11/12/2021
Passionsfrucht - Schätze im Inneren
Wusstest du schon, dass Passionsfrucht (violett-braune Schale) und Maracuja (gelbe Schale) zwei unterschiedliche Früchte der Gattung Passiflora sind? Hierzulande werden die Namen der exotischen Früchte oft synonym verwendet, obwohl es sich nicht um die gleiche Frucht handelt. Maracuja und Passionsfrucht unterscheiden sich in der botanischen Bezeichnung, in Aussehen und Geschmack. Bei einer Frucht mit gelber Schale handelt es sich um eine Maracuja, bei einer violett-braunen Frucht um eine Passionsfrucht. Doch auch Passionsfrüchte haben ein leuchtend gelb-orangefarbenes Fruchtfleisch. Maracujas sind größer als Passionsfrüchte und auch etwas weniger aromatisch als ihre violett-braunen Verwandten.
Die Passionsfrucht hat einen Durchmesser von nur 3,5 bis 5 cm und im reifen Zustand ein sehr aromatisches und feines, süß-herbes Aroma mit wenig Säure. Man findet sie häufig im Supermarkt. Maracujas hingegen werden nur selten im Handel angeboten und frisch verzehrt, sondern in der Regel zu Saft verarbeitet. Sie sind rund bis eiförmig und ca. zwei Zentimeter größer als Passionsfrüchte. Da die Passionsfrucht wesentlich exotischer und farbenfroher aussieht als die eher blasse Maracuja, werden Bilder von der Passionsfrucht auf Saftverpackungen gedruckt, obwohl der Inhalt eigentlich von Maracujas stammt.
Ursprünglich stammt die Passionsfrucht aus Mittel- und Südamerika. Spanische Jesuiten entdeckten die wunderschön blühende Pflanze im 16. Jahrhundert. Die christlichen Einwanderer sahen in der Blüte zahlreiche Symbole der Passion Christi, was der Pflanze schließlich ihren Namen „Passiflora“ oder „Passiflora edulis“ verschaffte. Heutzutage wird sie jedoch nicht nur in Mittel- und Südamerika angebaut, sondern auch auf Teneriffa, in Neuseeland, Indien, Australien, Südafrika, Simbabwe und Kenia.
Je reifer eine Passionsfrucht ist, desto schrumpeliger und ledriger wird ihre Haut und desto kräftiger entwickelt sich ihr Aroma. Da sie nur schlecht bis gar nicht nachreift und die Früchte zum Schutz oft bereits kurz vor der Vollreife geerntet werden, solltest du beim Kauf auf die Farbe der Schale achten. Je reifer die Passionsfrucht, desto dunkler ist die violette Schale. Im noch nicht reifen Zustand ist sie eher grünbraun. Magst du die Früchte säuerlich-herb, greifst du am besten zu prallen, glatten Exemplaren. Bevorzugst du das Fruchtfleisch allerdings süßer, dann solltest du besser Früchte mit Schrumpelschale wählen. Als typische tropische Frucht mögen Passionsfrüchte keine Kälte. Bewahre sie darum bei Zimmertemperatur auf. So halten sie sich etwa acht Tage.
Passionsfrüchte punkten nicht gerade im Hinblick auf Vitaminreichtum. 100 Gramm enthalten moderate 24 mg Vitamin C, tragen damit jedoch trotzdem zur Versorgung mit diesem wichtigen Vitamin bei. Dafür warten die Tropenfrüchte umso üppiger mit Mineralstoffen auf. Kaum eine andere frische Frucht hat so viel Magnesium zu bieten wie die Maracuja, die es auf stolze 39 mg pro 100 g dieses für Muskeln und Nerven so nützlichen Stoffs bringt. Nur die Papaya hat rund 2 Milligramm mehr. Beim Phosphorgehalt liegen Maracujas und Passionsfrüchte sogar unangefochten an erster Stelle: Mit 54 mg pro 100 g ist das Fruchtfleisch eine hervorragende Quelle für den Mineralstoff, der zusammen mit Kalzium für die Festigkeit von Knochen und Zähnen sorgt. Der hohe Eisengehalt von Passionsfrüchten macht sie auch besonders wertvoll für Schwangere, Vegetarier und Veganer.
Für unser Jubiläums-Ernährungskärtchen Nr. 100 haben wir mit „Skyr mit Passionsfruchtsauce“ ein exotisches Dessert-Rezept ausgewählt. Wenn du dieses Rezept mal ausprobieren möchtest, schicken wir dir das Ernährungskärtchen gerne zu. Schreib uns einfach eine Mail:
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Es lassen sich aber auch noch viele andere Leckereien mit Passionsfrüchten zaubern. Viel Spaß dabei!