein Reitpony für ihre Tochter Cathy zu Hause, zusammen mit den Ponys des Nachbarn. Doch nun wollte sie auch selbst einmal in den Sattel. Unsere lieben Vollblutaraberstuten waren ideal dafür.
Doch sie hatte Angst vor Tempo, vor Kontrollverlust.
Meine Reitanfänger ritten immer erst einmal ohne Sattel und mit Halsring, damit sie fühlten, dass die Pferde auf ihrer Seite waren und man keinerlei Kraft brauchte, um sie zu „beherrschen“. Das Bitten reicht.

Petra wusste, dass unsere Pferde brav und lieb waren, und doch war es für sie nicht wirklich möglich, eine höhere Geschwindigkeit zu reiten. Sie hatte keine Eile, das schnell zu lernen, doch ich hatte das Gefühl besser Fähigkeiten zu brauchen um ihr gut helfen zu können.

Auf der Suche nach einem leichteren Weg für sie rief ich eine Tellington-Kollegin an. Sie empfahl mir eine andere Tellington-Kollegin und sagte: „Sie macht Kurse für ängstliche Reiter.“
Ich nahm Kontakt mit der Reitlehrerin auf und lud sie zu einem Reitkurs bei uns ein.
Sie unterrichtete „Reiten aus der Körpermitte“, sagte sie. Also kaufte ich mir das Buch und las darin. Ich probierte im Bett einmal die Übung aus, in meine Beine zu atmen. Mh … nichts geschah.
Doch das Bild, sich beim Reiten vorzustellen, man sei ein Baum, der von der Körpermitte nach sich unten mit Wurzeln in den Boden erdet und zugleich nach oben zu wachsen, half all meinen Schülern, aufrechter zu sitzen und die Füße unter dem Becken zu haben.
Der Kurs, an dem auch Petra direkt teilnahm, veränderte meinen Unterricht zu 100 %. Hinzu kam das Geschenk der Feldenkrais-Methode, denn meine Kollegin war gerade im dritten Jahr ihrer Ausbildung zur Feldenkrais-Lehrerin und durfte schon Gruppenstunden unterrichten. Auch das führte zu einem völlig neuen Reiterleben.
Wir organisierten alle zwei Monate einen Reitkurs mit ihr, weil wir so begeistert waren. Petra machte alle mit und schließlich machten wir 1999 zusammen die erste Stufe der Centered-Riding® Ausbildung, damals mit Conny Vits, der äusserst qualifizierten, einzigen deutschen Ausbilderin für Centered Riding zu der Zeit, Bereiterin, Lehrerin der Alexander Technik und auch Tellington Pracitioner für Pferde..

So hatte Petra schon von Anfang an einen bedeutenden Einfluss auf mein Leben. Auf der Suche nach einer Hilfe für sie, half ich mir selbst. Eine lebensverändernde Maßnahme.
Petra wurde keine ganz souveräne Reiterin. Sie bevorzugte immer brave Pferde, doch mit denen hatte sie viel Freude.
Einer unserer Zuchthengste wurde ihr Lieblingsreitpferd. Als er sich in der Zucht nicht als so wertvoll zeigte, wie seine Abstammung versprach, wurde er kastriert und schließlich verkauft. Seine neue Besitzerin war allerdings nicht gut zu ihm und ritt ihn in Grund und Boden.
Petra kaufte ihn, dünn, gesenkter Rücken, Gallen an den Fesselgelenken, das Licht aus deinen Augen erloschen. Er war ihr als wundervolles Lehrpferd damals ans Herz gewachsen und die päppelte ihn wieder auf. Mit Liebe, gutem Futter und der Tellington Methode. Sein Rücken wurde wieder gut, seine Augen wurden wieder groß und rund und leuchten und so konnte sie ihn dann tatsächlich auch wieder reiten. Er wurde für ein paar Jahre wieder ein glückliches Freizeitpferd, das zusammen mit der Reitponystute, ein langes glückliches Leben führen durfte, dann auch als Rentner als seine zuvor überstrapazierten Beine dann doch nicht mehr so richtig konnten.
Als Petra mal zu einem fünftägigen Reitkurs zu mir ins Saarland kam – inzwischen war ich selbstständig und nicht mehr auf dem Gestüt –, ritt sie auch den Islandhengst einer Freundin von unserer Wiese zur drei Kilometer entfernten Reithalle, zusammen mit den anderen Teilnehmer:Innen.
Ich war so stolz auf sie.
Das fremde Pferd und dazu einen Hengst – was vielen Leuten ja doch Respekt einflößt, meist zu Unrecht – in einer Gruppe mit fremden Reitern, im fremden Gelände zu reiten, zeigte mir noch einmal deutlich, wie viel mehr Selbstvertrauen sie inzwischen hatte. Wie sicher sie sich mittlerweile fühlte.
Natürlich vertraute sie auch mir und wusste, dass ich sie nur ein Pferd reiten lassen würde, dem man vertrauen kann.
Ein Zeichen unserer wunderbaren Beziehung, das mich damals sehr freute.
Und diese Beziehung besteht bis heute. Sie wohnt seit 27 Jahren ganze 500 Kilometer von mir entfernt. Wir hören uns nicht so oft und sehen uns noch seltener. Doch wenn wir reden, fühlt sich nichts nach Entfernung an.
Immer hat Petra ein offenes Ohr. Wir können über alles reden und bringen uns gegenseitig auf gute Gedanken und Lösungswege.
Und heute wird sie 70. Dabei ist sie eher wie 50.
Happy Birthday, Petra!
Schön, dass es dich gibt, und danke, dass du mein Leben schon so viele Jahre bereicherst.
Foto: Petra & ihr Shadwan

