09/09/2026
Text und Fotos: Marion Dudel
Fotoerlaubnis liegt vor.
Am 05.09. konnte ich Tino Eisbrenner endlich wieder einmal im Dixiebahnhof Dresden/Weixdorf erleben. Nach einer 2 jährigen Pause in diesem Veranstaltungsort (die nicht sein Wunsch war!) lud er ein zum „Friedlichen Treiben“, wie er sein Programm nannte.
Nun ist es ja nicht so, dass ich den Musiker die vergangenen Jahre nicht erlebt hätte! Allein in diesem Jahr habe ich seine Veranstaltungen schon mehrmals besucht, so im Februar im Theater am Wettiner Platz das Programm „Alles was bRECHT ist“, im Mai sogar zweimal, als er mit „ELF“ in Borthen und zu den Jazztagen im H42 in Dresden auftrat. Und für mich bereits „gebongt“ ist im Oktober seine Veranstaltung mit „Jessica“ im H42 und im November „Deutschland ein Wintermärchen“ im Theater am Wettiner Platz.
Warum also freute ich mich besonders über diesen Termin. Das ist ganz einfach, mit dem Dixiebahnhof verbindet mich mehr, als der ein oder andere Konzertbesuch. Ich habe diesen Veranstaltungsort vor vielen, vielen Jahren entdeckt und für mich als etwas ganz Besonderes erkannt. Die Konzerte mit Tino Eisbrenner sind dort immer ausverkauft und so voller Freude und Emotionen…, das fehlte mir sehr!
Mancher mag die Augen verdrehen, weil ich so oft Veranstaltungen eines Musikers besuche. Doch das Phänomen ist, KEIN Programm ist gleich. Hinter jedem Programm-Namen verbirgt sich eine „Geschichte“, etwas ganz Spezielles. Ich mag ihn aber auch, weil er einfach ein Kämpfer ist, ein Kämpfer für Frieden, gegen das „Vergessen“, gegen Gleichgültigkeit und „Nichts-Tun“. Der Wind, der ihm dabei entgegen weht, ist kein Wind, es ist ein Sturm, ein Orkan… Nein, man muss nicht seiner Meinung sein, aber zuhören sollte man, ohne zu Verurteilen. Genau das, was heute weitverbreitet nicht mehr praktiziert wird.
Und dann war es soweit, Tino kam auf die Bühne… und irgendwie spürte ich, Tino war anders als sonst… Lag es an der fehlenden Kopfbedeckung? Irgendwie „be-Hütet“ tritt er sehr oft auf. Fehlte ihm einfach eine Mütze, ein Hut…?
Und dann sprach er es aus, was ich irgendwie gespürt habe, Sinngemäß sagte er, „Ich bin müde…, von zahlreichen Wahl- und Friedensveranstaltungen“…“
Wen wundert es, bei seinem Engagement.
So begann sein „Friedliches Treiben“ hier im Dixiebahnhof etwas stiller als sonst, aber nicht ohne Herz am richtigen Fleck. Und es wäre nicht der Dixiebahnhof, auch wenn hier an diesem Abend ein fast ganz „neues Eisbrenner-Publikum“ saß, wenn man den Künstler nicht zum ,altgewohnten, euphorischen Auftritt „abgeholt“ hätte. Seine Lieder, die immer für Frieden, Verstehen, Menschlichkeit stehen, nahmen auch hier und heute die Besucher mit.
„Ich beobachte dich“ war eine Erinnerung an die Zeit der Band Jessica (Jessica sind zur Zeit auf Jubiläums-Tour mit einigen Konzerten), der „Weintraubenkern“ mit den berührenden Geschichten von Rolf Hoppe und Gojko Mitic begeisterte das Publikum und ich, ich freue mich schon auf „Deutschland ein Wintermärchen“. Mit einem Auszug aus diesem Programm, der mich wahrlich begeisterte, beendete Tino sein „Friedliches Treiben“…
Aber nur das Programm hier, welches diesen Namen trägt. Denn schon ein paar Tage später ist er wieder aktiv für den Frieden unterwegs.
Manchmal kann man in kleinen Dingen Kraft schöpfen, um eine vorübergehende „Müdigkeit“ zu besiegen.
Danke für diesen Konzertabend, danke für Deine Geradlinigkeit, alles Gute für Dich und Deine Familie, Tino!
Und ein großes Dankeschön an alle fleißigen Helfer des Dixiebahnhof