Wenn Partner in den Sattel wollen (oder sollen?? 🙃) Das Alter spielt keine Rolle, wenn man mit dem Reiten anfängt.Vor ei...
11/09/2026

Wenn Partner in den Sattel wollen (oder sollen?? 🙃)

Das Alter spielt keine Rolle, wenn man mit dem Reiten anfängt.

Vor einigen Jahren unterrichtete ich regelmäßig eine Frau mit zwei Dressurpferden. Schließlich brachte sie ihren, gerade 60. Jahre alt gewordenen Mann, der erfolgreich Tennisturniere bestritt, dazu, sich auch einmal bei mir auf’s Pferd zu setzen.
Nichts ist schlimmer für einen aktiven Sportler, der zum ersten Mal auf einem Pferd sitzt, als Runde um Runde im Schritt zu reiten und dabei mit Haltungsanweisungen überschüttet zu werden. Viel wichtiger ist es, dass er etwas findet, das ihm Freude macht – und natürlich soll es auch dem Pferd dabei gut gehen.
Ich nahm ihn an die Longe, ging aber mit der Stute ganze Bahn, denn die zusätzliche Fliehkraft auf dem Zirkel finde ich für Anfänger nicht besonders hilfreich.
So ließ ich ihn zunächst im Schritt sein Gleichgewicht finden, ein bisschen ankommen und Kontakt mit dem Pferd herstellen. Und dann gingen wir ziemlich schnell in den Entlastungssitz.
Zunächst war natürlich auch er etwas unsicher auf dem großen Warmblut. Doch dann sagte ich zu ihm:
„Stell dir vor, du stehst auf dem Tennisplatz und wartest auf den Ball deines Gegners.“
Und zack – war er im idealen Entlastungssitz.
Denn diese beiden Positionen ähneln sich erstaunlich stark. Im Tennis muss er so stehen, dass seine Gelenke locker sind und er sich schnell in jede Richtung bewegen kann, ohne große Vorbereitung. Genau das entspricht auch der Feldenkrais-Idee von guter Haltung: so organisiert sein, dass Bewegung in alle Richtung jederzeit möglich ist.
Diese Haltung war ihm bestens vertraut – und so fand er sie auch sofort auf dem Pferd.
Wir begannen zu traben. Nach zwei Runden sagte ich ihm, er solle nun Bälle schlagen.
Ich brachte also den Tennisplatz, auf dem er so souverän war, auf den Rücken der Stute. Und plötzlich schwang er locker im Entlastungssitz auf der M-Dressurstute und schlug mit seinen Armen die vermeintlichen Bälle – ohne ihr Gleichgewicht auch nur im Geringsten zu stören.
Ihr könnt euch denken, dass er dabei unglaublich viel Spaß hatte.
Und auch der schönen Stute schien es zu gefallen, so locker und leicht und mit so viel Freude geritten zu werden.
Ich liebe solche Situationen. Besonders viel Freude macht es mir, den Männern meiner Reitschülerinnen das Reiten beizubringen, so dass sie gemeinsam mit ihren Frauen durch die Wälder streifen können und beide Freude daran haben. Das geht in wenigen Wochen und der Entslatungssitz ist dabei eine große Hilfe und das Leichttraben lernt sich daraus dann ebenso leicht wie das Galoppieren.

2. Einfacher wird's noch auf einem Isländer
Ein ähnliches Erlebnis hatte ich mit dem Mann einer Freundin, der auch einmal Reiten ausprobieren wollte, er hatte keinerlei sportliche Ambitionen.
In diesem Fall waren wir in Berlar auf einem Islandpferdehof. Ich bat um zwei Pferde, so dass ich mit ihm auf dem Handpferd ausreiten konnte.
Man gab mir 2 perfekte Pferde.

So nahm ich den etwa 40-Jährigen mit ins Gelände und wir übten den Entlastungssitz bergauf. Dort ist es für einen Anfänger meist wesentlich einfacher, sein Gleichgewicht zu finden.
Auch er hatte es erstaunlich schnell heraus. Und die Freude am Reiten blieb und bald ritt er auch auf Island mit der großen Gruppe übers Land.

3. Und ja, manchmal sind auch die Frauen die Partner, die später zum Pferd kommen
Und weil es nicht immer die Männer sein müssen:
Ich habe auch schon einmal der Frau eines Reitschülers das Reiten beigebracht. Sie war damals 40 Jahre alt, als sie begann, während ihr Mann bereits seit 30 Jahren ritt.
Sie wollte gern mit ihrem Mann gemeinsam losreiten können. und sie war sehr talentiert und ritt selbst die jungen Pferde bald leichter und balancierter als ihr Mann, der den Weg aus alten Gewohnheiten suchte.

Auch das ist für mich ein wunderschöner Teil des Unterrichtens: Paare darin zu unterstützen ihre Freizeit gemeinsam mit Freude am Pferd und auf dem Pferd zu verbringen, ohne einen langen Lernweg zum perfekten Dressursitz, sondern einfach einen gut balancierten Sitz, feine Hilfen und viel Freude, für Zwei- und Vierbeiner.
Es kann so einfach sein - und wirklich gut!

Das Bild ist KI generiert. Der Mann ritt in Wirklichkeit ja an der Longe und ohne Zügel und eben im Entlastungssitz. Für Fotos hatte ich dabei keine Hand frei :-) Aber ich finde ChatGpd hat gut gemacht. Mann und Pferd ähneln dem Original sehr.

Ich unterrichte am Samstag im Raum Köln - Westerwald - KoblenzDie Gewinner meines gestifteten Preises für den Westfalen ...
11/09/2026

Ich unterrichte am Samstag im Raum Köln - Westerwald - Koblenz
Die Gewinner meines gestifteten Preises für den Westfalen Cup können ihren Gutschein einlösen.
Es gibt noch freie Plätze! Wer gern eine Stunde, am eigenen Stall, möchte, Behandlung oder Unterricht, gern melden.

Pferd - und Reiterlieder scheint man heute nicht mehr so zu kennen.In meiner Jugend sangen wir sie viel, beim Ausritt. F...
11/09/2026

Pferd - und Reiterlieder scheint man heute nicht mehr so zu kennen.
In meiner Jugend sangen wir sie viel, beim Ausritt. Fröhliche wie Herz- Schmerz
Das Lieblingslied: "Meine Wiege stand im Westen" das viele auch aus den Immernhof Filmen kennen, da haben wir immer neue Strophen auf unsere Pferde gedichtet.

Eines das tiefe Emotionen hat:
"Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand ..."

Auch "Ghostriders in the Sky..." sangen wir manchmal, wobei wir den Text nicht wirklich konnten, aber da haben wir dann einfach erfunden
Im Galopp dann auch mal kurz: "tamdaramtaramtadam Bonanza..."

"Tripel, trappel Pony" natürlich auch
"Ein Bauer wollte Langholz fahren" sangen wir dann auch ab und an, aber das war mehr ein Schritt Lied.
Kennt ihr auch noch schöne Pferdelieder?

Ronny - Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand 1969Es hängt ein P...

Ich liebe es, auf Ausritten zu summen oder zu singen. Und ich habe den Eindruck: Die Pferde lieben es auch. 🥰🐴Linda Tell...
09/09/2026

Ich liebe es, auf Ausritten zu summen oder zu singen. Und ich habe den Eindruck: Die Pferde lieben es auch. 🥰🐴
Linda Tellington-Jones sagt immer, dass Summen uns in Herzkohärenz bringen kann. Auf jeden Fall hilft es uns einen Rhythmus zu finden und mit dem Takt der Bewegung des Pferdes unterwegs zu sein.
Besonders gerne singe ich Pippi-Langstrumpf-Lieder – sie bringen einfach so viel Fröhlichkeit mit! 🎶
Aber auch viele alte Reiterlieder passen wunderbar zu einem Ausritt. Zum Beispiel „Meine Wiege stand im Westen …“, das heute vielleicht bekannter ist mit dem Text: „So ein Pony, das kann alles“ aus den Immenhof-Filmen. 😊
Und natürlich funktioniert das Summen genauso gut in der Reithalle. Ganz leise reicht völlig – Pferde haben schließlich ein ausgezeichnetes Gehör. 😉
Singst oder summst du auch gerne? Was singst du?
Oder hast du das noch nicht für dich entdeckt?
Vielleicht probierst du es bei deinem nächsten Ritt einfach einmal aus:
Summen, atmen, schwingen, den Rhythmus spüren … und schauen, was sich verändert. 💛
welche alten Reiterlieder kennst du?????

09/09/2026

Ende September fahre ich Einzelstunden Tour
Odenwald, über Karlsruhe, Lörrach, Schweiz Ag
Interesse dabei zu sein?

07/09/2026
07/09/2026

Eine natürliche Passage

06/09/2026

„Reiten kann man nicht durch Lesen lernen.“

Wir leben in einer Zeit, in der unglaublich viel über Reiten gesprochen, geschrieben und diskutiert wird.
Über Sitz, Hilfen, Biomechanik, Trainingsmethoden, die richtige innere Haltung und darüber, was richtig oder falsch ist.
Natürlich ist Wissen wertvoll. Ich liebe es, mich mit Zusammenhängen zu beschäftigen und Neues zu lernen.
Aber irgendwann kommt der entscheidende Moment:
Mach es.
Spür, was passiert.
Beobachte dein Pferd.
Filme dich. Schau dir an, was du wirklich tust.
Verändere eine Kleinigkeit.
Lass dich unterrichten – Feedback lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das, was wir gerade übersehen.
Verbessere dein Körpergefühl und spüre danach noch einmal – unvoreingenommen.
Denn zwischen einer Theorie und dem, was tatsächlich geschieht, liegt manchmal eine ganze Welt.
Vielleicht sitzt du anders, als du dachtest.
Vielleicht verändert eine kleine Bewegung plötzlich ganz viel im ganzen Pferd.
Vielleicht funktioniert eine Hilfe nicht, weil etwas anderes stört, das du gerade noch gar nicht bemerkst.
Das können wir nicht allein aus Büchern, Videos oder Diskussionen lernen.
Wir müssen ins Experiment gehen.
Nicht alles glauben, was wir lesen. Aber auch nicht alles ablehnen, was wir noch nicht verstehen.
Neugierig sein. Ausprobieren. Fühlen. Beobachten. Lernen.
Für mich ist genau das ein wesentlicher Teil des Reitens:
nicht nur zu wissen, was ich tun soll oder tun möchte, sondern immer besser wahrzunehmen, wie ich es tue und wie das Pferd es umsetzen kann.
Einen Unterschied zu spüren, zu sehen und zu erkennen – das ist für mich der wahre Weg zu lernen.
Und dann können wir uns entscheiden:
Was davon passt für mich und mein Pferd?
Was möchte ich übernehmen?
Und was möchte ich vielleicht ganz anders machen als das, was „die anderen“ sagen?

05/09/2026

Am 18, 19, 20 September fahre ich voraussichtlich noch mal Unterrichtstour
Luxemburg, Eifel, Rheinland, Westerwald
Machst du mit?

Adresse

FriedhofStr. 31
Marpingen
66646

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